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(Letztes Update 20.12.11)

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Mannu-Skulpturen aus Südindien

Meine konkurrenzlose Sammlung

"Mannu" oder "Schlamm" ?

Die gibt's sonst nirgends

Der rituelle Hintergrund

Herstellung in mühevoller Handarbeit

Goldene Zeiten: Bronze Mannu-Skulpturen !

Das Sandmännchen kommt

Hohes Paketgewicht für sicheren Versand

Ein Armbruch ist kein Beinbruch

So ein "Schlammassel"

Vorsicht beim Putzen!

Abgekratzt?

Und ich versichere Dir …

Pflege: "Wie lange halten die denn? Sind die Skulpturen wasser- bzw. wetterfest?"

Alles Plastikmüll?

Meine Plastik ist kein Plastik

Ärgerliche Negativbewertung

Frage: Kann man  Mannu-Skulpturen bemalen?

 

Mannu-Skulpturen aus Südindien

 

Meine konkurrenzlose Sammlung

Bildergalerie: Alle meine Mannu-Skulpturen  

Durch die Ebay-Auktionen sind die KD-Mannu-Skulpturen sehr schnell kleine Berühmtheiten geworden. Zuerst als sog. "Schlammskulpturen" - und nun als "Mannu Sculptures". Inzwischen sind es ja auch schon fast 15 Jahre, seit ich mit dem Exklusivimport dieser filigranen Statuen begann.

Hier liest Du einige Hintergrundinfos, wie sie auch in den Artikelbeschreibungen stehen - aber auch gute Tipps für den Fall, daß den seltenen Stücke doch einmal was passiert. Damit Du nicht arm dran bist, wenn der Arm ab ist… Meine "Schlammis" sind ansonsten so stabil wie Statuen aus Holz.

"Mannu" oder "Schlamm" ?

Die Inder in Kerala bezeichnen diese Skulpturen als "Mannu Sculptures" - wie vieles dort unten ein "indglischer" Mischbegriff: "Mannu" ist Malayalam, die Landessprache Keralas, und bedeutet soviel wie "irden" wie "irdene Töpfe", wie wir Tonkrüge nennen.

Irdene Skulpturen sind es also, und der Hauptbestandteil sieht ja auch genau so aus wie der dunkelgraue Matsch, aus dem die Töpfer ihre Krüge formen. Nur wird die Mannuskulptur nicht gebrannt, sondern nur getrocknet. Das bedingt die vielen anderen Bestandteile der rituellen Mischung, aus der die Figuren geformt sind.

Da ich auch nach fast 2 Jahrzehnten immer noch der einzige Importeur dieser Skulpturen bin, nehme ich auch die "Namenshoheit" für den deutschen Sprachraum für mich in Anspruch.

Viele Jahre lang waren es daher Schlammskulpturen. Weil ich "Tonfigur" nicht sagen konnte und "Erdskulptur" auch nicht so präzise war. Warum also nicht der Originalname? Dann erkennen wenigstens auch die hier lebenden Inder, was gemeint ist.

Vor allem aber wäre ich nach Jahren den Namen "Schlammskulptur" los. Weil der auch irreführend ist, für viele zerbrechlich und insgesamt negativ klingt.

Doch an vielen Stellen meiner Webseite wird sicher noch einige Zeit "Schlamm" statt "Mannu" stehen.

Die gibt's sonst nirgends

Bunte Figuren aus Pappmaché aus dem Asienladen haben wenig mit ihnen zu tun: Original südindische Mannufiguren sind in Deutschland kaum zu bekommen, denn die Figuren sind für raue Containerfracht schlecht geeignet. Sie kommen in der hohen tropischen Luftfeuchtigkeit in den Versand und sind eher bruchgefährdet. Aber meine Freunde in Indien behandeln die kleinen Kunstwerke wie rohe Eier, betten sie in Papierwolle, packen sie sorgfältig in Packpapier und danach - wiederum umgeben von reichlich Papierwolle - in stabile Holzkisten.

 


Die Neuen sind da!
Schöner als je zuvor -
lies hier...

Das kostet zwar extra - aber die Figuren bleiben zu 99% unversehrt und dennoch konkurrenzlos preiswert. Wenn sie erst mal bei uns in Europas trockener Luft sind, sind sie so stabil wie Holzskulpturen.

Der rituelle Hintergrund

Das Göttliche wohnt im kleinsten Staubkorn, und sicherheitshalber fegt man den Staub an heiligen Orten zusammen oder nimmt den Schlamm aus heiligen Gewässern. Das rührt man zusammen mit eingeweichtem Papier, Blättern der heiligen Tulsapflanze und erhält eine formbare Masse. Die meisten Götterfiguren - oft auch riesengroß zu den heiligen Festen - werden nach dem Trocknen in grellen Farben bemalt. Ich freue mich immer, wenn ich sie einfarbig im Specksteinlook finde. So gefallen mir die Hindugottheiten besser als leuchtend bunt.

Oft werden sie nach den heiligen Festen im geweihten Fluss oder Ozean versenkt. Dort lösen sie sich auf und symbolisieren so den ewigen Kreislauf des Lebens.

 

Herstellung in mühevoller Handarbeit

Handgeformt aus einer rituell vorgegebenen Mischung aus Tempelstaub, Staub aus den Häusern der "Töchter Yellama's", Cauveryschlamm (Die Cauvery ist der heilige Fluss des indischen Südens) und zerkochtem Reis als Bindemittel - so will es der Brauch. Hier und da kommen draht- oder holzbewehrte Gipsapplikationen und Ornamente hinzu; anschließend durch die Tropensonne gehärtet.


Ein Riese seiner Gattung: beim großen Ganesh Chaturthi 2003 wurde diese grellbunte Mannuskulptur am 9. Tag des Festivals in Mumbai im Meer versenkt. Und nicht nur diese - wie im Hintergrund erkennbar werden noch unzählige weitere Standbilder versenkt. Es sind jedes Jahr Hunderte von großen Skulpturen, die tagelang auf den Prozessionen durch die Straßen gefahren wurden und heute nun den Weg der Vergänglichkeit antreten. Und 10.000e gläubige Hindus sind Zeuge und beten, wenn Ganesha sinkt.

Doch keine Angst: So lange Du Deine eigene Mannuskulptur nicht versenkst, werden noch Deine Enkel daran Freude haben. Doch vielleicht willst auch Du Dir den Segen Ganeshas sichern, indem Du etwas so Schönes aus Deinem Besitz opferst? - Dann entzünde am Ufer des Gewässers ein Bündel Räucherstäbchen und übergib Deine Statuette den Fluten - fürs nächste Jahr bestellst Du eine neue Statue bei KD...

Beim anschließenden Grundieren der Skulptur mit Leimfarben schließt sich die Oberfläche, soweit sie porös ist. Die Farben werden in mehreren Schichten aufgetragen. Im Falle des bevorzugten Specksteinlooks ist der Grundanstrich anthrazitgrau. Die hellgrauen Schattierungen werden zum Schluss mit einem halbtrockenen Pinsel getupft und gewischt. Das bringt die filigranen Strukturen durch Hell-Dunkel-Effekte sehr schön zur Geltung. Hier verwendet der Künstler einen weichen Haarpinsel, dessen Borsten um die Hälfte gekürzt wurden. Dadurch hat er beim Tupfen die notwendige Steifheit. Unverdünnter Binder macht abschließend die Statue wischfest und gibt ihr einen seidigen Glanz.

Das Ergebnis sind hochwertige Handarbeiten aus Indien aus preiswertem Material, die sich auch weniger betuchte Hindus für ihren Hausaltar leisten können. Und glaube ja nicht, dass sie alle Statuetten jährlich versenken. Ich habe in Indien schon solche Figuren gesehen, die erkennbar Jahrzehnte alt waren.

 

Dennoch ist die Handarbeit aufwendig und zeitraubend. Die Figur wird in vielen Einzelteilen modelliert - einzelne Elemente in Form gegossen, und nach dem Härten werden die Skulpturen zusammengesetzt. Nach der Dekoration mit Gipsapplikationen werden die Figuren so bemalt, daß sie wie aus Metall oder Speckstein wirken.

Goldene Zeiten: Bronze Mannu-Skulpturen !

Bisher gibt es die Mannu-Skulpturen aus heiligem Schlamm traditionell nur bunt bemalt oder mit der grauen Specksteinpatina, die ich persönlich immer vorgezogen habe. Im Juni 2011 aber habe ich jemanden gefunden, der die Technik der Mehrschichtpatina beherrscht und meine Mannu-Skulpturen innerhalb von 2-3 Tagen in 100-jährige Bronzen verwandelt. Zumindest sehen sie so aus...

Bisher sind alle Versuche mehr oder weniger gescheitert, wenn wir mal eine dieser Figuren messing- oder bronzefarben spritzen wollten. Das Problem ist jeweils die Alterspatina. Das sind die dunklen Schattierungen der Korrosion, die bei echten alten Bronzen an den tiefer liegenden Partien auftreten und im Kontrast zu den goldglänzenden höher liegenden Partien die filigranen Strukturen des Kunstwerks betonen.

Diese Patina gilt es möglichst naturgetreu nachzuahmen. Denn eine Mannufigur nur mit Goldspray aus dem Baumarkt anzusprühen, wirkt unecht und billig.

Die Bronzepatina muss in mehreren Arbeitsgängen und Schichten aufgelegt werden. Dabei müssen  Farben verwendet werden, die sich nicht gegenseitig auflösen.

Damit der zweite Arbeitsgang nicht den ersten wieder zunichte macht. Alles schon erlebt. Doch nun habe ich jemanden, der die Technik beherrscht. Er hat sie - wo sonst - in Indien gelernt.

Alle Mannu-Skulpturen auf dem Bild links waren ursprünglich specksteinfarben. Die Bronzepatina erfolgt in Handarbeit und fällt bei jeder Statue etwas anders aus. Trotz der aufwändigen Arbeit hält sich aber der Aufpreis im Rahmen: 12,00 bis 15,00 Euro je nach Größe  der Mannuskulptur sind nicht zu viel.

Stellt sich die Frage, ob es ikonographisch legitim ist, Götterstatuen aus dieser heiligen Schlammmischung mit einer Oberfläche zu versehen, die so traditionell nicht üblich ist und etwas anderes vortäuscht? Im Hinduismus habe ich da keine Bedenken. In keiner anderen Weltanschauung sind die Wege zu Gott so vielfältig, und jeder Gegenstand, jedes Material kann mit dem Göttlichen beseelt werden (Abisheka).

So stehen auf indischen Altären bereits seit langer Zeit Bronze-Idole, die gar nicht aus Bronze sind. Beliebt ist hier das CC-Gussverfahren, bei dem harzgebundenes, gemahlenes Metall, Knochen oder Stein kalt gegossen werden. In dieser Technik sind noch viel feinere Strukturen möglich als beim Bronzeguss aus verlorener Wachsform. All diese Statuen werden zum Schluss mehrschichtig patiniert und gliedern sich auf diese Weise in eine Jahrhunderte alte Tradition ein.

Schaue also in den KD-Shop und suche Dir eine Mannuskulptur aus. Ich nenne Dir gern die Lieferzeit und den Aufpreis für Bronzepatina, falls Dir der blaugraue Specksteinlook nicht zusagt. Einige der beliebtesten Skulpturen sind bereits mit Bronzepatina im Angebot. Anhand der Detailfotos kannst Du dort die Qualität der Patina genau sehen.

Zur Liste meiner Mannu-Skulpturen                                 Mannu-Skulpturen im eBay-Sonderangebot ?

Das Sandmännchen kommt

Rumpf und Sockel der Skulpturen sind meist hohl, so daß sie sehr leicht sind. Manch einen hat das schon gestört. Was so aussieht wie Stein, soll auch so schwer sein wie Stein, sagen sie sich. Damit sie nicht bei Durchzug vom Podest fällt, zum Beispiel. Da die Bodenplatte meistens aus einer Art Karton besteht, war ein Loch schnell gebohrt und der Body mit feinem, trockenen Quarzsand gefüllt. Dann ist eine Mannuskulptur auch von echtem Speckstein nicht mehr zu unterscheiden. Der Boden der Figur wird mit passend zugeschnittenem Selbstklebefilz bezogen. Das Loch ist dann zu, und die schwere Statue zerkratzt Dir dennoch nicht das Sideboard.

Hohes Paketgewicht für sicheren Versand

Natürlich müssen die Statuen, die Du bei mir kaufst, für den Versand besonders gut verpackt werden. Selbstverständlich versende ich ausschließlich versichert - aber ein Transportschaden macht Dir und mir nur unnötige Arbeit und Lauferei - also besser gleich etwas besser auspolstern. Die Rowdies der Paketzustellung gehen bekanntlich nicht besonders sanft mit den Sendungen um - mein grellroter Aufkleber "Vorsicht Glas !" hilft da nicht besonders.


Vier Arme hat der Shoba Ganesh, und der rechte hintere war zweimal gebrochen. Da liegt er nun auf der Arbeitsplatte - aber die Rettung in Gestalt einer Flasche Ponal-Express steht schon bereit.


Hier fehlt der Arm. Man sieht an der Bruchstelle das Rohmaterial: Weißlich bis bräunlich ist die Mischung

Falls Du gleichzeitig mehrere Statuen und andere Artikel ersteigerst, ist die Möglichkeit, Versandkosten einzusparen, geringer. Je nach Größe der Figuren können nur maximal 2-3 in ein Paket. Die größeren Mannu-Skulpturen müssen einzeln versendet werden, und schwere Gegenstände können erst recht nicht mit ins Paket. Im Zweifelsfalle frage vorher nach den voraussichtlichen Versandkosten für Deine geplante Sendung!

Beim Auspacken musst Du ebenfalls sehr sorgfältig sein. Prüfe im Beisein des Paketboten die äußerliche Unversehrtheit der Verpackung! Meine Skulpturen sind auf dem Weg zu Dir in Papierwolle gebettet (ähnlich wie Du es aus den Aktenvernichtern kennst). Dies führt zu einem relativ hohen Versandgewicht, bei dem sich das Gewicht der Statue je nach Größe und Form verdreifacht oder gar vervierfacht.

Die Ware also immer sehr vorsichtig freilegen. Sollte trotz aller Vorsicht etwas abgebrochen sein, findet sich das Bruchstück auf diese Weise schneller in der Papierwolle. Das Ankleben kann in 99% aller Fälle in einer Minute erledigt sein und spart den Ärger mit der Versicherung.

Bisher sind nur wenige Fälle unter unzähligen unfallfrei verschickten "Schlammis" bekannt, bei denen etwas abgebrochen war. Wie man damit umgeht, zeige ich Dir im nächsten Abschnitt.

Ein Armbruch ist kein Beinbruch

….habe ich mir gesagt. Immerhin weiß ich, wie man den gebrochenen Arm so repariert, daß in 95% aller Fälle hinterher nichts mehr von diesem Malheur zu sehen ist. Und als ich heute einen "Shoba Ganapathi" auspackte, dem auf der langen Reise über das Arabische Meer ein Arm abgebrochen war, habe ich bei der Restaurierung Fotos gemacht.


"Sollbruchstellen" - Was auch immer er in dieser Hand hielt - es ist auch abgebrochen (3), und man erkennt das Holzstückchen, mit dem die beiden Teile verstärkt sind. Umgedreht zeigt der Arm an der Bruchstelle, daß es sich tatsächlich um eine Klebefuge handelt (4).

So kann ich Euch den Schrecken des Totalschadens nehmen und einmal detailliert aufzeigen, wie's gemacht wird.

So ein "Schlammassel"

Man muss es wissen: Die oben beschriebene Mischung folgt eher den rituellen Gesetzen des Hinduismus als der Statik. Aus reinem Stuckgips wären die Statuen sehr viel stabiler. Die Mannu-Mischung jedoch ist porös und spröde, und schon ein Sturz aus 20 cm Höhe auf einen harten Boden lässt die dünneren Teile brechen. Bei Teppichboden ist es nicht ganz so tragisch.

Die Skulpturen werden ebenso gut verpackt wie sie aus Indien kommen per Post an Dich weitergeleitet. Auf dem Transport geht also selten etwas kaputt - und wenn doch einmal ein Grobmotoriker unter den Paketboten ist, dann sorgt die Innenverpackung dafür, daß eventuell abgebrochen Teile nicht unauffindbar in der Papierwolle versinken. Denn nur wenn alle Teile vorhanden sind, kann man restaurieren.

Vorsicht beim Putzen!

Die meisten Schäden entstanden bisher aber durch Unachtsamkeit bei den Käufern zu Hause. Ob beim Staubwischen oder Umräumen - die Figur fällt, und der Arm ist ab. Hier erweisen sich meist die Stellen als regelrechte "Sollbruchstellen", an denen die einzelnen Teile der Skulptur zusammengeklebt worden waren. Dazu nimmt der indische Künstler manchmal Gips - meistens aber die gleiche Mannumischung wie bei der Figur selbst.


Nur ein kleiner Tropfen Ponal auf die Bruchstelle, und was auf Bild 3 noch auseinander klafft, wird hier mit Daumen und Zeigefinger kurz zusammengepreßt und der herausquellende Weißleim abgewischt.

Das ist in fast allen Fällen ein Glück im Unglück, denn solche Bruchstellen können besonders unauffällig geklebt werden.

Hierzu hat sich in den letzten Jahren normaler Weißleim bewährt. Der bekannteste kommt von Henkel und heißt Ponal. Es ist natürlich in Holzleim - aber bestens für dieses Material geeignet. Er ist auf Wasserbasis und wird von der Bruchstelle gut aufgesaugt. Ein spezieller "Mannuleim" müsste wohl erst erfunden werden.

Professionell verarbeitet, muss die Ponal-Klebestelle bei der Holzverleimung eigentlich für die Zeit des Aushärtens gepresst werden. Das ist bei unserem Material aber nur kurz notwendig, damit das hervorquellende Ponal-Express abgewischt werden kann.

Anschließend bette ich die Figur zum Trocknen in Kissen. Mit Kissen kann ich sie nämlich in jedem beliebigen Winkel ausrichten. So sorge ich dafür, daß die Klebestelle waagerecht bzw. das angeklebte Teil senkrecht steht. Das Eigengewicht des Teils - hier der Arm - reicht dann aus, um das Teil bis zum Aushärten in Position zu halten. Eigentlich ist es damit in den meisten Fällen schon getan.


Abgekratzt: manchmal bleiben Teile der sauber gefügten Klebefuge auch anschließend sichtbar (Pfeil) - aber mit dem Aquarellkasten verschwindet der Haarriß im Nu (7).

 

 

 

 

 

 

Manchmal ist es aber doch geraten, die geklebten Teile zum Trocknen mit leichtem Druck zu fixieren. Dazu eignen sich ein paar Paketgummis hervorragend. Finde aber die Idealposition der Gummis besser vor dem Auftragen des Leims heraus. Dazu muss man etwas experimentieren, bis bei den vielfältigen Formen der Skulpturen der Gummizug in die richtige Richtung geht. Der Schreiner benutzt bei der Holzverleimung Schraubzwingen - die sind aber hier in den seltensten Fällen geeignet.

 


Fertig ! Kannst Du bei der Hand ganz links noch irgend etwas sehen? Sieh'ste - Armbruch ist kein Beinbruch: Das ganze hat abzüglich Trocknung keine 5 Minuten gedauert…

Abgekratzt?

Wenn an der Bruchstelle doch einmal etwas Material abgekratzt oder abgeplatzt ist, muss retuschiert werden. Wenn Deine Kinder im Malkasten für den Kunstunterricht Deckweiß haben, bist Du aus dem Schneider. Der richtige Grauton ist mit den Aquarellfarben schnell gemischt und die hässlichen weißen Stellen an der Klebefuge verschwinden mit wenigen Pinselstrichen.


Sicher verpackt:
Zwischen Arme und Beine und in alle Lücken der Statue kommt Papierwolle. Dann wird die gepolsterte Skulptur in rostbraunes Packpapier eingewickelt. Dieses Paket wiederum kommt in einen stabilen, übergroßen Karton - noch einmal sanft gebettet in reichlich Papierwolle. Eine solche Verpackung macht es ihrem natürlichen Feind echt schwer, dem Paketboten ;-)

Größere Fehlerstellen müssen allerdings erst mit einem dunklen Anthrazit grundiert und nach dem Trocknen mit dem helleren Grauton nachgetupft werden. Diese Reparaturstelle ist anschließend weder wasserfest, noch glänzend. Damit das nicht auffällt, verdünne ich einen Tropfen Ponal mit ganz wenig Wasser und streiche die Stelle über. Der Weißleim trocknet transparent und wasserfest auf und hat auch den notwendigen Seidenglanz.

Und ich versichere Dir …

… das Paket natürlich gern. Bei den meisten Mannu-Skulpturen ist eine unversicherte Versendung wegen Größe & Gewicht auch gar nicht möglich. Einen Transportschaden kannst Du also jederzeit geltend machen.

Ich versichere Dir aber auch, daß der hier beschriebene Weg der einfachere ist. Die Transportversicherung und ihre notwendige (?) Bürokratie kosten Nerven und Zeit. Und die hier gezeigte Reparatur kostet mich 5 Minuten - und wenn auch der Pinsel noch zum Einsatz kommt, vielleicht 15 Minuten. Das ist eine Viertelstunde in liebevoller Zuwendung für den Gott des Glücks - das zahlt sich bestimmt aus!

Noch Fragen? Email genügt!

Pflege: "Wie lange halten die denn? Sind die Skulpturen wasser- bzw. wetterfest?"

Wasserfest sind diese Skulpturen nur bedingt - ich würde sie als "alternative Gartenzwerge" nicht ohne zusätzlichen Schutz nach draußen stellen. Ein Freund von mir hat seine Mannu-Lakshmi mit Seidenmattlack aus der Sprühdose in 3 Schichten gegen Wind & Wetter abgehärtet, und heute nach 2 Jahren sieht sie immer noch gut aus. (Hoffentlich fragt mich jetzt keiner, ob ich den Ganesha auch mit Schubkarre besorgen kann …)

Im Originalzustand gegen Feuchtigkeit unempfindlich - sogar eine kurze Dusche zur Reinigung verträgt die Mannuskulptur.

Sie ist aber ohne entsprechende Versiegelung nicht dauerhaft wetterfest.

Eigentlich ergibt sich aus der Hintergrundbeschreibung am Anfang des Artikels schon die Antwort: Nein, nicht 100%ig wasserfest, denn sie sind ja dazu geschaffen, irgendwann einmal in den ewigen Kreislauf des Seins einzutreten - sprich: während eines Rituals den heiligen Wassern übergeben zu werden und sich auflösen zu lassen.

Wenn nicht im Wasser eingeweicht, halten die Skulpturen ewig. Sie sind also nicht vom Material her vergänglich, sondern symbolisieren die Vergänglichkeit nur im Zuge des hinduistischen Rituals, der Versenkung in heiligen Wassern.

Bei uns gibt es wie gesagt immer wieder jemanden, der eine solche Mannuskulptur als kultivierte Gartenzwergalternative in den Garten stellen will. Für diesen Fall rate ich, die Figur mit 2-Komponenten-Klarlack wetterfest zu machen.

Luftfeuchtigkeit und feuchtes Abwischen bei der heimischen Putzorgie vertragen meine "Muddies" ("Schlammis") jedoch problemlos - sogar anschließendes Abduschen (die poröse Bodenplatte aber sogleich trocken wischen).

Alles Plastikmüll?

17.6.04   Hunderte zufriedene Kunden haben sich bereits eine schöne Mannuskulptur sichergestellt. Da kommen aber auch einige wenige Auktionsgewinner mit einem ganz fiesen Verdacht. Stellvertretend die Email eines Ebayers aus Berlin.

Er bezeichnet sich als Kenner und gibt seiner Enttäuschung Ausdruck, weil die gelieferte Figur vollständig aus Plastik hergestellt sei. Seiner Bitte um Stellungnahme entspreche ich natürlich sofort:

Lieber Ronald,

Zweifel sind legitim - in solchen Fällen aber gleich eine solche Behauptung in den Raum zu stellen, ist im höchsten Maße unklug: "Der Ganesh ist vollständig aus Plastik hergestellt..." Dies unterstellt mir und meiner Artikelbeschreibung eindeutige Betrugsabsicht. Wenn Sie nicht wissen, worum es sich handelt, ist eine derartige Feststellung schlichtweg dumm. Wenn der indische Gott der Weisheit und des Glücks Sie schon in der einen Sache nicht erhört hat, so doch wenigstens in der anderen: Sie haben Glück: Ich nehme diesen groben Anwurf mit Humor.

Schließlich hat meine intensive Beziehung zu Ganesh vor mehr als 20 Jahren ebenfalls mit einem blamablen Irrtum ihren Anfang genommen. Ich habe allerdings daraus gelernt - ein Lernprozess, der Ihnen scheinbar noch bevorsteht. Ich würde ihn beschleunigen, denn Menschen mit niedriger Frustrationstoleranzgrenze könnten sehr schnell einen anderen Prozess forcieren: wegen Verleumdung.

Doch genug der bissigen Ironie. Ich will Sie nicht darunter leiden lassen, daß Sie schon der zweite in diesem Monat sind, der sich nach Hunderten von verkauften Mannu-Skulpturen an zufriedene Sammler plötzlich auf dieses schmale Brett wagt und behauptet, das sei Plastik.


Saraswathi

Die indischen Kunsthandwerker, die Ihren Ganesh geschaffen haben, wären möglicherweise stolz, wenn Sie das Werk als Kunststoff bezeichnen. Für sie ist Plastik noch das modernste und beste Material, das es gibt. So war es ja früher bei uns auch. Kunststoff ist bei uns noch gar nicht so lange ein minderwertiges Symbol der Wegwerfgesellschaft.

In Indien ist die Handarbeit mit natürlichen Materialien noch billiger als die Kunststoffproduktion. Allein die Kosten für das Granulat wären höher - von den Investitionen für die Spritzgussfertigung ganz zu schweigen.

Da ich weiß, daß Sie mit "Plastik" ein Synonym für "Minderwertigkeit" ausdrücken wollen. lade ich Sie zu einer Reise nach Südindien ein. Ich verschaffe Ihnen die Möglichkeit, bei der Anfertigung einer solchen Statuette dabei zu sein. Und Sie werden später zu Hause mit andächtigem Respekt ihre Figur betrachten! Und wenn dann ein Banause unter Ihren Freunden noch einmal "Plastik?" fragt, dann wird dies ein Synonym für "handwerkliche Perfektion" sein.

Haben Sie übrigens den Artikel "Mannu-Skulpturen aus Südindien" auf meiner Ebayseite gelesen? Allein die Bilder meiner Reparaturanleitung helfen Ihnen schon, das Material besser zu beurteilen, ohne gleich Ihre eigene Skulptur für einen Beweis zerstören zu müssen. Ich werde diesen Schriftwechsel dort ebenfalls veröffentlichen, um anderen Ebayern ein objektives Urteil zu erleichtern.

Mir hat Ganpathi übrigens geholfen: Ich bin nicht so dumm, mein lupenreines Bewertungskonto mit betrügerischen Falschaussagen zu gefährden. Das können Sie auch erreichen.

Gruß von Bernd

Meine Plastik ist kein Plastik

Die Antwort des Berliners kam postwendend. Er bedauerte, sich falsch ausgedrückt zu haben. Natürlich habe er gemeint, daß die Statue wie Plastik wirke. Diesen Bericht auf meiner Webseite hatte er noch nicht gelesen und dies sofort nachgeholt. Und nun war er neugierig geworden. Er wollte es nun doch genauer wissen: Warum fühlt sich eine solche Figur denn an wie Kunststoff?

Deshalb habe ich sofort den obigen Abschnitt "Herstellung in mühevoller Handarbeit" entsprechend ergänzt. Ich kann hier nur noch darauf hinweisen, daß uns beim Befühlen und Beklopfen einer solchen Mannuskulptur unser typisch westliches Sortierwesen einen Streich spielt. Alles muss in eine der Schubladen unseres Weltbildes hineinpassen. Ein Gegenstand, der wie Stein oder Metall aussieht - sich aber weder kalt noch schwer anfühlt, ist selbstverständlich künstlich und gehört nach unserem Erfahrungsbild automatisch ins Schubfach "Plastik".

Etwas anderes in dieser Art hat hier ja auch kaum einer je anfassen können. Schon gar nicht eine in so langwierigen Prozessen handgearbeitete Figur. So etwas gibt es in den Industriestaaten nicht mehr.

Kommt mit mir nach Indien, und ich zeige Euch jede Menge Dinge, die es "eigentlich nicht gibt"…

 

Ärgerliche Negativbewertung

Leider gibt es ab und zu vorschnelle Käufer, die bestellen, ohne diese Seite gelesen zu haben. Das Material ist ja hier völlig unbekannt (außer bei meiner Sammlerkundschaft) und wirft bei Laien gelegentlich Fragen auf. Besonders dann, wenn sie die Artikel-Beschreibung nicht sorgfältig gelesen haben.

Denn sollte man in der Beschreibung noch nicht ganz sicher sein, wird bei jeder Skulptur auf die ausführliche Webseite Mannu-Skulpturen aus Südindien verwiesen, die auch die letzten Zweifel bornierter Kulturbanausen beseitigt.

Aber die eBay-Handelsplattform verführt anscheinend zur Oberflächlichkeit. Onlinekäufer mögen keine langatmigen Erklärungen. Schließlich sieht man doch anhand der vielen Fotos schon, was Sache ist. Guck, Klick & Kauf heißt es dann - fertig.

Bloß sehen die Figuren auf den Bildern aus wie Steinskulpturen - da ist man dann beim Auspacken überrascht, wenn die Skulptur so leicht ist. Und wird misstrauisch. Da muss ich mich doch gleich beschweren, denkt man dann. Und ich bekomme die Gelegenheit, das Weltbild des Kunden wieder gerade zu rücken.

Nicht so der Herr, der sich unter dem Pseudonym "Nackenreiner" bei eBay tummelt. Er packt aus und deklariert meinen schönen Ganesha zur gemeinen "Plastik-Scheiße" - ja ich scheue mich nicht, das auszuschreiben. Denn "Plastik-Schönheit" hat er ja wohl kaum gemeint, wenn er negativ bewertet. Dabei wäre es nahe an der Wahrheit: Diese Plastik ist wirklich eine Schönheit. Nur eben nicht aus Kunststoff !

Warum gibt es immer wieder Käufer, die die eBay-Regel ignorieren und bewerten, ohne vorher den Verkäufer zu kontaktieren? Wenn der letzte Zweifel nicht ausräumen kann, nimmt er die Ware anstandslos zurück.

Gerade diesen Ganesha (712) hätte ich sehr gern zurück genommen - den hat dieser Mensch einfach nicht verdient !

Missgunst

Die vorstehenden Negative handelte ich mir im Mai 2010 ein – und mehr als anderthalb Jahre später ist da wieder jemand, der nach meiner freundlichen Belehrung unfair nach hinten auskeilt.

Sonderbarerweise ist es unter über 50 verschiedenen Mannu-Modellen wieder der Vijaya Ganesh 712, der den blutigen eBay-Anfänger "Milosch2004" misstrauisch machte. Verweist die Zahl 2004 wie so oft auf das Geburtsjahr?

Da bekam ich folgende Mail vom Käufer:

Sehr geehrter Herr Symons, die Skulptur VIJAYA GANESH ist angekommen. Leider bin ich etwas enttäuscht. Kann mir nicht vorstellen, dass die Skulptur wirklich aus Teilen von eingeweichtem Papier und Blättern der Tulsapflanze besteht (so ihre Beschreibung). Beim ersten Anfassen der Skulptur hat man eher das Gefühl "Plastik" und das gibt einem weniger die Assoziation einer echten Skulptur - das war ein echt blödes Gefühl. Ich würde mich freuen, wenn Sie auf einen Preisnachlass eingehen und mir 25 EUR zurücküberweisen. Vielen Dank.

Schöner Versuch, dachte ich – und klärte ihn auf:

 ....seit fast 25 Jahren verkaufe ich die Mannu-Figuren. Du kannst Dir denken, dass so ein Argument nicht zum ersten Mal vorkommt. Du schreibst ganz richtig "Kann mir nicht vorstellen...", denn wer dieses Material nicht kennt, kann sich das tatsächlich nicht vorstellen und sortiert es unwillkürlich dort ab, wo er sich auskennt: Mannu hat er nie berührt - wohl aber Plastik, und das fühlt sich sehr ähnlich an.

Bitte lies auf meiner Seite "Mannu-Skulpturen aus Südindien" den Artikel "Alles Plastikmüll?" und "Meine Plastik ist kein Plastik". Auf dieser Seite befinden sich auch Reparaturtipps mit Fotos von zerbrochenen Mannus. Dort siehst Du das Innere und erkennst, dass es kein Kunststoff sein kann. Und nach dem Lesen überlasse es den anderen Unwissenden, Deinen Ganesh anzufassen und ihn als Plastik zu bezeichnen.

Bedenke: Wäre es wirklich so, wie Du schreibst, wäre ich in der langen Zeit des Mannu-Handels längst wegen Betrugs angezeigt worden.

Nett, dass Du mir geschrieben hast und den Ganesh nicht einfach zurück geschickt hast. So habe ich Gelegenheit, Dich aufzuklären. Dennoch kannst Du Ganesh zurückgeben. Im rahmen des Widerrufsrechts geht das auch ohne Angabe von Gründen. Bitte aber unbedingt so gut einpacken, wie er bei Dir ankam!

Du bekommst dann den Rechnungsbetrag zurück. Ein Nachlass ist natürlich nicht drin, denn Du hast die Skulptur bereits im Sonderangebot gekauft. Das ist abgelaufen, und sie kostet nun wieder 79,00 Euro (Hier im Shop)

Schöne Adventszeit & Gruß von Bernd

Darauf kam keine Antwort – nur eine Woche später die Negativbewertung. Von einem Mann, der weder Ironie, noch Kritik verträgt:

 

Bewertungen

Von/Preis

Datum/Uhrzeit

Negative Bewertung

Mit der Produktbeschreibung wird etwas anderes suggeriert.

Käufer: Mitgliedsname milosch2004 ( Bewertungspunktestand von 19Gelber Stern für 10 bis 49 Bewertungspunkte)

20.12.11 16:18

 

Antwort von bernd-symons (20.12.11 17:19):

Missgunst: Bei über 1000 Mannu-Kunden 1 Unbelehrbarer, und gibt Ware nicht zurück

 

VIJAYA GANESH - Mannu-Skulptur 45cm (712) statt 85,- (Nr.150712306656)

EUR 54,50

Artikel aufrufen VIJAYA GANESH - Mannu-Skulptur 45cm (712) statt 85,-

 

Positive Bewertung

super schön- werde 100%ig wieder bestellen...

Käufer: Mitgliedsname *maren*g ( Bewertungspunktestand von 140Türkisfarbener Stern für 100 bis 499 Bewertungspunkte)

19.12.11 16:33

 

 

PRABHA GANESH - Mannu-Skulptur 83cm(705)statt 175,- (Nr.150712305583)

EUR 85,00

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Positive Bewertung

super schön!!! auf jedenfall wieder :-) lg

Käufer: Mitgliedsname *maren*g ( Bewertungspunktestand von 140Türkisfarbener Stern für 100 bis 499 Bewertungspunkte)

18.12.11 15:30

 

 

Shiva Natraj 47cm Mannu-Skulptur Bronze- oder Steinpatina (620+) (Nr.150710518399)

EUR 59,50

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Positive Bewertung

top ebayer !! jeder zeit wieder......

Käufer: Mitgliedsname rodisso ( Bewertungspunktestand von 77Blauer Stern für 50 bis 99 Bewertungspunkte)

12.12.11 21:12

 

 

Mannu-Skulptur ´Nritya Ganesh´ - 60cm (614) statt 89,- (Nr.200682964922)

EUR 49,00

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Natürlich habe ich zum Ausgleich die letzten Bewertungen für Figuren aus dem gleichen Material aus meiner Mannu-Sammlung dazu gekopiert.

Dass es wiederum Modell 712 ist, das hier westlichem Unverständnis zum Opfer fällt, liegt vielleicht daran, dass die Nr. 712 meine meistverkaufte Mannu-Skulptur ist.

Wirtschaftlicher Schaden trifft uns alle

Was eBay-Neulinge mit weniger als 20 Punkten (zum Zeitpunkt der Bewertung) überhaupt nicht wissen: Solche Negativ-Feedbacks machen nur eBay reicher und schaden uns allen. Vielleicht verhindert eBay deshalb neuerdings, dass Verkäufer negativ bewerten können?


Wem's nicht zu bunt wird …der Vijaya Ganesh in Technicolor!

Denn in wenigen Tagen hätte ich meinen Status als "Verkäufer mit Top-Bewertung" wieder erlangt, 20% Rabatt auf die eBaygebühren bekommen und hätte günstiger verkaufen können.

Denn alle Nebenkosten müssen beim Händler ja gedeckt sein, bevor er Profit macht. Aber einen solchen Weitblick kann man nicht bei einem Menschen erwarten, der meint, aufgrund eines bloßen Gefühls den Wert einer solchen Handarbeit um 50% senken zu können.

Frage: Kann man Mannu-Skulpturen bemalen?

Ein Indienfreund fragt über eBay: "Ich habe mich in ihre Mannu-Skulpturen verliebt. Da ich aber die farbenfrohen Statuen bevorzuge, würde ich gerne wissen, ob man die Mannu-Skulpturen bemalen kann. Und welche Farben soll man dafür benutzen? Ist eine Grundierung notwendig? Ich bedanke mich im voraus!"

Diese Frage kam in letzter Zeit öfter. Weil es ja einige Kenner gibt, die die Statuen so haben wollen, wie sie auch bei den meisten Indern auf dem Altar stehen: In leuchtend bunten Farben bemalt. 

Zeit, dafür eine entsprechende Ergänzung für diesen Mannu-Skulpturenbericht zu schreiben. Wenn Du ein entsprechendes Kunstwerk fertig hast, sende mir doch ein Digitalfoto!

Mit wasserverdünnbaren Farben (Akryl, Plaka, Tempera) haben wir beim Bemalen gute Ergebnisse erzielt. Die Farben haften gut, der Untergrund wird nicht angelöst. Daher ist ein Grundieren in den meisten Fällen nicht notwendig, zumal auch der Farbton der Skulpturen ein sehr helles Grau ist. Den gleichen Farbton benutzt der Lackierer (Füller). Nach dem Bemalen haben einige ihr Werk noch mit Klarlack seidenmatt aus der Sprühdose versiegelt.

Achte nur darauf, daß die Skulpturen die ikonografisch festgelegten Farben bekommen. Es soll ja authentisch sein, oder (Ganeshas Körper rosa, Krishnas wiederum blau etc.) Je nach Gottheit einfach die Google- oder Yahoo-Bildersuche- da findet man genügend Farbvorlagen. Ich habe einfach mal die Suche nach Ganesh verlinkt.

 

 

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