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Wann ist die
beste Reisezeit ? Während
die Inder den lang ersehnten Monsunregen mit Glücksgefühlen begrüßen,
hinauseilen und sich richtig durchregnen lassen, ist diese Jahreszeit für uns
möglicherweise nicht die ideale Reisezeit... (Es sei denn, wir möchten mit
einer Ayurvedakur zurück zur Balance finden) |
Eure Fragen:
(
= updated Stand
26.
Feb. 2010)
Für welches Alter sind KD-Reisen geeignet ?
Wie sind die "technischen Daten" Indiens?
Wie steht's mit der Kommunikation?
Dear-Family-Letter - warum vor der Reise an die Gastgeber schreiben?
Malaria? Dengue? Wie ist das mit Impfungen?
Wann ist die beste Reisezeit ?
Wie ist das mit den Reiseterminen?
Organisierst Du auch für Schweizer, Österreicher etc. ?
Das Visum für Indien: Wie, wo, wann?
Die Flüge: Linie, Charter, Preise etc.?
e-Tickets bei Kerala Discovery
ANSCHLUSSFLUG
oder INTERCITY nach Frankfurt?
Wie trifft man sich vor dem Abflug?
Wie ist das bei der Ankunft in Indien?
Alle wollen nur unser Bestes: Das liebe Geld!
Welche
Zahlungsmittel nehmen wir mit?
Reisetaschengeld:
Wieviel und welche Währung?
Bargeld mit
der EC-Karte? ATM !
Bakschisch,
Tipp, Trinkgeld – was gibt man dem Mann bloß?
Gepäckträger
– die schnappen einfach meinen Koffer! Was nun?:
Bekommen
unsere Gast-Familien Provision?
Wie ist das mit der Ticket-Reconfirmation?
Muß man sich in Indien anmelden?
Empfiehlst Du „Relax-Rooms“ für die Zeit zwischen den Flügen ?
Kostenloser Hotel-Transfer am Airport?
Mein Indienkoffer wiegt schon wieder 40 kg – was brauche ich wirklich?
Moskitos: Brauche ich ein Moskitonetz?
Wie ist das mit dem Strom in Indien?
Können die uns das WASSER reichen?
Soll ich ein Gastgeschenk mitbringen?
Gibt's den Reisepreissicherungsschein?
Weihnachten fällt in die klimatisch günstigste und daher beliebteste Reisezeit für Indien: November bis März. Von Mitte Dezember bis Mitte Januar ist die Hochsaison, und das nicht nur des angenehmen Klimas wegen. Viele weihnachtsmüde Europäer wollen an den Festtagen möglichst weit weg vom Rummel sein.
Wer zu Weihnachten jedoch bei uns in Kerala ist, entkommt dem Fest nicht ganz. Hier, wo die meisten Christen Indiens leben, wird das Weihnachtsfest besonders inbrünstig gefeiert. Für Europäer, die vornehmlich dem Konsumterror des weihnachtlichen Geschenkerummels entgehen wollen, ist das ein echtes Erlebnis. Geschenke sind hier nicht üblich.
Da sich hier zwei Kulturen austauschen, ist es natürlich nicht falsch, ein paar Kleinigkeiten für die Familie - insbesondere die Kinder - dabei zu haben. Die indischen Gastgeber wissen natürlich von unserer Tradition, zu Weihnachten Geschenke auszutauschen. Ein Weihnachtsgeschenk ist hier jedoch kein Muß, sondern etwas besonderes. Schokoladenweihnachtsmänner bereits im Oktober in den Regalen der Supermärkte - so was gibt's hier nicht.
Trotzdem sind die Basargassen mit beleuchteten Weihnachtssternen und Girlanden geschmückt. Auch im Busch um die Farm haben die Bauern in der Adventszeit beleuchtete Weihnachtssterne an den Palmen aufgehängt. Es ist eine exotische Weihnachtsstimmung, die so manchen wieder an den Ursprung des Festes zurückbringt. Auch wenn der Ritus völlig anders ist als bei uns.
Aber genau das suchen wir ja, oder?
Wenn ich das Durchschnittsalter unserer Gäste mit etwa 50 angeben würde, sagt das überhaupt nichts aus. Wir hatten in den letzten Jahren Gäste im Alter von 3 bis 80 Jahren - und alle haben es überlebt ;-)
Im Ernst: Wir haben Gäste aus allen Altersklassen, und auch für Menschen jenseits der 65 ist unser Programm nicht zu stressig. In den letzten Jahren sind sogar die Zahlen der jung gebliebenen Alten gestiegen. Vielleicht liegt's daran, daß so manche/r für eine solche Reise erst Zeit hat, wenn sie/er das Berufsleben hinter sich hat. Eine Kerala Discovery ist schließlich kein Wochenendtrip.
Kinder sind bei allen Gastgebern willkommen. Ich bemühe mich sogar, die Familienreise zu fördern und errechne die höchstmöglichen Kinderrabatte - schließlich sind wir bei Familien zu Gast, die traditionell mit 3 Generationen unter einem Dach leben. Nur gegen die Flugpreise kann ich nichts unternehmen. Meist sind die Kleinen auch wesentlich schneller in der fremden Welt akklimatisiert. An Hitze und fremdes Essen gewöhnen sie sich leichter als die Großen.
Wie gesagt - Kinder sind überall willkommen. Doch aufgrund der Reisestruktur ist eine Kerala-Reise etwas besser für Reisen mit Kindern geeignet. Raju Vettikavumgal und seine Frau Lovely haben selbst 4 Kinder, und unsere Kinder werden mit besonderem Hallo aufgenommen.
FLÄCHE: 3.287.365 qkm.
BEVÖLKERUNGSZAHL: 1.027.015.247 (2001).
BEVÖLKERUNGSDICHTE: 308.4 pro qkm.
HAUPTSTADT: Neu-Delhi. Einwohner: 7.206.704 (1991).
Indien grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an China, Nepal und Bhutan und im Osten an Bangladesch und Myanmar. Die Westküste des riesigen Subkontinents liegt am Arabischen Meer, die Ostküste am Golf von Bengalen, und im Süden liegt der Indische Ozean. Sri Lanka liegt südöstlich von Indien, die Malediven liegen in südwestlicher Richtung im Indischen Ozean. Die nordöstlichsten indischen Bundesstaaten und Hoheitsgebiete sind durch einen Landstreifen mit der Hauptmasse Indiens verbunden. Das Land läßt sich grob in drei Regionen aufteilen: das Himalaya-Gebirge, welches mit einer Länge von 3500 km die Nord- und Ostgrenze Indiens bildet, das Flußnetz und -delta des Ganges, das den ganzen Norden durchzieht und das im Süden anschließende Hochland des Dekhan mit den Randgebirgszügen der Westlichen und Östlichen Ghats.
Bundesrepublik (im Commonwealth) seit 1950. Verfassung von 1950. Zweikammerparlament: Haus des Volkes (Lok Sabha; 545 Mitglieder) und Rat der Staaten (Rajya Sabha; 245 Mitglieder). Staatsoberhaupt: APJ Abdul Kalam, seit 2002. Regierungschef: Atal Behari Vajpayee, seit 1998. Wahl des Staatsoberhauptes alle 5 Jahre durch ein Wahlmänner-Kollegium. Unabhängig seit 1947 (ehemalige britische Kolonie).
Hindi, die Nationalsprache, wird in der Devanagri-Schrift geschrieben und von ca. 30% der Bevölkerung gesprochen. Daneben gibt es 17 gleichberechtigte Regionalsprachen, u. a. Bengali, Gujarati, Marathi, Punjabi, Sanskrit und Urdu im Norden sowie Tamil und Telegu im Süden. Englisch ist weit verbreitet.
81% Hindus, 12% Moslems (8% Sunniten, 3% Schiiten), 2,3% Christen, 2,1% Sikhs, 0,9% Buddhisten und andere Glaubensrichtungen.
MEZ + 4,5 (UTC + 5,5).
Selbstwählferndienst ist nicht weit verbreitet, auch Telefonzellen nach unserem Muster gibt es kaum. Dafür kann man selbst in den Dörfern in Läden und Hotels kostenpflichtig telefonieren. Achte auf die gelben Schilder PTO (Public Telephone Office) oder auch nur ISD/STD - dort sitzt meist jemand, der für Dich wählt. Wenn er Dich zum Telefonieren in eine Kabine schicken kann, ist das schon Luxus. Die besseren PTOs bieten auch Faxdienste an
Landesvorwahl: 91
GSM 900. Netzbetreiber: SkyCell (Internet: www.skycell-india.com), Spice Cell (Internet: www.spicecell.com), BPL Cellular (Internet: www.mizone1.bplmobile.com) und Bharti Cellular (Internet: www.airtelworld.com). Der Sende-/Empfangsbereich für Mobilfunk beschränkt sich in vielen Gegenden noch auf die größeren Städte. Die Netzabdeckung wächst allerdings progressiv, da es in Indien wegen der schlechten Leitungen bereits mehr Mobiltelefone gibt als Festnetzanschlüsse. Mit einer Prepaidkarte eines örtlichen Anbieters kann man die teuren Roamingkosten umgehen. Mehr im Kapitel "TravelNews"
Achte auf die Schilder "ISD/STD" in den Straßen. Sie weisen auf öffentliche Telefone hin. Mit dem Zusatz "FAX" oder "FACSIMILE" bieten sie auch Faxdienste an. Die meisten 5-Sterne-Hotels sowie die Büros des Overseas Communication Service bieten Faxdienste an.
Internetanbieter sind VSLnet (Internet: www.vsnl.net.in) und Narmada (Internet: www.narmada.net.in). Internetcafés sind landesweit vorhanden.
Luftpost nach Europa benötigt etwa eine Woche. Briefmarken werden oft auch in Hotels verkauft.
Da sich der Einsatz der
Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es
sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle
(Tel: (+49)
Wenn ich nach Teneriffa fliege, schreibe ich doch dem Hotelier auch nicht vorher einen Brief! Nun, höflicher wäre es schon - aber ein solcher Pauschalurlaub reduziert sich auf die kostenpflichtige Dienstleistung. Die bezahle ich, und damit hat es sich.
KD-Gäste hingegen erwarten mehr. Im Gegenzug wird bei diesem Kulturaustausch auch mehr vom Gast erwartet. So wie wir neugierig sind auf die exotischen Lebensweisen - so sind auch die Gastgeber neugierig auf unsere Lebensumstände.
Der DFL hat somit auch symbolischen Wert. Er grenzt uns ab vom normalen Hoteltourismus und begründet ein persönliches Verhältnis vom ersten Urlaubstag an.
Den DFL schreiben wir nur für den Hauptgastgeber, der unsere Tour vorbereitet und die Türen zu den weiteren Gastgebern öffnet. In Kerala ist das Raju Vettikavumgal und seine Familie. In Nordindien ist es die Familie des Maharaj Chandrashekhar Singh.
Das erwünschte Foto ist im übrigen nützlich für die Identifikation bei der Ankunft am Flughafen.
Alles Wissenswerte zum Dear-Family-Letter in den Reisehinweisen.
Aktuelle Gesundheits- und Impfhinweise für Indien findest Du hier beim Centrum für Reisemedizin
Grundsätzlich sind keine Impfungen vorgeschrieben - welche Prophylaxe zu empfehlen ist, hängt von der jahreszeit und der aktuellen Risikolage ab. Alles, was mit der Gesundheit zusammenhängt, erscheint aktuell in den wöchentlichen InderNettNews und wird dann bei besonderer Wichtigkeit in den TravelNews aufgenommen.
Grundsätzlich kann man das ganze Jahr über nach Indien fahren. Zumindest in die Provinzen, die Kerala Discovery anbietet. Dennoch gibt es einige Regionen, die man unter Umständen meiden sollte. Grundsätzlich liest man pauschal überall: Im Norden von Oktober bis März, Himalaya von April bis Juli, im Süden von Oktober bis Mitte Februar. In den übrigen Gebieten von November bis März. Für unsere Lieblingsziele kann man das genauer beleuchten:
Kerala beispielsweise hat die üppigste Regenzeit. Von Juni bis Ende Oktober tobt der Monsun. In dieser Zeit kann man – wie es auch die Inder traditionell tun – eine Ayurvedakur machen. Von einer Erlebnisreise aber würde ich in dieser Zeit absehen. Natürlich kann man auch hier keine festen Regeln aufstellen. Wilburg & Peter – Lehrer vom Bodensee und auf die Sommerferien angewiesen – hatten im vergangenen Juli eine tolle Reise und sogar Sonne auf den Fotos. Aber eine Schönwettergarantie hat man in Kerala doch eher im Herbst und Winter, und das ist auch gut so. Im Sommer brauche ich keine indische Sonne...
In Gujarat und Rajasthan kann es in der Vor- und Nachmonsunzeit sehr heiß werden. 45-50 Grad sind vorgekommen. In Orissa muß in den Monaten Oktober und November mit Stürmen gerechnet werden.
Im Grunde kannst Du Deinen Abreisetermin selbst aussuchen. Sende einfach eine Email! Ob wir Deinen Wunschtermin annehmen können, richtet sich nach der Verfügbarkeit der Gastgeber und der Flüge.
Da die Familien sich individuell um die Gäste kümmern und uns auch auf den geplanten Touren begleiten, ist es gelegentlich schwierig, falls Dein Wunschtermin in eine Periode fällt, in der bereits Gäste angemeldet sind. Soweit solche Termine im Kapitel "Termine & Preise" vermerkt sind, ist es am einfachsten, sich diesem Termin anzuschließen oder einen anderen Zeitraum zu wählen. Ich berate Dich gern!
Weniger flexibel ist die Terminwahl bei Reisen, die an Festivals gebunden sind. Die Rajputana Discovery zur Zeit der Pushkar Mela muß entsprechend früh beginnen, damit das Erlebnis dieses farbenprächtigen Spektakels stressfrei in den Routenplan paßt.
Wenn Du in den Hochsaisonzeiten der Airlines reisen willst, ist nicht nur mit Saisonzuschlägen auf die Flugtickets zu rechnen. Auch Wartelisten entstehen bereits viele Monate vor den Sommerschulferien oder der Weihnachtszeit.
Nach den IATA-Bestimmungen ist es nur eingeschränkt möglich, von Deutschland aus Flüge ab Wien, Zürich, Amsterdam etc zu buchen. Ihr könnt aber jederzeit eigene Flüge buchen, und ich arrangiere die Reise abzüglich der Flugpauschale: Due nennst Deine Flüge, und die Gastgeber holen die wie gewohnt am Airport ab und bringen Dich - meist unter Tränen - am Ende auch wieder zum Flughafen zurück.
Sofern wir Airlines nehmen, die kostenlose Anschlussflüge ab deutschen Flughäfen anbieten, können wir sehr preiswert auch von hier aus buchen. Wir lassen den Anschlussflug einfach fallen, und Ihr steigt in Wien oder Zürich in die Maschine nach Mumbai oder Delhi. (Das ging mit Swiss, Austrian Airlines, und war billiger als in Euren Heimatländern.
Ein Visum ist erforderlich. KD besorgt es nicht - Du musst Deinen Antrag selbst stellen. Du bekommst ihn mit allen notwendigen Hinweisen mit der Reisebestätigung - oder bei kurzfristigen Reisen auf der Seite "Reisehinweise" zum Download. Unsere KD-Gäste bekommen das Formular mit der schriftlichen Reisebestätigung.
Du sollst den Antrag nicht zu früh einreichen. Da die Visumsfrist mit der Eintragung in Deinen Reisepass zu laufen beginnt, wünschen die ind. Konsulate den Antrag max. 4 Wochen vor Abflug. Per Post dauert es 7-10 Tage, bis Du Deinen Pass mit Visum zurück hast. Da die Visumsgebühren im Internet an vielen verschiedenen Adressen veröffentlicht werden und nicht alle immer auf dem neuesten Stand sind, hat sich ein Blankoscheck bewährt.
Wenn der Antrag und seine erforderlichen Anlagen unvollständig oder falsch sind, bekommst Du Deinen Pass kommentarlos ohne Visum wieder zurück. Dann kann die Zeit knapp werden - achte also darauf, daß Dein Pass mindestens noch 6 Monate gültig ist, alles richtig ausgefüllt ist, die Unterschrift nicht fehlt und die Einzahlungsquittung bzw. Scheck, 2 Passbilder und Dein Reisepass beigefügt sind.
Die Flüge müssen nicht zwingend von KD gebucht werden - jeder, der durch Beziehungen oder gut gepolsterte Meilenkontos mit einer eigenen Buchung besser fährt bzw. fliegt, kann dies natürlich tun.
Die Flüge besorge ich über eine IATA-Agentur. Es sind grundsätzlich Linienflugtickets renommierter Airlines, die bei Ausstellung bar bezahlt werden müssen. Das Risiko bei Charterflügen, daß man im Fall einer Insolvenz im Ausland hängen bleibt, besteht nicht.
Soweit die Flüge im Reisepreis enthalten sind, sind es immer die preiswertesten Tarife der Economy Class. Bei gleicher Leistung wird die Economy Class zu mehreren unterschiedlichen Preisstufen verkauft. Wenn die Buchung zu beliebten Terminen (Schulferien, Weihnachtszeit, Ostern etc) nicht mehr möglich ist, weil die Kontingente ausgebucht sind, wird für die nächsthöhere Tarifstufe ein Zuschlag berechnet. Bedenke, daß für die Hochsaison die preiswerten Klassen bereits 7-8 Monate vor Abflug ausgebucht sind. Und das, obwohl zu diesem Zeitpunkt manchmal die neuen Preise überhaupt noch nicht veröffentlicht sind.
Also rechtzeitig anfragen! Immerhin biete ich eine unverbindliche Gratisreservierung vor Abgabe des Reiseantrags!
Auch KD hat bereits 2007 die
ersten e-Tickets gefeiert. Gefeiert insofern, als dies eine schnelle und
sichere Verbesserung ist. Papiertickets müssen von der IATA-Agentur per Post zu
mir, und dann weiter zu Dir geschickt werden. Das e-Ticket hingegen kann
einfach per Fax verschickt werden - oder noch einfacher per E-Mail. Geht eines
von beiden mal verloren, kann es sofort neu verschickt werden.
Das e-Ticket befindet sich auf
einer gesicherten Webseite zusammen mit dem tagesaktuellen Flugplan Deiner
Verbindungen - bei Änderungen kann es dort sofort neu abgerufen und auf dem
heimischen PC ausgedruckt werden.
Man druckt sich also seinen Flugschein selbst, legt ihn beim Check-in vor und erhält seine Bordkarte.
Wermutstropfen r&f : Viele nutzen die kostenlose Zugverbindung zum Abflughafen rail&fly - hier können vorerst noch keine e-Tickets ausgestellt werden. Das klärt sich aber im Sommer 2008.
Für eine Gujarat Discovery, Rajputana Discovery oder Hillstation-Tour fliegen wir nach Mumbai (Bombay BOM) oder Delhi (DEL) - für die Kerala Discovery bevorzugen wir hingegen Flüge, die direkt in den Süden führen. Grundsätzlich buche ich Linienflüge zu Graumarkttarifen. Diese Tarife bieten den gleichen Service in der Economy Class - haben aber für die Ausstellung oft ein Zeitlimit und werden nur bei sofortiger Zahlung ausgestellt. (Ein Stranden in fremden Ländern nach Veranstalterpleite wegen unbezahlter Rückflüge ist hier also ausgeschlossen).
Die günstigsten Konditionen bekommen wir derzeit bei EMIRATES (EK) und QATAR (QR), die z.B. ab Frankfurt, München oder Düsseldorf nicht nur Mumbai und Delhi bedienen, sondern auch mit einem Zwischenstopp in den Emiraten direkt nach Kochi (Cochin, COK) Kerala, fliegen. Alternativ kommt auch SRILANKAN AIR in Frage, die ab Frankfurt ebenfalls Delhi und Mumbai sowie nach Calicut (CCJ), Kochi (Cochin, COK) und Thiruvananthapuram (Trivandrum TRV) Kerala fliegen - jeweils mit Stopp in Colombo (CMB).
Wichtig ist immer der von Dir bevorzugte Flugtermin. Deshalb können gegen Aufpreis auch AIR INDIA, LUFTHANSA, AUSTRIAN AIRLINES oder SWISS gebucht werden. Grundsätzlich kannst Du Deine Airline selbst wählen und sogar selbst buchen. Der enthaltene Flugkostenanteil ist in der Tabelle "Termine & Preise" veröffentlicht und wird vom Reisepreis abgezogen.
Deine gesammelten Flugmeilen können bei den Billigtarifen nicht angerechnet werden - die Meilen des Indienfluges werden aber auf Antrag Deinem Meilenkonto gutgeschrieben.
Sitzplatzreservierungen im Flieger werden durch unsere IATA-Agentur (siehe Buchungsbestätigung) unter Angabe Deines Meilenkontos vorgenommen. Das gemeinsame Meilenkonto unserer bevorzugten Airlines Emirates und SriLankan nennt sich "Skywards", und Du kannst Dich dort online in drei Schritten leicht registrieren lassen. Die Skywards-Seite ist in englischer Sprache - wer in Deutsch mehr darüber lesen möchte, kann dies hier bei Emirates tun.
Je nach Airline und Tarif gibt es oft Rail&Fly oder den Anschlussflug nach Frankfurt subventioniert oder gratis. Ich selbst würde auch bei 200 km nicht fliegen und fahre immer mit dem Zug, um den winterlichen innerdeutschen Verspätungen der LH vorzubeugen. Ist sicherer - rate ich Dir auch. Ein r&f-Ticket für den IC bekommst Du ja auch unter Vorlage des Flugscheins bei der Bahn, wenn Dein Tarif keine Subvention vorsieht.
Wer zuerst am Counter fürs Check-in nach Indien ist, möge die gewünschten Plätze blocken und eine Nachricht eingeben lassen, in welcher Gastronomie man sich trifft. Ein Erkennungszeichen ist dann oft nicht nötig, aber sinnvoll.
Es gibt gelegentlich Reiseteams, deren Teilnehmer verschiedene Airlines gebucht haben (wenn Ihr z.B. Eure Flüge nicht über KD bucht). Dann trifft man sich spätestens am Ankunftsflughafen in Indien. Auf der Teamliste erhält jeder Teilnehmer neben den Adressen der Teilnehmer auch deren genaue Flugdaten.
Auf der Kerala Discovery und der Gujarat Discovery betreten wir indischen Boden zunächst in Mumbai: Eure Ankunft erfolgt auf dem International Airport. Zur Hillstations-Discovery und Rajputana Discovery landen wir in Delhi.
Kerala: Standardmäßig bevorzugen wir einen Direktflug von Frankfurt über Kuwait nach Kerala. Dieser wird 3x wöchentlich von Kuwait-Air angeboten. Alle anderen Verbindungen gehen zunächst nach Mumbai (Bombay).
Für den Weiterflug nach Kerala müssen wir den Flughafen wechseln. Für die Fahrt vom International Airport zum Domestic Airport Mumbai (alter Terminal!) stehen kostenlose Pendelbusse bereit. Hier muß nur das Gepäck bezahlt werden. Nicht auf die Geier unter den Taxifahrern hören! Besonders, wenn die das Gefühl haben, eilige Neulinge vor sich zu haben, nehmen sie gern bis zu 500 Rupien für die 10 Minuten Fahrt!
Gujarat: Zuverlässige Verwandte oder Freunde unserer Gastgeber holen uns in Mumbai am Int. Airport ab. Wenn entsprechende Anschlußwartezeiten entstehen, bringen sie uns in einem Hotel unter und geleiten uns pünktlich zum Bahnhof, wo uns vorreservierte Platze im Expresszug nach Gujarat zugewiesen werden.
Rajasthan: Chandrashekhars Verwandte empfangen uns am International Airport in Delhi. Meist geht der Nachtzug nach Jodhpur erst am nächsten Abend, so daß wir mit Chandras Cousin Gelegenheit zu einer geführten Stadtbesichtigung in Old Delhi haben. Die vorreservierten Schlafwagenabteile sind recht komfortabel.
Kalinga (Orissa): Hier bevorzugen wie zur Zeit die Kuwait-Air, die uns von Frankfurt über Kuwait nach Chennai (Madras) fliegt. In Chennai erhalten wir Anschluß nach Vizag (Vishakapatnam), wo uns die Gastgeber am Flughafen in Empfang nehmen.
(updated 3/08) Lange Jahre galten Travellers Cheques in EURO von Thomas Cook (Mastercard) oder American Express als das bessere Zahlungsmittel. Inzwischen melden unsere Gäste, daß Bargeld (in Euro oder US-Dollar) nicht nur an den Flughäfen und in größeren Städten einfach zu wechseln ist, sondern generell überall unkomplizierter sei als die Reiseschecks. Mittlerweile sind Reiseschecks auch nicht mehr so leicht zu bekommen. Schecks bringen den gleichen einen geringfügig schlechteren Kurs, sind nicht mehr überall loszuwerden und die Wechselprozedur sei umständlicher. Noch vor gar nicht langer Zeit war es umgekehrt. Es ist möglich, daß dies an anderen Stellen meiner älteren Infos also noch anders steht.
Schwarzmarkt ist gefährlich und lohnt nicht mehr. Kurs in Mumbai/Delhi besser, daher gleich bei Ankunft wechseln (Int. Airport, Pheroze Framboze Wechselstube am Ausgang). Stückelung beim Wechseln 50% in 500er tauschen, 40% in Hunderter und unbedingt 10% in Zehnern und Fünfer – sonst steht Ihr da, wenn mal jemand zu Recht ein Bakschisch fordert! An Keralas Flughäfen besser nichts tauschen - im Feb/Mrz '08 gab es dort reine Raubritterkurse. Hier helfen Euch Raju oder Lalitha gern - je nachdem, wer Euch vom Flughafen abholt.
Unser EURO läßt sich problemlos eintauschen, auch in bar – Aktuelles zur Wahl der Zahlungsmittel findest Du unter „Wechselkurs & Reisepreis“ auf der Seite Termine & Preise. Auch die das Kapitel "Reisehinweise" gibt Auskunft zum Taschengeld
… genannt "Foreign Tax" schwanken seit einigen Jahren stark. Weil sie erst bei Ticketausfertigung feststehen, sind sie aus unserer Reisepreiskalkulation herausgenommen und werden extra berechnet. Sie enthalten die Gebühren für alle auf Deiner Route benutzten Flughäfen und bestehen aus Flughafensteuer, Securitykosten und Treibstoffzuschlag. Wenn das Ticket bezahlt ist, ist auch die Tax für die indischen Flughäfen bezahlt und der Anteil auf dem Flugschein als "FT" ausgewiesen. Sie braucht also nicht wie früher als Rupienbetrag für die Ausreise zur Seite gelegt werden. Ausnahme bildet der Flughafen Kochi (Cochin, Kerala), wo bei der Ausreise angeblich 500 Rupien zusätzlich fällig wurden - am besten vor Ort bei der Ticket Reconfirmation des Rückfluges fragen, ob das noch so gilt. Wenn ja, einen 500er rechtzeitig in den Pass legen.
Die gute alte EC-Karte. Diese funktioniert über das Maestro-Zahlungsverbundsystem an immer mehr Geldautomaten (engl.: ATM = Automated Teller Machine) auch in Indien und ermöglicht direkte Abhebungen vom heimischen Konto zu erstaunlich günstigen Sätzen, für die Bargeldbeschaffung schlägt sie damit auf jeden Fall locker jede Kreditkarte.
Das weiß oft genug nicht einmal die Hausbank in der Heimat oder erzählt es jedenfalls nicht einfach so herum. Bitte nachschauen, ob die EC-Karte das Maestro- oder Cirrus- Symbol trägt, am System teilnehmende Geldautomaten sind dann im Internet unter http://www.mastercard.com/ gelistet (Direktlink siehe unten, eine erstaunlich große Liste indischer Städte findet sich da). Bisher hat sich noch niemand gemeldet, bei dem es nicht geklappt hat, obwohl diese Nachricht immer noch ungläubiges Staunen auslöst.
Marion hat im März 2006 fast überall im Nordwesten - sogar im verschlafenen Diu (Gujarat) - Geldautomaten gefunden und erfolgreich gemolken. Druckfrische Rupienscheine wurden ihrem Konto daheim zu erstaunlich guten Kursen belastet. Die lagen deutlich bis zu 2 Rupien pro Euro höher als in unserem tagesaktuellen Wechelkurs-Diagramm.
In Bombay bietet sich insbesondere die Citybankfiliale in der MG Road zwischen Flora Fountain und VT auf der östlichen Straßenseite an. Die beiden linken Automaten geben nur maximal 3000 Rs pro Transaktion aus, der rechte hat eine Verbindung zum internationalen Netzwerk und gibt angeblich bis zu 15.000 Rs pro Transaktion her (ich selbst habe aber nur maximal 5000 Rs. abgehoben). Für die Abhebungen hat mir mein kontoführendes Institut die ganz normalen Fremdabhebegebühren in Rechnung gestellt. (Quelle: www.Guether.de )
Das Web findet alles. Zum Beispiel gibt es den ATM Locator der State Bank of India (SBI). Wenn Du unter "SBI ATMs" keine nahe gelegene Geldquelle findest, schalte den Locator auf "Associate Bank ATMs" um. Da findest Du schnell heraus. daß Du z.B. von der Kerala-Farm aus nur 15 min in den nächstgrößeren Ort Tamarassery fahren mußt, um einen Geldautomaten zu finden. Auch die Geldmaschine am Polizeiposten des abgelegenen Nagoa Beach findest Du da - 1 Minute von Adityas Resort Hoka entfernt. Und schon kannst Du Dir das köstliche Onion Chicken wieder leisten ;-)
Wenn Du mit dem State Bank
Locator nicht fündig wirst, probiere den Mastercard ATM-Locator India - der
zeigts Dir auch weltweit.
¨ Kerala, und Diu: Verpflegung in der Verlängerung
¨ Alkohol & Softdrinks bei den Gastgebern, soweit angeboten
¨ Speisen und Getränke unterwegs (einschl. f. Fahrer & Escort); Trinkgelder (ca. 10%), Foto- und Videogebühren, lizenzierte Guides; sowie Ausflüge lt. Plan, die wiederholt werden
¨ Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten (wurden in den letzten Jahren drastisch für Ausländer erhöht)
Taschengeldbedarf für solche Extras lt. Angaben der Gäste ab 250,- EUR (+ca. 200,- EUR Kovalam & Diu, da nur Ü gebucht) zzgl. größere Einkäufe. Manche kommen auch mit weniger aus - Reserven sind aber beruhigend.
Allgemein sagt man, daß 10% Trinkgeld üblich seien. Ich habe das respektiert - allerdings nur bei Rechnungsbeträgen bis zu 500 Rupien - sofern der Service gut war. Eine Dinnerrechnung für mehrere Personen kann durchaus mal in die "Tausende" gehen - da runden wir auf volle Hundert auf, mindestens aber 50 RS. Denke manchmal daran, daß in Indien ein Bakschisch auch oft gegeben wird. um eine Leistung zu erlangen - also vorher.
Grundsätzlich wird vom ersten Tritt auf indischen Boden an für geringste Handreichungen ein Bakschisch erwartet, und es ist dem Geschick und auch der Stimmung der Reisenden überlassen, ob er darauf eingeht. Hier kommt einer und bringt geflissentlich einen Koffertrolley (den man 3 Meter weiter selbst nehmen könnte) – dort im Klo wieselt jemand um Dich herum, dreht den Wasserhahn auf, rückt die Seife zurecht, nimmt Papierhandtücher aus dem Spender vor Dir – und Du hast noch gar kein Geld gewechselt. Überall will man nur „Dein Bestes“..., und die nehmen auch ausländische Münzen: „Foreign Coins? My son is collecting!“ (Aber beim nächstbesten Touristen wechseln diese “Numismatiker” die Beute gegen Rupien ein…
Gebt oft eine Kleinigkeit für diese „Edelbettler“, die nicht nur wimmernd die hand aufhalten, sondern wenigstens einen Minidienst leisten. Eine halbe Rupie ist für sie schon der Jackpot – auch wenn sie sich standardmäßig beleidigt krümmen. Viele Touristen werfen mit den so preiswert eingetauschten Rupien so um sich, daß die Inder schon ziemlich verdorben sind.
Da das einfach so üblich ist in Indien, sollen natürlich ganz besonders die nicht zu kurz kommen, die uns wirklich den Aufenthalt mit ihrem Service angenehm und sicher gestalten. Das sind unsere Escorts und Fahrer – aber auch das Personal in den Häusern, in denen wir zu Gast sind. Für letztere geben wir zum Abschied einen gesammelten Betrag an die Gastgeber. Die verteilen das nach einem für indische Verhältnisse fairen Schlüssel. Für den Escort (Guide) und den Fahrer sollten am Ende ebenfalls je 50-100 RS pro Tag gesammelt werden und in einem Betrag überreicht werden.
Wichtig ist zu wissen, daß unsere Reisebegleiter unterwegs ständig hier und dort kleine Trinkgelder und Süßigkeiten verteilen, damit wir in den Dörfern, auf Basaren und bei Webern, Töpfern und Teppichknüpfern mal zusehen und fotografieren können. Oft merken wir von diesen kleinen Gaben nichts, weil der Guide sie sehr diskret überreicht – weil sonst nämlich alle kommen. Für diese Nebenausgaben empfiehlt es sich, dem Escort zwischendurch einen Betrag von 100-300 RS vorweg zu geben.
Die Konkurrenz an Flughäfen und Bahnhöfen ist groß. Deshalb sind die Kulis (Rotes Stirnband und/oder rotes Hemd) oft so dreist. Also paßt auf, und laßt Euch den Koffer/Rucksack nicht abnehmen, ohne vorher den Preis zu wissen. Am besten erledigt das aber Euer Escort:
Habt keine Scheu, Euch vom Gastgeber Kulis fürs Gepäck rufen zu lassen - nur: Laßt es ihn arrangieren und bleibt möglichst im Hintergrund. Wenn die Boys weiße Haut sehen, gibt es sonst jedesmal heiße Diskussionen um überhöhte Gagen. Das ist sowieso landestypisch. Es wird oft so heiß gefeilscht, daß der Europäer immer gleich denkt, es gäbe gleich eine Prügelei. Gibt es nicht - die haben eben Temperament und lassen es raus.
Jeder Inder ist grundsätzlich auch "Handelsvertreter mit Provisionsanspruch"! Ob im Restaurant, Hotel oder auf dem Basar - irgend jemand hält anschließend die Hand auf, wenn Du bezahlt hast. Ich achte immer darauf, daß diese Commissions den Gastgebern zugute kommen - und verbürge mich dafür, daß diese dennoch auf Deinen Vorteil bedacht bleiben und gute Preise aushandeln können. Geht man alleine einkaufen, so wird - oft unbemerkt - der Rikshafahrer kassieren gehen - manchmal sogar einer, mit dem Du gar nicht gefahren bist!
Entgegen anderslautenden Aussagen ist bei unseren Indienflügen aller Linien grundsätzlich der Rückflug rückzubestätigen! Unbedingt schon am Ankunftstag am Int. Airport machen - auch wenn die Schalterbeamten oft erstaunt sind, daß Du die Rückbestätigung schon so früh willst. Dafür gibt es auch einen Grund. Wenn die Reconfirmation bereits bei der Einreise erfolgt, erfährst Du womöglich Flugplanänderungen nicht rechtzeitig. Deshalb wollen die Airlines die Rückbestätigung zwar mindestens 72 Stunden vor dem Rückflug – aber nicht zu früh. Dann können sie bei der Reconfirmation gleich etwaige Änderungen im Ticket vermerken.
Wir aber sind auf unseren Routen 3 tage vor dem Rückflug meistens nicht in der Nähe einer Travel-Agency oder einer Airline-Vertretung. Daher bei der Einreise erledigen – man kann ja die Telefonnummer der Gastgeber angeben (Teamliste), damit die Airline uns bei Änderungen benachrichtigen kann.
Wenn Airline am Intl. Airport geschlossen, zus. mit den innerindischen Flügen auf dem Domestic Airport rückbestätigen lassen. Fast alle Airlines haben dort Schalter. Falls die Rückbestätigung nicht in Mumbai klappt, sofort bei Ankunft Gastgeber beauftragen - von dort aus ist die Prozedur langwieriger, gebührenpflichtig und sollte rechtzeitig 3 Tage vor Rückreise erledigt sein.
Einige Indienstammgäste kennen das: In Indien gibt es ein Meldewesen! Zwar ist die auf die Milliardengrenze hin marschierende Bevölkerung noch nicht registriert - die ausländischen Besucher werden aber sorgfältig notiert. Nicht nur beim Einchecken in Hotels – auch beim Gastgeber muß ein Meldebuch geführt werden. Um Euch ein lästiges Ausfüllen von Meldebüchern und Formularen zu ersparen, rate ich wieder zu dieser kleinen Vorarbeit: Die beiden Seiten des Reisepasses (Personaldaten, Visumseite) fotokopieren und nebeneinander auf ein A4-Blatt kleben. Das ganze dann ca. 15x fotokopieren und ins Reisegepäck. Bessere Kopierer können das auch einen DIN-Schritt verkleinern. Gebt den Zettel Eurem Gastgeber, und der erledigt die Formalitäten. Das spart Zeit und bringt mehr Urlaubsqualität.
Das liest man auf den Werbeschildern der Ayurvedapraxen in den Touristenzentren. Soll heißen, daß hier Anwendungen nur gleichgeschlechtlich verabreicht werden. Männer behandeln Männer, und Frauen werden von Frauen geknetet.
Während in touristischen Ayurveda-Resorts strikte Geschlechtertrennung herrscht, behandelt auf Vettikavumgal in Kerala ein Mann beide Geschlechter. Weil es zum Beispiel keine weiblichen Kalaripayattu-Gurus gibt. Die weiblichen Ayurvedaspezialisten übernehmen allerdings niemals männliche Patienten. Das komplette Ritual bekommt Mann oder Frau nur von den Männern. Ich gebe zu, daß das für weiße Besucherinnen vielleicht gewöhnungsbedürftig ist - die meisten sehen in Babu jedoch nur den Arzt und verlieren ihre anfängliche Scheu schnell. Das Erlebnis Ayurveda siegt sozusagen über Anflüge von Scham. Fragt Raju einmal: Manchmal gab es auch eine Masseurin in der Nähe.
Ganz Hartgesottene haben schon Wartezeiten von mehr als 8 Stunden auf indischen Flughäfen verbracht, die meist mit mehreren Restaurants so schlecht gar nicht sind. Gemeint ist die unvermeidbare Wartezeit zwischen den internationalen Flügen und den innerindischen Anschlüssen. Es ist fast die Regel seit jahrzehnten, daß die Flüge aus Europa spät in der nacht ankommen und auch die Rückflüge weit nach Mitternacht starten – die meisten innerindischen Airports haben aber keine Nachtlande- und –startmöglichkeiten. Wartezeiten von bis zu 12 Stunden sind vorprogrammiert.
(Nur Mumbai) Bitte Hotelzimmer zum Ausruhen während der Anschlußwartezeit am Hotel-Reservation-Counter im Int. Airport beantragen - nicht auf Schlepper hören. Zimmer in Flughafennähe dürfen 60-80 DM kosten (DZ inkl. Airporttransfer). Akzeptabel in Mumbai sind z.B. SAHAR GARDEN. Reservierung von D aus sind unzuverlässig – vor Ort dauert es eine halbe Stunde, und der Wagen vom Hotel ist da. In der Zeit kann man Geld wechseln gehen.
(Nur Mumbai) Ihr werdet kostenlos geholt und auch wieder zum Flughafen gefahren. Voraussetzung ist eine Hotelbuchung. Geht einfach im Airport zum Hotelschalter und man wird Euch weiterhelfen. Dort für nette Hilfe ein Bakschisch zu zahlen, ist besser, als einem der vielen Schlepper auf den Leim zu gehen. Alle Flüge nach Europa gehen immer mitten in der Nacht. Deshalb sind Anschlußwartezeiten nicht vermeidbar. In einem guten Hotel vergeht die Zeit jedoch „wie im Flug“!
KD-Gast Gudrun aus Wien fragt: "Was hältst du davon,
dass wir mit Koffer reisen? Wäre Rucksack besser - v.a. wegen der Zugreise
(damit nix wegkommt) oder ist das eh unproblematisch?" - Eine neue Frage
für unsere Online-FAQ
Ich habe von Beginn an immer einen Hartschalenkoffer benutzt und empfohlen. Wir sind ja keine Bagpacker, und in Indien ist es wirklich schwer, an eine Genehmigung zu kommen, sein Gepäck mal selbst zu tragen. Außerdem ist die Gepäckorganisation unterwegs mit dem Koffer einfacher als mit dem Rucksack. Einfach aufgeklappt unter Dein Bett schieben - und man kommt überall gut dran. Obwohl ich im Zug nie etwas von Diebstählen gehört habe, scheinen die Inder davor große Angst zu haben. Sie führen Ketten und Vorhängeschlösser mit und ketten ihre Koffer vor dem Einschlafen an. Dazu wickeln sich die Frauen Schals um die Goldketten und knoten Taschentücher um ihre Armreifen, bevor sie sich schlafen legen. Doch ich habe wie gesagt von dieser besonderen Art des "Beischlafdiebstahls" nie gehört. Früher soll es sehr viele Zugüberfälle gegeben haben, und diese Verhaltensweisen mögen ein Relikt aus dieser Zeit sein. Obwohl solche Sicherheitsmaßnahmen bei einem Überfall wenig nützen.
(s. Kerala(ver)Führer) Alle Safaris sind Halbtagestouren. Kein Survivalurlaub! Packe ja nicht zuviel ein! Jede zweite weibl. Teilnehmerin hat immer 2 "Koffer voll Nichtsanzuziehen" - alles nur Ballast! Leichte Baumwollkleidung und eine etwas nettere Garnitur, wenn mal "bei Fürstens" diniert wird. Mindestens jeden zweiten Tag kann man den Boys seine Sachen zum Waschen geben (siehe "Waschen", also braucht man nicht viel zum Wechseln. Schuhe: ich nehme gern Indoor-Tennisschuhe mit Klettverschluß, weil man die Galoschen oft ausziehen muß ( in Tempeln etc). Ich ziehe zwar festes Schuhwerk vor - jedoch keine Traveller-Boots (Schnürstiefel) - einige sind aber auch mit "Birkenstocks" gut durchgekommen. Auch für Damen sind ein paar Baumwollsöckchen auf geweihtem Boden ganz angenehm, weil Marmor mal kalt, mal heiß ist. Das ganze packe ich in einen Koffer - keinen Rucksack, denn so ist die Gepäckorganisation leichter. Am besten rollen auf Indiens Hoppelwegen die Koffer mit ausziehbarem Griff und großen Rädern an der Schmalseite. Handtücher & Bettzeug gibt’s überall. Taschenlampe nicht vergessen – oft fällt der Strom nämlich dann aus, wenn man ihn am nötigsten braucht. Siehe unter „Stromspannung“.
Zu dieser Frage braucht hier nicht viel gesagt werden - das Thema ist im Kerala-(Ver)-Führer ausführlich abgehandelt.
Hier nur noch der Hinweis, dass die falsche Kleidung nicht nur klimabedingt zu Unbequemlichkeiten führt. Gerade unsere Reisen verlaufen überwiegend abseits der Touristenpfade, und wir sind überall für die Einheimischen eine kleine Sensation. Wenn man hier auch noch die einfachsten "Verpackungsregeln" missachtet, kann die Aufmerksamkeit, die uns zuteil wird, echt lästig werden.
Auch bei Sehenswürdigkeiten, wo man sich an Ausländer schon gewöhnt hat, ist "unanständige" Bekleidung ein Hindernis. Schlimmstenfalls lässt man Dich (z.B. in Tempeln und Moscheen) gar nicht hinein. In jedem Fall kann allzu nachlässige oder freizügige Kleidung zu Belästigungen führen.
...sollte Beine und Schultern bedeckt halten. Minirock und Spaghettiträger sind tabu. Zum Baden gehen Inderinnen in der Öffentlichkeit voll bekleidet ins Wasser - verzichte also tunlichst auf den Bikini. Es gibt auf dem riesigen Subkontinent nur ganz wenige Orte, wo der Bikini getragen werden kann (z.B. Goa, Kovalam Hauptstrand). Bikini am Dschungelfluss ist absolut 'No Go'! Probiere es mit indischer Kleidung - es muss ja nicht gleich ein Sari sein. Ein Salwar Kameez ist verblüffend bequem auf unseren Reisen. Und sehr billig überall zu haben.
... unterliegt in Indien nicht so strengen Regeln wie die Dame. Doch auch er sollte auf kurze Hosen verzichten. Wenn das Beinkleid die Knie bedeckt, ist es gerade noch akzeptabel - alles andere gilt in Indien als Unterhose, weil darüber ein Lunghi (Doti) getragen wird. Und wer promeniert schon gern in Unterwäsche?
Zum Stichwort
"Kleidung" schau hier in das Reise-ABC, Teil 3
Vielleicht ist es nach Murphy’s Law nur dann notwendig, wenn man keins mithat. Ich als nachgewiesene Delikatesse für Indiens Mücken meine aber: Nein. Die Zimmer kann man mit einem Steckdosenverdampfer weitestgehend mückenfrei halten - die größere Gefahr für Mückenstiche besteht nach wie vor am Nachmittag, wenn man draußen gemütlich beim Tee sitzt. In solchen Situationen wirkt die Verwendung eines Moskitonetzes eher albern ;-)
Auf der Farm im Süden gibt es Moskitonetze - gebraucht werden sie aus den vorgenannten Gründen allerdings selten. Überhaupt wird der Besucher enttäuscht, wenn er in den subtropischen Keralabusch zieht und schon am frühen Nachmittag mit Moskitowolken á la Amazonas rechnet. Das Mückenaufkommen in Kerala beträgt nur einen Bruchteil der Moskitoquote in den Wüstenstädten Rajasthans. Das will kaum jemand glauben - aber es ist so.
Ein wirksames Repellent (Mückenabwehr-Lotion) ist wichtiger. Das richtige Mittel musst Du allerdings selbst finden, denn ich höre von meinen Gästen immer wieder, daß die Mittel individuell unterschiedlich wirksam zu sein scheinen.
Wenn man aber auf sein zigarettenschachtelgroß
gepacktes Hightech-Moskitonetz nicht verzichten möchte, findet gerade da, wo er
es benutzen möchte, keine Aufhängemöglichkeit. Für den hat Bettina aus
Viernheim einen Tipp: "… es
gibt eigentlich keine Vorrichtungen, um das Netz aufzuhängen. Ich habe Power
Strips von Tesa und dazugehörige Haken, die man an Wand oder Decke befestigen
kann. Wiegt nix und ist ganz einfach zu handhaben."
Keine schlechte Idee, zumal sich überm Bett oft ein Deckenventilator
befindet. Manchmal kann man nur eine Wäscheleine spannen, um das Netz
aufzuhängen.
Wer Zugluft verträgt, kann
Normalerweise 230 Volt
(schwankend) – bis 240 V halten unsere 220-Volt-Geräte aus. Euro-Stecker (die
flachen) passen in indische Steckdosen. Überspannung selten – kann aber
vorkommen. Ich habe so eine kleine Kabeltrommel mit mehreren Steckdosen und 5 m
Schnur, in die ich einen Überspannungsfilter eingebaut habe. Habe ich mir auch
erst eingepackt, nachdem es am Strand von Kovalam mal einen 400-Volt-Schub
gegeben hat. Dabei sind sämtliche Deckenventilatoren draufgegangen – und mein
Videoladegerät.
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Power-Cuts
(Stromausfälle) kommen im ländlichen Indien täglich vor – in den Großstädten
ist die Versorgung besser. Aber auch dort gibt es Sparmaßnahmen: Im
wöchentlichen Wechsel wird einem Stadtviertel nach dem anderen für eine Stunde
der Strom gekappt. Natürlich nicht am Vormittag –
Adapterstecker? Obwohl die indischen Steckdosen für mehrere Normen ausgelegt und daher 3 bis 5 Buchsen haben, stimmt der Buchsenabstand mit dem unserer Stecker nicht ganz überein. Das gleicht sich bei unseren flachen Eurosteckern aber aus, weil die Stifte dünner sind - paßt, wackelt und hat Luft. Und es funkt(ioniert) sogar. Wer dem Braten (und den Funken) nicht traut, schaltet vor dem Einstecken die Steckdose aus - es ist immer ein Schalter daneben. Wer ein Gerät mitnehmen möchte, das mit einem geerdeten Schucostecker ausgerüstet ist (der Runde mit den dicken Stiften, z.B. am Fön), sollte ihn vorher wechseln. Der paßt nämlich nicht. Auf meiner ersten Reise hatte ich so einen tollen Multi-Reisestecker mit, der überall auf der Welt passen sollte. In Indien paßte er nicht…
Zuverlässig gefiltertes „Mineral Water“ gibt es überall in Plastik-Literflaschen. Auf der Farm in Kerala kommt das Wasser aus dem eigenen Brunnen aus der Leitung – herrlich weich und trinkbar. Unterwegs eher vorsichtig – das in allen Restaurants zum Essen gereichte Wasser lehnt besser ab. Kronenkorken bei unterwegs gekauften Limoflaschen untersuchen: Manch dubioses selbstgebasteltes Getränk wird in Markenflaschen gefüllt und mit gebrauchten Kronenkorken verschlossen.
Deine Wäsche kann fast überall innerhalb von 24 Std gewaschen werden, und die Gebühren dafür sind immer minimal - gelegentlich auch das Ergebnis. Auch ein gewisses Risiko, daß mal etwas verlorengeht, sollte beachtet werden und die Wäsche zumindest vorher gezählt werden. Die Kleidung sollte widerstandsfähig sein, denn die Wäscher/innen gehen recht rauh damit um. Bügeln ist nicht immer möglich, und wenn - dann ist das Resultat ebenfalls nicht sensationell.
Sollten die Gastgeber anbieten, selbst für Dich zu waschen, kann es ratsam sein, die Leibwäsche selbst im Waschbecken des Zimmers zu waschen, um die Familien nicht zu kompromittieren.
Das ist ein schwieriges Thema. Wir sind dazu nicht verpflichtet – verpflichten andererseits (in Rajasthan) die Gastgeber zu einem Gegengeschenk. Das habe zumindest der Keralafamilie schon fast abgewöhnt - aber ihren Pfeffer darfst Du sicher annehmen.... Möglicherweise fällt auch Dir etwas ein, was ganz typisch für die Region ist, aus der Du kommst.
Ergänzend dazu: Ich mache keine Vorschläge. Geschenke sind Herzensangelegenheiten, die man nicht abkupfern sollte. Laß Dir etwas einfallen, und ich beurteile gern Deine Ideen. Bedenke dabei, daß die Familie keine Entwicklungshilfe braucht. Viele Bilder aus Indien zeigen das Land "so herrlich primitiv". Da kommt der eine oder andere vielleicht auf mittelalterliche Geschenkideen für Eingeborene (Glasperlen, Spiegel, etc). Alles, was wir hier schätzen, gibt's auch dort - aber unsere Geschenke genießen unabhängig von ihrem Geldwert hohes Ansehen, weil sie aus Europa kommen.
In Kerala ist es ja einfach: Da haben wir nur eine Gastgeberfamilie - allerdings mit 10 Kindern.
In Rajasthan empfehle ich hauptsächlich Maharaj Chandrashekhar und seine Frau Rani Bhavna, unsere Hauptgastgeber.
In Gujarat sollten wir an den Maharana Vikram Sinh und seine Gemahlin Maharani Gyaneshwari Devi denken. Erst in zweiter Linie an den Escort (Guide) der von der Familie Chandras aus Jodhpur kommt und Euch auf der ganzen Reise begleitet. Er erwartet allerdings eher ein Bakschisch von allen Teilnehmern am Ende der Reise.
In den Hillstations findest Du den wärmsten Empfang bei unserer Freundin Bhuvan in Jeolikot (b. Nainital). Und auch auf dieser Reise haben wir einen Escort aus Jodhpur dabei.
In Orissa ist unsere Hauptgastgeberin Sanghamithra "Mitra" Jena aus Bhubaneswar.
Darüber hinaus habe ich immer ein paar deutschlandtypische Kleinigkeiten in Reserve. Man trifft so viele nette Menschen, die man unmittelbar ins Herz schließt und die für ihre Hilfsbereitschaft keinerlei Gegenleistung erwarten. Gerade dann macht es Freude, ein kleines Mitbringsel überreichen zu können
Vielleicht ist es besser, nur für die Kinder etwas mitzubringen. Nicht nur für die der Gastgeber, sondern auch für die Kinder in den Dörfern habe ich gern ein paar Kleinigkeiten in der Tasche. Aber Vorsicht: Allzu öffentlich Verschenktes hat den gleichen Effekt wie die allbekannte Flöte aus Hameln...
Was wenig Platz wegnimmt und trotzdem ein großes Hallo in den Dörfern garantierte, waren Luftballons und eine dieser Blechflaschen mit Seifenlösung und Blasering am Stöpsel: Stelle Dich am Dorfrand hin und mache Seifenblasen. Du wirst sehen, zuerst kommen die Kleinen und dann auch die Großen. Das hat sogar in den Dörfern besonders scheuer Stammesgemeinschaften in Orissa gewirkt.
Übrigens: Wer ein paar dieser kleinen Hotelseifen gesammelt hat, macht den Frauen und Mädchen am Dorfbrunnen eine Riesenfreude!
Man könnte es vermuten: In Indien gibt es Yogalehrer in jedem Dorf. Ganz so ist es sicher nicht, aber auf der Kerala Discovery ist Yoga kein Problem. Ein guter Yogalehrer wohnt in der Nachbarschaft unserer Farm. Deine Interessen erfahre ich ja bei den Reisevorbereitungen, und wenn Du ankommst, ist Entsprechendes vorbereitet.
In Rajasthan ist Vijai Singh aus Jodhpur zu empfehlen. Er ist ein ausgezeichneter Yogi und begleitet unsere Gäste in der Verlängerungswoche. Kalinga- und Gujarat-Reisende sollten mich fragen - ich werde herausfinden, wo dort der beste Zugang zu Materie ist.
Über allem steht natürlich, daß wie bei der Ayurveda im Rahmen einer Erlebnisreise keine Intensivkurse möglich sind. Schnupperkurse und gelegentliche Sitzungen sind aber kein Problem.
Nein - den gibt's für unsere Indienabenteuer nicht. Auch keine Insassenunfallversicherung für den Jeep - nicht mal der Rücktransport Deiner Leiche ist versichert! Ist es nicht furchtbar? Euer Leben ist bei KD ebenso in Gefahr wie Dein Vermögen!
Nämlich gar nicht.
Unsere Überlebensquote ist seit 20 Jahren auf schätzungsweise 150 Prozent. Nicht, weil man von einer Indienreise á la KD schwanger zurückkehrt, sondern weil Indien belebt und - beispielsweise durch Ayurveda - verjüngt. Aber jetzt mal ernst: Kerala Discovery hat hauptsächlich reiseerfahrene Gäste, die gewöhnlich ihre Reisen selbst planen. Und die haben vermutlich ein etwas anderes Risikobewusstsein.
Anlässlich einer Anfrage für eine Kerala Discovery fiel nach langer Zeit wieder einmal die Frage nach dem Sicherungsschein. Dabei fiel mir wieder einmal auf, daß eigentlich fast nie nach dieser Insolvenzversicherung gefragt wird - obwohl sie schon seit über 10 Jahren bei allen Reiseveranstaltern selbstverständlich ist.
Pleiten von Reiseveranstaltern waren in den frühen 1990er Jahren Anlass für aufsehenerregende Nachrichtenmeldungen. Touristen saßen im Ausland fest, weil die Veranstalter die Charterflüge nicht bezahlt hatten. Seit 1994 ist daher laut BGB gesetzlich geregelt, daß Reiseveranstalter vor Beendigung einer Reise Zahlungen auf den Reisepreis nur annehmen dürfen, wenn sie vorher einen Sicherungsschein ausgehändigt haben.
Kerala Discovery ist nach BGB § 651.k als Gelegenheitsveranstalter von dieser Pflicht befreit. Ich bin froh darum, denn eine solche Reisepreisversicherung würde bei so wenigen Gästen unsere Indienreisen um ca. 250-300 Euro verteuern. Und das zur Absicherung eines Risikos, das es in dieser Form bei unseren Reisen gar nicht gibt.
KD beschafft ihren Gästen Linienflüge, die noch vor Eurem Abflug bar bezahlt sein müssen. Wäre das nicht der Fall, würde man Euch beim Einchecken mitteilen, daß Euer Flug storniert wurde. Charterflüge gibt es bei uns nicht. Beruhigend ist auch, daß die Reisegelder für die Gastgeberfamilien bereits bezahlt sind, wenn Ihr in Indien ankommt.
Der Reisepreissicherungsschein ist also eine Versicherung gegen die Insolvenz des Veranstalters - nicht zu verwechseln mit der Reiserücktrittskostenversicherung RRV). Die wiederum sichert Dich gegen Verluste, die durch Stornoquoten entstehen, weil Du wegen z.B. Krankheit, Jobverlust oder Todesfall in der Familie die gebuchte Reise nicht antreten kannst.
Diese RRV halte ich für wichtig. Ich hätte sonst ein schlechtes Gewissen, Euer Geld gem. der KD-Spielregeln in Höhe der Rücktrittskosten einzubehalten. Einerseits entstehen mir Stornokosten bei den Flügen und von den Gastgebern will ich auch ungern Geld zurückverlangen - andererseits trifft Euch in den meisten Fällen ja auch keine Schuld.
Bis 2002 habe ich die RRV gleich mit in den Reisepreis eingerechnet und Euch die Versicherungsscheine der Hanse-Merkur-Reiseversicherung mit den Reisedokumenten überreicht. Aber die Hanse-Merkur hat mir die Agentur weggenommen, weil wir zu wenig Gäste - sprich: Versicherungsabschlüsse bringen. Gleichzeitig haben sie aber auf Ihrer Webseite mit dem Quickbooking eine einfache Möglichkeit geschaffen, die RRV selbst abzuschließen. Und das empfehle ich. Klick hier zur Hane-Merkur-Onlinebuchung...
Was ihr jetzt noch fragt, hilft mir, diese FAQ zu vervollständigen – kommt ja nicht auf den Gedanken, daß ihr mir lästig werdet – auch wenn Ihr bei steigendem Reisefieber in den letzten Tagen vor Abflug täglich mehrmals anruft! So wie dieses Merkblatt sich ständig verändert, ist es dennoch möglich, daß sich das eine oder andere als überholt oder geändert erweist. Helft mir besonders dann, diese Erfahrungssammlung aktuell zu halten!
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