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Indische
Kunst, Kunstgewerbe & Antik Klick über den (Letztes Update 20.12.11) Mannu-Skulpturen aus Südindien Herstellung
in mühevoller Handarbeit Goldene
Zeiten: Bronze Mannu-Skulpturen ! Hohes
Paketgewicht für sicheren Versand Ein
Armbruch ist kein Beinbruch Pflege:
"Wie lange halten die denn? Sind die Skulpturen wasser- bzw.
wetterfest?" Meine
Plastik ist kein Plastik Frage:
Kann man Mannu-Skulpturen bemalen? Mannu-Skulpturen aus SüdindienMeine konkurrenzlose Sammlung
Durch die Ebay-Auktionen sind die KD-Mannu-Skulpturen
sehr schnell kleine Berühmtheiten geworden. Zuerst als sog.
"Schlammskulpturen" - und nun als "Mannu Sculptures".
Inzwischen sind es ja auch schon fast 15 Jahre, seit ich mit dem
Exklusivimport dieser filigranen Statuen begann. Hier liest Du einige Hintergrundinfos, wie sie auch in den Artikelbeschreibungen stehen - aber auch gute Tipps für den Fall, daß den seltenen Stücke doch einmal was passiert. Damit Du nicht arm dran bist, wenn der Arm ab ist… Meine "Schlammis" sind ansonsten so stabil wie Statuen aus Holz. "Mannu" oder "Schlamm" ?Die Inder in Kerala bezeichnen diese Skulpturen als "Mannu Sculptures" - wie vieles dort unten ein "indglischer" Mischbegriff: "Mannu" ist Malayalam, die Landessprache Keralas, und bedeutet soviel wie "irden" wie "irdene Töpfe", wie wir Tonkrüge nennen. Irdene Skulpturen sind es also, und der Hauptbestandteil sieht ja auch genau so aus wie der dunkelgraue Matsch, aus dem die Töpfer ihre Krüge formen. Nur wird die Mannuskulptur nicht gebrannt, sondern nur getrocknet. Das bedingt die vielen anderen Bestandteile der rituellen Mischung, aus der die Figuren geformt sind. Da ich auch nach fast 2 Jahrzehnten immer noch der einzige Importeur dieser Skulpturen bin, nehme ich auch die "Namenshoheit" für den deutschen Sprachraum für mich in Anspruch. Viele Jahre lang waren es daher Schlammskulpturen. Weil ich "Tonfigur" nicht sagen konnte und "Erdskulptur" auch nicht so präzise war. Warum also nicht der Originalname? Dann erkennen wenigstens auch die hier lebenden Inder, was gemeint ist. Vor allem aber wäre ich nach Jahren den Namen "Schlammskulptur" los. Weil der auch irreführend ist, für viele zerbrechlich und insgesamt negativ klingt. Doch an vielen Stellen meiner Webseite wird sicher noch einige Zeit "Schlamm" statt "Mannu" stehen. Die gibt's sonst nirgendsBunte Figuren aus Pappmaché aus dem Asienladen haben wenig mit ihnen zu tun: Original südindische Mannufiguren sind in Deutschland kaum zu bekommen, denn die Figuren sind für raue Containerfracht schlecht geeignet. Sie kommen in der hohen tropischen Luftfeuchtigkeit in den Versand und sind eher bruchgefährdet. Aber meine Freunde in Indien behandeln die kleinen Kunstwerke wie rohe Eier, betten sie in Papierwolle, packen sie sorgfältig in Packpapier und danach - wiederum umgeben von reichlich Papierwolle - in stabile Holzkisten.
Das kostet zwar extra - aber die Figuren bleiben zu 99% unversehrt und dennoch konkurrenzlos preiswert. Wenn sie erst mal bei uns in Europas trockener Luft sind, sind sie so stabil wie Holzskulpturen. Der rituelle HintergrundDas Göttliche wohnt im
kleinsten Staubkorn, und sicherheitshalber fegt man den Staub an heiligen
Orten zusammen oder nimmt den Schlamm aus heiligen Gewässern. Das rührt man
zusammen mit eingeweichtem Papier, Blättern der heiligen Tulsapflanze und
erhält eine formbare Masse. Die meisten Götterfiguren - oft auch riesengroß
zu den heiligen Festen - werden nach dem Trocknen in grellen Farben bemalt.
Ich freue mich immer, wenn ich sie einfarbig im Specksteinlook finde. So
gefallen mir die Hindugottheiten besser als leuchtend bunt. Oft werden sie nach den
heiligen Festen im geweihten Fluss oder Ozean versenkt. Dort lösen sie sich
auf und symbolisieren so den ewigen Kreislauf des Lebens. Herstellung in mühevoller HandarbeitHandgeformt aus einer
rituell vorgegebenen Mischung aus Tempelstaub, Staub aus den Häusern der
"Töchter Yellama's", Cauveryschlamm (Die Cauvery ist der heilige
Fluss des indischen Südens) und zerkochtem Reis als Bindemittel - so will es
der Brauch. Hier und da kommen draht- oder holzbewehrte Gipsapplikationen und
Ornamente hinzu; anschließend durch die Tropensonne gehärtet.
Beim anschließenden
Grundieren der Skulptur mit Leimfarben schließt sich die Oberfläche, soweit
sie porös ist. Die Farben werden in mehreren Schichten aufgetragen. Im Falle
des bevorzugten Specksteinlooks ist der Grundanstrich anthrazitgrau. Die
hellgrauen Schattierungen werden zum Schluss mit einem halbtrockenen Pinsel
getupft und gewischt. Das bringt die filigranen Strukturen durch
Hell-Dunkel-Effekte sehr schön zur Geltung. Hier verwendet der Künstler einen
weichen Haarpinsel, dessen Borsten um die Hälfte gekürzt wurden. Dadurch hat
er beim Tupfen die notwendige Steifheit. Unverdünnter Binder macht
abschließend die Statue wischfest und gibt ihr einen seidigen Glanz. Das Ergebnis sind
hochwertige Handarbeiten aus Indien aus preiswertem Material, die sich auch
weniger betuchte Hindus für ihren Hausaltar leisten können. Und glaube ja
nicht, dass sie alle Statuetten jährlich versenken. Ich habe in Indien schon
solche Figuren gesehen, die erkennbar Jahrzehnte alt waren.
Dennoch ist die Handarbeit
aufwendig und zeitraubend. Die Figur wird in vielen Einzelteilen modelliert -
einzelne Elemente in Form gegossen, und nach dem Härten werden die Skulpturen
zusammengesetzt. Nach der Dekoration mit Gipsapplikationen werden die Figuren
so bemalt, daß sie wie aus Metall oder Speckstein wirken. Goldene Zeiten: Bronze Mannu-Skulpturen !Bisher gibt es die Mannu-Skulpturen aus heiligem Schlamm traditionell nur bunt bemalt oder mit der grauen Specksteinpatina, die ich persönlich immer vorgezogen habe. Im Juni 2011 aber habe ich jemanden gefunden, der die Technik der Mehrschichtpatina beherrscht und meine Mannu-Skulpturen innerhalb von 2-3 Tagen in 100-jährige Bronzen verwandelt. Zumindest sehen sie so aus...
Bisher sind alle Versuche mehr oder weniger gescheitert, wenn wir mal eine dieser Figuren messing- oder bronzefarben spritzen wollten. Das Problem ist jeweils die Alterspatina. Das sind die dunklen Schattierungen der Korrosion, die bei echten alten Bronzen an den tiefer liegenden Partien auftreten und im Kontrast zu den goldglänzenden höher liegenden Partien die filigranen Strukturen des Kunstwerks betonen. Diese Patina gilt es möglichst naturgetreu nachzuahmen. Denn eine Mannufigur nur mit Goldspray aus dem Baumarkt anzusprühen, wirkt unecht und billig. Die Bronzepatina muss in mehreren Arbeitsgängen und Schichten aufgelegt werden. Dabei müssen Farben verwendet werden, die sich nicht gegenseitig auflösen. Damit der zweite Arbeitsgang nicht den ersten wieder zunichte macht. Alles schon erlebt. Doch nun habe ich jemanden, der die Technik beherrscht. Er hat sie - wo sonst - in Indien gelernt. Alle Mannu-Skulpturen auf dem Bild links waren ursprünglich specksteinfarben. Die Bronzepatina erfolgt in Handarbeit und fällt bei jeder Statue etwas anders aus. Trotz der aufwändigen Arbeit hält sich aber der Aufpreis im Rahmen: 12,00 bis 15,00 Euro je nach Größe der Mannuskulptur sind nicht zu viel. Stellt sich die Frage, ob es ikonographisch legitim ist, Götterstatuen aus dieser heiligen Schlammmischung mit einer Oberfläche zu versehen, die so traditionell nicht üblich ist und etwas anderes vortäuscht? Im Hinduismus habe ich da keine Bedenken. In keiner anderen Weltanschauung sind die Wege zu Gott so vielfältig, und jeder Gegenstand, jedes Material kann mit dem Göttlichen beseelt werden (Abisheka). So stehen auf indischen Altären bereits seit langer Zeit Bronze-Idole, die gar nicht aus Bronze sind. Beliebt ist hier das CC-Gussverfahren, bei dem harzgebundenes, gemahlenes Metall, Knochen oder Stein kalt gegossen werden. In dieser Technik sind noch viel feinere Strukturen möglich als beim Bronzeguss aus verlorener Wachsform. All diese Statuen werden zum Schluss mehrschichtig patiniert und gliedern sich auf diese Weise in eine Jahrhunderte alte Tradition ein. Schaue also in den KD-Shop und suche Dir eine Mannuskulptur aus. Ich nenne Dir gern die Lieferzeit und den Aufpreis für Bronzepatina, falls Dir der blaugraue Specksteinlook nicht zusagt. Einige der beliebtesten Skulpturen sind bereits mit Bronzepatina im Angebot. Anhand der Detailfotos kannst Du dort die Qualität der Patina genau sehen. Zur Liste meiner Mannu-Skulpturen Mannu-Skulpturen im eBay-Sonderangebot ? Das Sandmännchen kommtRumpf und Sockel der
Skulpturen sind meist hohl, so daß sie sehr leicht sind. Manch einen hat das
schon gestört. Was so aussieht wie Stein, soll auch so schwer sein wie Stein,
sagen sie sich. Damit sie nicht bei Durchzug vom Podest fällt, zum Beispiel.
Da die Bodenplatte meistens aus einer Art Karton besteht, war ein Loch
schnell gebohrt und der Body mit feinem, trockenen Quarzsand gefüllt. Dann
ist eine Mannuskulptur auch von echtem Speckstein nicht mehr zu
unterscheiden. Der Boden der Figur wird mit passend zugeschnittenem
Selbstklebefilz bezogen. Das Loch ist dann zu, und die schwere Statue
zerkratzt Dir dennoch nicht das Sideboard. Hohes Paketgewicht für sicheren VersandNatürlich müssen die Statuen, die Du bei mir kaufst, für den Versand besonders gut verpackt werden. Selbstverständlich versende ich ausschließlich versichert - aber ein Transportschaden macht Dir und mir nur unnötige Arbeit und Lauferei - also besser gleich etwas besser auspolstern. Die Rowdies der Paketzustellung gehen bekanntlich nicht besonders sanft mit den Sendungen um - mein grellroter Aufkleber "Vorsicht Glas !" hilft da nicht besonders.
Falls Du gleichzeitig mehrere Statuen und andere Artikel ersteigerst, ist die Möglichkeit, Versandkosten einzusparen, geringer. Je nach Größe der Figuren können nur maximal 2-3 in ein Paket. Die größeren Mannu-Skulpturen müssen einzeln versendet werden, und schwere Gegenstände können erst recht nicht mit ins Paket. Im Zweifelsfalle frage vorher nach den voraussichtlichen Versandkosten für Deine geplante Sendung! Beim Auspacken musst Du ebenfalls sehr sorgfältig sein. Prüfe im Beisein des Paketboten die äußerliche Unversehrtheit der Verpackung! Meine Skulpturen sind auf dem Weg zu Dir in Papierwolle gebettet (ähnlich wie Du es aus den Aktenvernichtern kennst). Dies führt zu einem relativ hohen Versandgewicht, bei dem sich das Gewicht der Statue je nach Größe und Form verdreifacht oder gar vervierfacht. Die Ware also immer sehr vorsichtig freilegen. Sollte trotz aller Vorsicht etwas abgebrochen sein, findet sich das Bruchstück auf diese Weise schneller in der Papierwolle. Das Ankleben kann in 99% aller Fälle in einer Minute erledigt sein und spart den Ärger mit der Versicherung. Bisher sind nur wenige Fälle unter unzähligen unfallfrei verschickten "Schlammis" bekannt, bei denen etwas abgebrochen war. Wie man damit umgeht, zeige ich Dir im nächsten Abschnitt. Ein Armbruch ist kein Beinbruch….habe ich mir gesagt.
Immerhin weiß ich, wie man den gebrochenen Arm so repariert, daß in 95% aller
Fälle hinterher nichts mehr von diesem Malheur zu sehen ist. Und als ich
heute einen "Shoba Ganapathi" auspackte, dem auf der langen Reise
über das Arabische Meer ein Arm abgebrochen war, habe ich bei der
Restaurierung Fotos gemacht.
So kann ich Euch den
Schrecken des Totalschadens nehmen und einmal detailliert aufzeigen, wie's
gemacht wird. So ein "Schlammassel"Man muss es wissen: Die
oben beschriebene Mischung folgt eher den rituellen Gesetzen des Hinduismus
als der Statik. Aus reinem Stuckgips wären die Statuen sehr viel stabiler.
Die Mannu-Mischung jedoch ist porös und spröde, und schon ein Sturz aus 20 cm
Höhe auf einen harten Boden lässt die dünneren Teile brechen. Bei Teppichboden
ist es nicht ganz so tragisch. Die Skulpturen werden
ebenso gut verpackt wie sie aus Indien kommen per Post an Dich
weitergeleitet. Auf dem Transport geht also selten etwas kaputt - und wenn
doch einmal ein Grobmotoriker unter den Paketboten ist, dann sorgt die
Innenverpackung dafür, daß eventuell abgebrochen Teile nicht unauffindbar in
der Papierwolle versinken. Denn nur wenn alle Teile vorhanden sind, kann man
restaurieren. Vorsicht beim Putzen!
Die meisten Schäden entstanden
bisher aber durch Unachtsamkeit bei den Käufern zu Hause. Ob beim
Staubwischen oder Umräumen - die Figur fällt, und der Arm ist ab. Hier
erweisen sich meist die Stellen als regelrechte "Sollbruchstellen",
an denen die einzelnen Teile der Skulptur zusammengeklebt worden waren. Dazu
nimmt der indische Künstler manchmal Gips - meistens aber die gleiche
Mannumischung wie bei der Figur selbst.
Das ist in fast allen
Fällen ein Glück im Unglück, denn solche Bruchstellen können besonders
unauffällig geklebt werden. Hierzu hat sich in den
letzten Jahren normaler Weißleim bewährt. Der bekannteste kommt von Henkel
und heißt Ponal. Es ist natürlich in Holzleim - aber bestens für
dieses Material geeignet. Er ist auf Wasserbasis und wird von der Bruchstelle
gut aufgesaugt. Ein spezieller "Mannuleim" müsste wohl erst
erfunden werden. Professionell verarbeitet,
muss die Ponal-Klebestelle bei der Holzverleimung eigentlich für die Zeit des
Aushärtens gepresst werden. Das ist bei unserem Material aber nur kurz
notwendig, damit das hervorquellende Ponal-Express abgewischt werden kann. Anschließend bette ich die
Figur zum Trocknen in Kissen. Mit Kissen kann ich sie nämlich in jedem
beliebigen Winkel ausrichten. So sorge ich dafür, daß die Klebestelle
waagerecht bzw. das angeklebte Teil senkrecht steht. Das Eigengewicht des
Teils - hier der Arm - reicht dann aus, um das Teil bis zum Aushärten in
Position zu halten. Eigentlich ist es damit in den meisten Fällen schon getan.
Manchmal ist es aber doch
geraten, die geklebten Teile zum Trocknen mit leichtem Druck zu fixieren.
Dazu eignen sich ein paar Paketgummis hervorragend. Finde aber die Idealposition
der Gummis besser vor dem Auftragen des Leims heraus. Dazu muss man etwas
experimentieren, bis bei den vielfältigen Formen der Skulpturen der Gummizug
in die richtige Richtung geht. Der Schreiner benutzt bei der Holzverleimung
Schraubzwingen - die sind aber hier in den seltensten Fällen geeignet.
Abgekratzt?Wenn an der Bruchstelle doch
einmal etwas Material abgekratzt oder abgeplatzt ist, muss retuschiert
werden. Wenn Deine Kinder im Malkasten für den Kunstunterricht Deckweiß
haben, bist Du aus dem Schneider. Der richtige Grauton ist mit den
Aquarellfarben schnell gemischt und die hässlichen weißen Stellen an der
Klebefuge verschwinden mit wenigen Pinselstrichen.
Größere Fehlerstellen müssen
allerdings erst mit einem dunklen Anthrazit grundiert und nach dem Trocknen
mit dem helleren Grauton nachgetupft werden. Diese Reparaturstelle ist
anschließend weder wasserfest, noch glänzend. Damit das nicht auffällt,
verdünne ich einen Tropfen Ponal mit ganz wenig Wasser und streiche die
Stelle über. Der Weißleim trocknet transparent und wasserfest auf und hat
auch den notwendigen Seidenglanz. Und ich versichere Dir …… das Paket natürlich gern.
Bei den meisten Mannu-Skulpturen ist eine unversicherte Versendung wegen
Größe & Gewicht auch gar nicht möglich. Einen Transportschaden kannst Du
also jederzeit geltend machen. Ich versichere Dir aber
auch, daß der hier beschriebene Weg der einfachere ist. Die
Transportversicherung und ihre notwendige (?) Bürokratie kosten Nerven und
Zeit. Und die hier gezeigte Reparatur kostet mich 5 Minuten - und wenn auch
der Pinsel noch zum Einsatz kommt, vielleicht 15 Minuten. Das ist eine
Viertelstunde in liebevoller Zuwendung für den Gott des Glücks - das zahlt
sich bestimmt aus! Noch Fragen? Email genügt! Pflege: "Wie lange halten die denn? Sind die Skulpturen wasser- bzw. wetterfest?"Wasserfest sind diese
Skulpturen nur bedingt - ich würde sie als "alternative
Gartenzwerge" nicht ohne zusätzlichen Schutz nach draußen stellen. Ein
Freund von mir hat seine Mannu-Lakshmi mit Seidenmattlack aus der Sprühdose
in 3 Schichten gegen Wind & Wetter abgehärtet, und heute nach 2 Jahren
sieht sie immer noch gut aus. (Hoffentlich fragt mich jetzt keiner, ob ich
den Ganesha auch mit Schubkarre besorgen kann …)
Eigentlich ergibt sich aus der Hintergrundbeschreibung am Anfang des Artikels schon die Antwort: Nein, nicht 100%ig wasserfest, denn sie sind ja dazu geschaffen, irgendwann einmal in den ewigen Kreislauf des Seins einzutreten - sprich: während eines Rituals den heiligen Wassern übergeben zu werden und sich auflösen zu lassen. Wenn nicht im Wasser eingeweicht, halten die Skulpturen ewig. Sie sind also nicht vom Material her vergänglich, sondern symbolisieren die Vergänglichkeit nur im Zuge des hinduistischen Rituals, der Versenkung in heiligen Wassern. Bei uns gibt es wie gesagt immer wieder jemanden, der eine solche Mannuskulptur als kultivierte Gartenzwergalternative in den Garten stellen will. Für diesen Fall rate ich, die Figur mit 2-Komponenten-Klarlack wetterfest zu machen. Luftfeuchtigkeit und feuchtes Abwischen bei der heimischen Putzorgie vertragen meine "Muddies" ("Schlammis") jedoch problemlos - sogar anschließendes Abduschen (die poröse Bodenplatte aber sogleich trocken wischen). Alles Plastikmüll?Er bezeichnet sich als Kenner und gibt seiner Enttäuschung Ausdruck, weil die gelieferte Figur vollständig aus Plastik hergestellt sei. Seiner Bitte um Stellungnahme entspreche ich natürlich sofort: Lieber Ronald, Zweifel sind
legitim - in solchen Fällen aber gleich eine solche Behauptung in den Raum zu
stellen, ist im höchsten Maße unklug: "Der Ganesh ist vollständig aus
Plastik hergestellt..." Dies unterstellt mir und meiner
Artikelbeschreibung eindeutige Betrugsabsicht. Wenn Sie nicht wissen, worum
es sich handelt, ist eine derartige Feststellung schlichtweg dumm. Wenn der
indische Gott der Weisheit und des Glücks Sie schon in der einen Sache nicht
erhört hat, so doch wenigstens in der anderen: Sie haben Glück: Ich nehme
diesen groben Anwurf mit Humor. Schließlich hat
meine intensive Beziehung zu Ganesh vor mehr als 20 Jahren ebenfalls mit
einem blamablen Irrtum ihren Anfang genommen. Ich habe allerdings daraus
gelernt - ein Lernprozess, der Ihnen scheinbar noch bevorsteht. Ich würde ihn
beschleunigen, denn Menschen mit niedriger Frustrationstoleranzgrenze könnten
sehr schnell einen anderen Prozess forcieren: wegen Verleumdung. Doch genug der
bissigen Ironie. Ich will Sie nicht darunter leiden lassen, daß Sie schon der
zweite in diesem Monat sind, der sich nach Hunderten von verkauften
Mannu-Skulpturen an zufriedene Sammler plötzlich auf dieses schmale Brett
wagt und behauptet, das sei Plastik.
Die indischen Kunsthandwerker,
die Ihren Ganesh geschaffen haben, wären möglicherweise stolz, wenn Sie das
Werk als Kunststoff bezeichnen. Für sie ist Plastik noch das modernste und
beste Material, das es gibt. So war es ja früher bei uns auch. Kunststoff ist
bei uns noch gar nicht so lange ein minderwertiges Symbol der
Wegwerfgesellschaft. In Indien ist
die Handarbeit mit natürlichen Materialien noch billiger als die
Kunststoffproduktion. Allein die Kosten für das Granulat wären höher - von
den Investitionen für die Spritzgussfertigung ganz zu schweigen. Da ich
weiß, daß Sie mit "Plastik" ein Synonym für
"Minderwertigkeit" ausdrücken wollen. lade ich Sie zu einer Reise
nach Südindien ein. Ich verschaffe Ihnen die Möglichkeit, bei der Anfertigung
einer solchen Statuette dabei zu sein. Und Sie werden später zu Hause mit
andächtigem Respekt ihre Figur betrachten! Und wenn dann ein Banause unter
Ihren Freunden noch einmal "Plastik?" fragt, dann wird dies ein
Synonym für "handwerkliche Perfektion" sein. Haben Sie
übrigens den Artikel "Mannu-Skulpturen aus Südindien" auf
meiner Ebayseite gelesen? Allein die Bilder meiner Reparaturanleitung helfen Ihnen schon, das Material
besser zu beurteilen, ohne gleich Ihre eigene Skulptur für einen Beweis zerstören
zu müssen. Ich werde diesen Schriftwechsel dort ebenfalls veröffentlichen, um
anderen Ebayern ein objektives Urteil zu erleichtern. Mir hat
Ganpathi übrigens geholfen: Ich bin nicht so dumm, mein lupenreines
Bewertungskonto mit betrügerischen Falschaussagen zu gefährden. Das können
Sie auch erreichen. Gruß von Bernd Meine Plastik ist kein Plastik
Die Antwort des
Berliners kam postwendend. Er bedauerte, sich falsch ausgedrückt zu haben.
Natürlich habe er gemeint, daß die Statue wie Plastik wirke. Diesen Bericht
auf meiner Webseite hatte er noch nicht gelesen und dies sofort nachgeholt.
Und nun war er neugierig geworden. Er wollte es nun doch genauer wissen:
Warum fühlt sich eine solche Figur denn an wie Kunststoff? Deshalb habe ich
sofort den obigen Abschnitt "Herstellung in
mühevoller Handarbeit" entsprechend ergänzt. Ich kann hier nur noch
darauf hinweisen, daß uns beim Befühlen und Beklopfen einer solchen
Mannuskulptur unser typisch westliches Sortierwesen einen Streich spielt.
Alles muss in eine der Schubladen unseres Weltbildes hineinpassen. Ein
Gegenstand, der wie Stein oder Metall aussieht - sich aber weder kalt noch
schwer anfühlt, ist selbstverständlich künstlich und gehört nach unserem
Erfahrungsbild automatisch ins Schubfach "Plastik". Etwas anderes in
dieser Art hat hier ja auch kaum einer je anfassen können. Schon gar nicht
eine in so langwierigen Prozessen handgearbeitete Figur. So etwas gibt es in
den Industriestaaten nicht mehr. Kommt mit mir nach
Indien, und ich zeige Euch jede Menge Dinge, die es "eigentlich nicht
gibt"…
Ärgerliche NegativbewertungLeider gibt es ab und zu vorschnelle Käufer, die bestellen, ohne diese Seite gelesen zu haben. Das Material ist ja hier völlig unbekannt (außer bei meiner Sammlerkundschaft) und wirft bei Laien gelegentlich Fragen auf. Besonders dann, wenn sie die Artikel-Beschreibung nicht sorgfältig gelesen haben. Denn sollte man in der Beschreibung noch nicht ganz sicher sein, wird bei jeder Skulptur auf die ausführliche Webseite Mannu-Skulpturen aus Südindien verwiesen, die auch die letzten Zweifel bornierter Kulturbanausen beseitigt. Aber die eBay-Handelsplattform verführt anscheinend zur Oberflächlichkeit. Onlinekäufer mögen keine langatmigen Erklärungen. Schließlich sieht man doch anhand der vielen Fotos schon, was Sache ist. Guck, Klick & Kauf heißt es dann - fertig. Bloß sehen die Figuren auf den Bildern aus wie Steinskulpturen - da ist man dann beim Auspacken überrascht, wenn die Skulptur so leicht ist. Und wird misstrauisch. Da muss ich mich doch gleich beschweren, denkt man dann. Und ich bekomme die Gelegenheit, das Weltbild des Kunden wieder gerade zu rücken.
Nicht so der Herr, der sich unter dem Pseudonym "Nackenreiner" bei eBay tummelt. Er packt aus und deklariert meinen schönen Ganesha zur gemeinen "Plastik-Scheiße" - ja ich scheue mich nicht, das auszuschreiben. Denn "Plastik-Schönheit" hat er ja wohl kaum gemeint, wenn er negativ bewertet. Dabei wäre es nahe an der Wahrheit: Diese Plastik ist wirklich eine Schönheit. Nur eben nicht aus Kunststoff ! Warum gibt es immer wieder Käufer, die die eBay-Regel ignorieren und bewerten, ohne vorher den Verkäufer zu kontaktieren? Wenn der letzte Zweifel nicht ausräumen kann, nimmt er die Ware anstandslos zurück. Gerade diesen Ganesha (712) hätte ich sehr gern zurück genommen - den hat dieser Mensch einfach nicht verdient ! MissgunstDie vorstehenden Negative handelte ich mir im Mai 2010 ein – und mehr als anderthalb Jahre später ist da wieder jemand, der nach meiner freundlichen Belehrung unfair nach hinten auskeilt. Sonderbarerweise ist es unter über 50 verschiedenen Mannu-Modellen wieder der Vijaya Ganesh 712, der den blutigen eBay-Anfänger "Milosch2004" misstrauisch machte. Verweist die Zahl 2004 wie so oft auf das Geburtsjahr? Da bekam ich folgende Mail vom Käufer: Sehr geehrter Herr Symons, die Skulptur VIJAYA GANESH ist angekommen. Leider bin ich etwas enttäuscht. Kann mir nicht vorstellen, dass die Skulptur wirklich aus Teilen von eingeweichtem Papier und Blättern der Tulsapflanze besteht (so ihre Beschreibung). Beim ersten Anfassen der Skulptur hat man eher das Gefühl "Plastik" und das gibt einem weniger die Assoziation einer echten Skulptur - das war ein echt blödes Gefühl. Ich würde mich freuen, wenn Sie auf einen Preisnachlass eingehen und mir 25 EUR zurücküberweisen. Vielen Dank. Schöner Versuch, dachte ich – und klärte ihn auf: ....seit fast 25 Jahren verkaufe ich die
Mannu-Figuren. Du kannst Dir denken, dass so ein Argument nicht zum ersten
Mal vorkommt. Du schreibst ganz richtig "Kann mir nicht
vorstellen...", denn wer dieses Material nicht kennt, kann sich das tatsächlich
nicht vorstellen und sortiert es unwillkürlich dort ab, wo er sich auskennt:
Mannu hat er nie berührt - wohl aber Plastik, und das fühlt sich sehr ähnlich
an. Bitte lies auf meiner Seite "Mannu-Skulpturen
aus Südindien" den Artikel "Alles Plastikmüll?" und
"Meine Plastik ist kein Plastik". Auf dieser Seite befinden sich
auch Reparaturtipps mit Fotos von zerbrochenen Mannus. Dort siehst Du das
Innere und erkennst, dass es kein Kunststoff sein kann. Und nach dem Lesen
überlasse es den anderen Unwissenden, Deinen Ganesh anzufassen und ihn als
Plastik zu bezeichnen. Bedenke: Wäre es wirklich so, wie Du schreibst,
wäre ich in der langen Zeit des Mannu-Handels längst wegen Betrugs angezeigt
worden. Nett, dass Du mir geschrieben hast und den Ganesh
nicht einfach zurück geschickt hast. So habe ich Gelegenheit, Dich
aufzuklären. Dennoch kannst Du Ganesh zurückgeben. Im rahmen des
Widerrufsrechts geht das auch ohne Angabe von Gründen. Bitte aber unbedingt
so gut einpacken, wie er bei Dir ankam! Du bekommst dann den Rechnungsbetrag zurück. Ein
Nachlass ist natürlich nicht drin, denn Du hast die Skulptur bereits im
Sonderangebot gekauft. Das ist abgelaufen, und sie kostet nun wieder 79,00
Euro (Hier im Shop) Schöne Adventszeit & Gruß von Bernd Darauf kam keine Antwort – nur eine Woche später die
Negativbewertung. Von einem Mann, der weder Ironie, noch Kritik verträgt:
Natürlich habe ich zum Ausgleich die letzten Bewertungen für Figuren aus dem gleichen Material aus meiner Mannu-Sammlung dazu gekopiert. Dass es wiederum Modell 712 ist, das hier westlichem Unverständnis zum Opfer fällt, liegt vielleicht daran, dass die Nr. 712 meine meistverkaufte Mannu-Skulptur ist. Wirtschaftlicher Schaden trifft uns alleWas eBay-Neulinge mit weniger als 20 Punkten (zum Zeitpunkt der Bewertung) überhaupt nicht wissen: Solche Negativ-Feedbacks machen nur eBay reicher und schaden uns allen. Vielleicht verhindert eBay deshalb neuerdings, dass Verkäufer negativ bewerten können?
Denn in wenigen Tagen hätte ich meinen Status als "Verkäufer mit Top-Bewertung" wieder erlangt, 20% Rabatt auf die eBaygebühren bekommen und hätte günstiger verkaufen können. Denn alle Nebenkosten müssen beim Händler ja gedeckt sein, bevor er Profit macht. Aber einen solchen Weitblick kann man nicht bei einem Menschen erwarten, der meint, aufgrund eines bloßen Gefühls den Wert einer solchen Handarbeit um 50% senken zu können. Frage: Kann man Mannu-Skulpturen bemalen?Ein Indienfreund fragt über
eBay: "Ich
habe mich in ihre Mannu-Skulpturen verliebt. Da ich aber die farbenfrohen Statuen
bevorzuge, würde ich gerne wissen, ob man die Mannu-Skulpturen bemalen kann.
Und welche Farben soll man dafür benutzen? Ist eine Grundierung notwendig?
Ich bedanke mich im voraus!" Diese Frage kam in letzter Zeit öfter. Weil es ja einige Kenner gibt, die die Statuen so haben wollen, wie sie auch bei den meisten Indern auf dem Altar stehen: In leuchtend bunten Farben bemalt. Zeit, dafür eine entsprechende Ergänzung für diesen Mannu-Skulpturenbericht zu schreiben. Wenn Du ein entsprechendes Kunstwerk fertig hast, sende mir doch ein Digitalfoto! Mit wasserverdünnbaren Farben (Akryl, Plaka, Tempera) haben wir beim Bemalen gute Ergebnisse erzielt. Die Farben haften gut, der Untergrund wird nicht angelöst. Daher ist ein Grundieren in den meisten Fällen nicht notwendig, zumal auch der Farbton der Skulpturen ein sehr helles Grau ist. Den gleichen Farbton benutzt der Lackierer (Füller). Nach dem Bemalen haben einige ihr Werk noch mit Klarlack seidenmatt aus der Sprühdose versiegelt. Achte nur darauf, daß die Skulpturen die ikonografisch festgelegten Farben bekommen. Es soll ja authentisch sein, oder (Ganeshas Körper rosa, Krishnas wiederum blau etc.) Je nach Gottheit einfach die Google- oder Yahoo-Bildersuche- da findet man genügend Farbvorlagen. Ich habe einfach mal die Suche nach Ganesh verlinkt. Startseite | Online-Tour | Sanfter Tourismus
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