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Heute bedeutet es, dass man
mit Ehrlichkeit am längsten braucht, um reich zu werden.
Heute kannst Du bei den
InderNettNews auch wichtige Zeit sparen. Existenzielle Aufgaben wie
"Blumen umtopfen" oder "Paybackpunkte einkleben" sind
hervorragende Begründungen, sich beim heutigen Kennerquiz
nicht zu blamieren oder den 1000. Indienratgeber zu lesen. Aber lassen wir
das - ich muss jetzt los und den Atommüll runterbringen....
"Die Menschen leiden Not und brauchen meine Hilfe" - so werden die jungen Menschen konditioniert, bevor sie nach dem Abitur für ein freiwilliges Jahr nach Indien gehen.
Das ist natürlich richtig - erschwert aber die objektive Sichtweise für die echte Armut in Indien. Die freiwilligen Helfer haben gleich nach der Landung in Indien das Gefühl, von unglaublicher Armut umgeben zu sein. Die selektive Wahrnehmung kann sogar den Blick für alles Schöne sperren und einen deprimierenden Kulturschock auslösen. Schmutzige, zerlumpte Kinder, baufällige Hütten aus Blechfässern und Plastikfolie - ein Bild nie gesehenen Elends zeigt sich den Freiwilligen.
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Dass diese Menschen zum großen Teil mit ihrer primitiven Lebensweise ein gutes Auskommen haben, erkennen sie erst später. Denn diese Slums sind tatsächlich auch Brutstätten des wirklichen Elends. Um das kümmert man sich in erster Linie in den Kinderheimen und Waisenhäusern. Und dort werden die freiwilligen Helfer aus Deutschland eingesetzt. So mancher ist dieser Belastung nicht gewachsen und kehrt früher heim als geplant. Lies heute von Sahras ersten Eindrücken in Andhra Pradesh.
"Wir müssen geben, bis es wehtut", hat Mutter Teresa gesagt. Diese Woche wäre sie 100 Jahre alt geworden. Ein Artikel zum Gedenken in der heutigen Ausgabe.
Auch Raju braucht noch viel Hilfe. Ich habe die Berichterstattung und den Spendentopf in die Sondermeldungen bei KD-online verlagert.
So kann jeder Spender sofort sehen, wann sein Beitrag eingegangen ist und braucht nicht auf die Freitags-INN zu warten.
Auch Neuigkeiten von der Familie und aus dem Krankenhaus erscheinen dort sofort. Auch auf der KD-Startseite ist nun ein Link zu den Sondermeldungen. Damit Du von überall leicht dorthin findest.
Angesichts der Flutkatastrophe in Pakistan erscheint der Verkehrsunfall unseres Kerala-Gastgebers Raju vergleichsweise harmlos. Um so mehr freuen wir uns über die Anteilnahme und Spendenbereitschaft. Und es wird noch viel mehr gebraucht - was hindert uns, beiden etwas abzugeben? Pakistan und Raju.
Es ist so nett von Euch, etwas für Raju zu tun! Eben habe ich mit ihm
telefoniert, und er war ganz aufgeregt über die große Resonanz aus den Reihen
der ehemaligen Gäste. Er hat Euch alle eingeladen, im Winter die Farm zu
besuchen und mit eigenen Augen zu sehen, wie er mit Eurer Hilfe wieder auf
eigenen Beinen stehen kann und nicht einbeinig an Krücken gehen muss.
Khamaghani, Euer ![]()
Bernd
Zum Tage: "
Ich ging zum Veteranentreffen der japanischen Kamikaze. Ich wollte mal
fragen, warum die im Einsatz Helme getragen haben. Aber es ist keiner
gekommen."
![]()
Spenden für Raju
Tagesaktuelle News vom Unfallopfer aus Kerala und
aktueller Spendenstand hier unter Auch diese Woche neue Fotos: Zum ersten Mal nach 4 Wochen sehen wir Raju wieder lächeln. Auch am Telefon hörte ich ihn lachen - sein berühmtes Kichern hat noch nicht wieder die oberste Oktave - aber es geht aufwärts. ...mehr unter: |
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22.08.10:
Im Nordosten fliehen 50.000 Menschen vor der Flut |
Reisekasse
Für 1 Euro gibt's heute in Indien ca. 59,50 Rupien (für
Euro-Banknoten, TC oder mit ec-Karte am Geldautomaten ATM) |
REISEPARTNER-BÖRSE
R03 ab 13.10.: RAJASTHAN Special - mit MARWAR FESTIVAL mit Monika & Markus - eine Sonderreise- wer mitmachen möchte, mag nähere Info anfordern Anfragen an Bernd R06 ab
18.12.10 RAJASTHAN Special - mit MARWAR FESTIVAL mit Heike Op - eine Sonderreise, die für 16, 21 und 28 Tage möglich ist. Achtung Ticket-Hochsaison! -
Wer mitmachen möchte, mag nähere Info anfordern Anfragen
an Bernd |
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INHALT Nr. 571 |
Gewinnspiel:
Indien aus der Luft
EMIRATES:
Specials kommen zu spät
Eigenartige
Begebenheiten der dritten Art
Indien
– ein Land großer Gegensätze
Korruption
bremst Indiens Aufstieg
eHealth in
Indien: Fortschritt auf allen Ebenen
eHealth: eine Revolution im
Entstehen
Gedenkzug zum 100. von Mutter
Theresa
Was bedeutet die
"Armutsgrenze" in Indien?
Es ist der Unterschied, der uns
anzieht
Die indische Gesellschaftsordnung
KD-Forum:
Tiere lieben und trotzdem essen??
Warum kommt Ihr so selten ins
Forum?
Seelenlose, gefühllose Sachwerte?
Indien:
Umweltminister stoppt Bergbaugiganten
Shah Rukh
Khan dreht in Berlin
Hunderte Berliner wollen nach
Bollywood
Die
wichtigsten Kapitel bei KD-online
![]()

FOCUS brachte dieser Tage das Städtequiz "Deutschland aus der Luft" - und mich auf die Idee, das für unsere Leser(innen) auch mal mit Indien zu machen. Jeder kennt das Taj Mahal in Agra. Das ist so bekannt, dass man es auch aus der Vogelperspektive erkennt. Doch wer kann die vielen anderen Orte richtig zuordnen? Versuch's mal mit meinem selbst gebastelten KD-Quiz! Einziges Rüstzeug ist ein gesunder Spieltrieb...
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Jeder Indienreisende kennt das Gateway to India in Mumbai, den Lake Palace in Udaipur oder den Umaid Bhavan Palace in Jodhpur . Doch wer kann diese markanten Gebäude auch aus der Luft identifizieren? Ich fand das FOCUS-Quiz schon schwer, weil nur sehr kleine Stadtbilder aus großer Höhe gezeigt wurden. Bei unserem Indientrip fliegen wir also mal in geringer Höhe.
Die beste Möglichkeit, eine Stadt zu erkunden, ist auf den eigenen zwei Beinen. Aus der uns eigenen menschlichen Perspektive bekommt man ein Gefühl für die Distanzen, man erkennt die Ausmaße und Details der verschiedenen Gebäude und Wahrzeichen meist besser und kann, je nach Gusto, seine Blicke umherschweifen lassen. Man sieht, wie groß die goldene Kuppel des Maharaja Palasts in Mysuru wirklich ist, durchschreitet anschließend die paar Hundert Meter des Devaraja Früchte- & Blumenbasars oder wandert zum altehrwürdigen Mausoleum des Sultans Tippu, um die elfenbeinverzierten Rosenholztüren genau zu begutachten. Steigt man anschließend noch auf den Chamundi Hill, hat man bei schönem Wetter nicht nur einen schönen Ausblick auf die Stadt Mysuru, die früher Mysore hieß, sondern auch auf die Dächer eines weißen Palastes, der heute unter den Luftbildern erraten werden soll.
Was geschieht eigentlich, wenn man diese Orte und Monumente lediglich aus der Luft betrachtet? Der dreidimensionale Effekt ist auf einmal weg und ob ein Gebäude hoch oder niedrig ist, ungleich schwerer auszumachen. Aber auch von weit oben verlieren die Städte nicht ihre Charakteristika. Markante Straßenzüge etwa oder Großbauwerke kann man auch aus der Luft erkennen. Mit den Satellitenbildern aus Google Earth kannst Du heute im Tiefflug über unser Indien hinweg fliegen. "Unser Indien" sage ich, weil im Grunde nur ein einziges Monument dabei ist, das wir auf den KD-Indienrouten nicht zwingend sehen.
Bei der Suche nach den berühmten Stätten hatte ich große Schwierigkeiten, mich zurecht zu finden. Sogar Stätten, die ich oft besucht habe, sind aus der Vogelperspektive nicht leicht zu identifizieren. Deshalb sind unsere ehemaligen Gäste auch nicht unbedingt bevorzugt - lediglich die Hinweise der Bildunterschriften helfen schneller auf die Sprünge, wenn man schon mal dort war.
Vielleicht wird Google Earth sogar trotz der lächerlichen Aufregung um Street View durch unser Indienspiel ein paar neue Freunde gewinnen. Zugegeben - man braucht mindestens einen DSL-Internetzugang. Andernfalls werden die virtuellen Weltreisen mühsam. Für die Reisevorbereitung kann Google Earth jedenfalls sehr hilfreich sein. Andreas, der mit seinen Freunden im November die Rajputana Discovery gebucht hat, konnte hiermit sehr einfach seine Reiseroute abstecken.
Das ist auch in Ordnung. Unsere Gäste sollen ruhig einen Heimvorteil haben. So mancher wird die Lösung anhand des Bildtextes sofort wissen - sich aber vom Luftbild irritiert führen. Denn für die erste komplett richtige Lösung bekommst Du schließlich eine aufwändige Handarbeit indischer Kunstschnitzer aus meinem Shopsortiment: Wert inkl. Versand über 60,00 Euro!
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Die Indienfreunde, die noch nicht auf unseren Routen unterwegs waren, sind jedoch nicht unbedingt chancenlos. In den Routenplänen, den INN und besonders in den Reiseberichten war von den gesuchten Stätten schließlich oft die Rede.
So wird der aufmerksame Leser sogar Orte identifizieren, die in keinem Reiseführer erwähnt werden und die es nur bei Kerala Discovery zu sehen gibt.
Die Fragen unter den Luftbildern sind nummeriert. Benutze diese Nummern für Deine Lösungs-eMail: Es gewinnt nur, wer alle Fragen richtig hat und seine Lösung als erster einschickt. Ich werde dann sofort antworten und Deine Lieferanschrift für die kostenlose Zusendung Deines Preises erfragen. Vorher braucht kein Einsender seine Daten preiszugeben.
Sobald das Rätsel gelöst ist, wird das korrekte Ergebnis hier veröffentlicht. Indienpiloten, die ebenfalls richtig fliegen - aber zu spät antworten, können dann ebenfalls lobend erwähnt werden - alle anderen können sich dann bei mir die sog. Placemarks runterladen, um die gezeigten Luftaufnahmen live anzufliegen.
Hören sich gut an, die Sonderangebote (Specials) von EMIRATES (EK) - aber sie kommen diesmal zu spät. Die Skywards-Kunden bekamen die Nachricht erst am 24.08.10 - gültig bis 30. September. Sogar Wiederverkäufer wie unsere IATA-Agentur wurden erst am 10.08. benachrichtigt - 6 Wochen reichen nicht, um diese Tarife zu verkaufen
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EMIRATES Special bis 30. Sept. |
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Flugziele |
Preise* |
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Mumbai
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ab
EUR 483 |
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Delhi
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ab
EUR 495 |
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Ahmedabad
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ab
EUR 472 |
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Bengaluru
(Bangalore) |
ab
EUR 472 |
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Kozhikode
(Calicut) |
ab
EUR 472 |
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Kolkata
(Kalkutta) |
ab
EUR 472 |
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Kochi
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ab
EUR 472 |
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Hyderabad
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ab
EUR 472 |
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Chennai
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ab
EUR 472 |
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Thiruvananthapuram
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ab
EUR 472 |
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*inkl. Steuern u.
Gebühren |
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Wer den eMaillinks auf die EMIRATES-Seite folgt, sieht zunächst die Superpreise der nebenstehenden Tabelle. Ruft er aber einen beliebigen Flug ab Frankfurt auf, sind diese Billigklassen bereits weg und die Preise für Hin- und Rückflug schwanken je nach Abflugtag und Indienziel zwischen 680 und 1200 Euro. Die Tabelle ist also nichts als Augenfängerei und Bauernwischerei ;-)
Interessant wäre nun zu wissen, was die beliebtere Reisezeit ab 1. Oktober kostet. Die KD-Preise habe ich bereits in unserer Tabelle unter "Termine & Preise" eingetragen. Sie gelten vorbehaltlich weiterer Specials für die Zeit Oktober bis März. Und die kommen hoffentlich etwas früher.
Specials gelten übrigens nur bei Sofortkauf. Die Zahlungs- und Ausstellungsfrist beträgt meist nur 72 Stunden. Das bedeutet, dass ich das Geld für Eure Flüge vorlegen muss, denn so schnell schießen die Banken nicht. Doch wenn es sich preislich lohnt, mache ich das natürlich gern.
Wer also eine unverbindliche Buchung hat und die Nachricht vom neuesten Special bekommt, muss schnell sein: Wir müssen dann neu buchen und die Tickets innerhalb von 72 Stunden abrechnen. Bedenke dabei, dass solche Specials neben verschärften Verkaufs-, auch strengeren Stornobedingungen unterliegen.
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Da muss die Entscheidung schon gefallen sein. Entspannter finde ich die Reiseplanung daher mit der unverbindlichen KD-Option. Damit können wir bis zu einem Jahr vorher unsere Flüge festschreiben (langfristig vorreserviert bietet auch in der Hochsaison günstige Tarifklassen) und uns gemütlich an die Planung machen. Erst wenn wir uns über den Routenplan einig sind, unterzeichnet Ihr den Mitreiseantrag.
Macht also nicht den verbreiteten Fehler, zuerst Eure Reise durchzuplanen und dann nach den passenden Flügen zu fragen. Dann ist möglicherweise viel Zeit verschenkt und die Plätze in den günstigen Klassen vergriffen.
Und damit meine ich ausschließlich die Economy-Class, die sich je nach Airline in unterschiedlich viele Unterklassen aufteilt. Da kann im Flieger jemand neben Dir sitzen, der für den gleichen Economy-Service 200 Euronen mehr bezahlt hat als Du.
Nicht nur der Oberste Gerichtshof Indiens, sondern – erstaunlicherweise – auch derjenige Pakistans erkennt seit einiger Zeit das «dritte Geschlecht» an. Damit erfüllt sich die Forderung der «Hijras» genannten Transgenders nach Gleichberechtigung.
In Indien lebt etwa eine Million von ihnen, in Pakistan einige Hunderttausende, genaue Zahlen gibt es nicht: Hijras – anatomisch männliche Personen, welche die männliche Geschlechtsrolle ablehnen und Sexualität nur mit ihresgleichen und Männern pflegen – sind geduldet, aber diskriminiert.
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Die Gesellschaft begegnet ihnen mit Scheu und Abscheu, mit einem Gemisch aus Furcht und Ehrfurcht, verfügen sie doch, wie man glaubt, über die Kraft des Segnens und des Verfluchens. Gemäss modernen westlichen Definitionen sind sie weder Homo- noch Transsexuelle, sondern eben «Mann-zu-Frau-Transgenders».
Tatsächlich bekannten sich Indien und Pakistan durch die gesetzlich verankerte Anerkennung eines dritten Geschlechtes zu ihrer Tradition: Im Gegensatz zu westlichen Gesellschaften kennt die Kultur des Subkontinents seit Jahrtausenden drei Geschlechter. Quellentexte in Sanskrit belegen dies zweifelsfrei; unter den islamischen Herrschern Indiens dienten Hijras an Höfen und in Harems. Erst die Verfassungen, die zu Ende der Kolonialzeit unter dem Einfluss britischer Gesetzgebung entstanden, übernahmen das westliche «Zwei-Geschlechter-Modell», und Hijras, die nach ihrer eigenen Definition «weder Mann noch Frau», sondern «von dritter Art» sind, wurden – weil als Knaben geboren – juristisch als männlich betrachtet.
Das hat nun ein Ende: Wer jetzt in Indien oder Pakistan einen Pass beantragt oder ein behördliches Formular ausfüllt, kann wählen zwischen «male», «female» und «other» bzw. «E» für «Eunuch», was seit den Briten eine Bezeichnung für die Angehörigen des «dritten Geschlechts» ist. ...weiter bei NZZ.ch
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Sarah aus Erkelenz ist für ein Jahr in Indien, um zu helfen. Doch am Anfang braucht sie selbst erst mal Hilfe. Die Gegensätze, die in den ersten Tagen ihr Herz fluten, sind geprägt von einer ungewohnt präsenten "Armut". Dass die Menschen hier mit einfachsten Mitteln leben, wohnen, arbeiten und sich dennoch nicht arm fühlen, wird sie noch lernen müssen.
Erkelenz (RP) Heute bin ich seit einer Woche in dem indischen Kinderheim in Tiruvuru, aber ganz angekommen bin ich immer noch nicht. Meine erste Zeit hier war und ist ziemlich schwierig, denn ich litt unter starkem Heimweh, was wohl eher von der Überflutung von Eindrücken herrührt als vom Alleinsein. Als ich aus dem Flugzeug stieg, überwältigten mich die Impressionen, auch bekannt als Indien, ein Land irgendwo zwischen Entwicklungs- und Industriestaat, mit solch einer Wucht, dass es mir schwerfiel, dies alles zu verarbeiten. Man muss sich vorstellen: Ich stieg im modernen, kühlen und geordneten deutschen Flughafen ein und ein paar Stunden später in einem überfüllten, chaotischen, lauten, heißen, dreckigen Flughafen aus. Schon auf der Taxifahrt zum Heim sah ich viele Sachen, die mich beeindruckten, aber eher negativ, denn in diesem Land herrscht eine Armut, die wir uns in Deutschland gar nicht vorstellen können und die ich nicht in Worte zu fassen vermag.
Dass ich mit all dem nicht klar kam, merkten wohl zuerst meine Eltern, denen mein erster, tränenreicher Anruf aus dem mir unbekannten, noch konfus wirkenden Land galt. Und doch wurde ich hier mit so einer Wärme und Herzlichkeit empfangen, von der man in Deutschland nur träumen kann. Jetzt noch hängen hier zwei riesengroße "Herzlich Willkommen Sarah Kortenhaus"-Plakate. ...weiter mit regelmäßigen Berichten bei RP-online.de
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Die Kleinstadt Tiruvuru liegt im ländlichen Teil Andhra Pradeshs, ca. 50 km entfernt von der Millionenstadt Vijayawada. Das Kinderheim von I.D.E.A.S.(= Initiatives in Development, Empowerment and Awareness Society), in dem neben dem Leiter drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen und eine Köchin arbeiten, ist der Haupteinsatzort des/der Freiwilligen. Die Arbeit mit Straßenkindern in nahe gelegenen Zentren sowie die regelmäßige und systematische Betreuung von domestic workers (entrechtete weibliche Hausangestellte) in Vijayawada sind weitere Betätigungsfelder. Gerade die Arbeit mit diesen entrechteten Frauen Südindiens macht die Stelle besonders geeignet für Bewerberinnen. Voraussetzungen für eine Mitarbeit sind: Freude im Umgang mit Kindern, Teamfähigkeit und Aufgeschlossenheit in der familiären Atmosphäre von I.D.E.A.S.; gute Englischkenntnisse. Wünschenswert ist die Bereitschaft, Grundkenntnisse einer asiatischen Sprache (Telugu) vor Ort zu erwerben.
Im Zuge der Commonwealth Games gefährden bestechliche Politiker und Bürokraten das Image der aufstrebenden Wirtschaftsmacht. Dabei sollte die Sportveranstaltung den Ruf Indiens eigentlich aufpolieren und nicht schädigen. Ausländische Investoren sind durch die immer wieder neuen Skandale abgeschreckt.
NEU-DELHI. Die Erwartungen der Inder waren riesig: Erstmals seit mehr als 25 Jahren veranstaltet ihr Land wieder ein sportliches Großereignis. Die Commonwealth Games, ein olympiadeähnlicher Wettstreit der 70 einst zum britischen Empire gehörenden Nationen, sollten der Welt von Indiens neuer Glorie künden.
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Was China mit der Olympiade vorgemacht hatte und Südafrika mit der Fußball-WM, das wollte Asiens drittstärkste Wirtschaftsmacht mit den Games nachholen. Doch wenige Wochen vor der Eröffnungsfeier am 3. Oktober in Neu-Delhi ist aus den Commonwealth Games ein Lehrstück über die allgegenwärtige Korruption in Indiens Bürokratie und ihre Folgen geworden.
Kaum ein Tag vergeht, ohne dass neue Skandale bekannt
werden: Dubiose Firmen haben Millionenaufträge ohne Ausschreibung bekommen.
Beinah die gesamte Ausstattung von den Sportgeräten bis zu den Papierkörben
wurde zu Kosten weit über dem Kaufpreis angemietet. Und die Sportstätten sind
so schlampig gebaut, dass schon jetzt Gebäudeteile wieder einbrechen und das
Wasser von der Decke tropft. Die Gesamtkosten des Sportereignisses,
ursprünglich auf 500 Mio. Dollar kalkuliert, sind auf mehr als sechs Mrd.
Dollar explodiert. ...weiter bei HANDELSBLATT.com
Prof. Dr. Jakob Rösel beschreibt ein interessantes Thema in einem etwas trockenen, wissenschaftlichn Terminus. Manch einem Leser mag das kompliziert und sehr trocken erscheinen. Was die Hindukultur aber aus der ganz natürlichen Selbstverständlichkeit des Gewinnens, Zubereiten, Essen und Ausscheiden von Nahrung gemacht hat, ist für uns tatsächlich hochkompliziert.
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Eine Wissenstradition und eine Zivilisation, die den Menschen vorrangig als Vernunftwesen betrachtet, übersieht rasch, dass der Mensch (auch) ein nahrungssuchendes und produzierendes, (zunehmend komplexer) verarbeitendes und verspeisendes Tier war und ist. Keine der großen Zivilisationen hat diesen grundlegenden, animalischen wie anthropologischen Wesenszug vollständig übersehen, alle haben diese Notwendigkeit auf unterschiedliche Weise geregelt, reflektiert und gedeutet.
Kaum eine aber hat in Bezug auf die Komplexität der Ordnungen und die Vielfalt der Interpretationen die Hindu-Zivilisation übertroffen. Darüber hinaus hat sich diese Zivilisation im Schatten ihres Normierungs- und Deutungseifers stets den Luxus der kalkulierten Widersprüchlichkeit bewahrt. Der folgende Aufsatz knüpft an diese Komplexität und Widersprüchlichkeit an.
Ich schildere zunächst die auf extremen Erlösungs- und Reinheitsvorstellungen ruhenden Ordnungen, die in Indien die Gewinnung, Zubereitung und den Verzehr von Nahrung regulieren.
Diese Ordnungen folgen einer Logik der sozialen Distanzierung und Exklusivität und sie begründen oder legitimieren eine Gesellschaftsordnung, die auf der Vorstellung einer prinzipiellen Ungleichheit der Menschen beruht. Jedoch die Notwendigkeit des (Über-)Lebens in der Familie und in der Kastengesellschaft verhindern die Umsetzung eines Reinheitsideals, welches, radikal zugespitzt, darauf hinausläuft, dass nichts gegessen werden darf oder dass der Esser (gewaltfrei) seine eigene Nahrung gewinnt, selbst zubereitet und allein verzehrt.
Einer der Mechanismen, die Kluft zwischen rituellem Ideal und gesellschaftlichem (Überlebens-)Zwang zu überbrücken, ist die "Ehr-Verunreinigung", bei der der nieder Gestellte vom höher Gestellten Nahrung empfangen kann. Diese Vorstellung zeigt sich auch in der Speisebeziehung zwischen (Tempel-)Göttern und Menschen. Sie zeigt sich aber selten in radikaler, die (meisten) Kastenschranken niederbrechender Konsequenz.
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In einem zweiten Schritt schildere ich deshalb einen oder den einzigen Fall, in dem der Verzehr der Gottesspeise nach traditioneller Auffassung die Kastenschranken aufhebt, diese Speise von Gläubigen unterschiedlichster Kastenherkunft gemeinsam und öffentlich gegessen werden sollte und dieser Speisekult zugleich eine außergewöhnliche Größendimension und Eigengesetzlichkeit erreicht hat.
Es handelt sich hierbei um die Bewirtung einer in Orissa, in der Tempelstadt Puri, verehrten Regionalgottheit und den Verzehr der diesem Gott, dem "Herrn der Welt", gestifteten Speise. Wir betrachten also den für die konventionelle Kastengesellschaft einzigartigen Fall, in dem ein Tempel- und Speiseritual mit grundlegenden Reinheits- und Distanzregeln der Hindu-Gesellschaft in aller Öffentlichkeit bricht und die betreffende Tempelstadt ihren Ruhm und ihren Reichtum durch diesen Normbruch gewinnt.
Allerdings diese, auf einen spektakulären Normbruch gegründete Sonderstellung Puris relativiert und entlastet eine auf Kommensalitätsverboten gegründete Kasten- und Reinheitsordnung, sie erschüttert oder widerlegt sie nicht.
Das Gewinnen, Zubereiten, Essen und Ausscheiden von Nahrung gehört zu den grundlegenden Tätigkeiten, Bedingungen und Manifestationen menschlichen und gesellschaftlichen Lebens.
Es sind zugleich Tätigkeiten, Bedingungen, Manifestationen, die uns bis heute unabtrennbar mit der Natur, die uns umgibt und einer Naturgeschichte, an deren Ende oder in deren Mitte wir stehen, verbinden. Große, also reflexive Traditionen und Zivilisation sollten, so können wir vermuten, diese unabwendbare Verkettung und Verbindung bedenken, moralisch-religiös bewerten oder ethisch-rituell systematisieren. Viele haben dies auch getan.
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Die Hindu-Tradition hat aber, so scheint mir, diese Kausalitäten und Zusammenhänge in einem ganz außerordentlichem Maße zum Anlass von Spekulationen, Klassifikationen, Ordnungen und Bewertungen gemacht. Vor allem hat sie es, eher implizit als explizit, geschafft, diese reflektierten Verkettungen und Zusammenhänge in die Gesamtstruktur von Erlösungsphilosophien, Gesellschaftsmodellen, Ritualordnungen, Lebensreglementierungen zu integrieren.
Dies ist, wie gesagt eine implizite, keine explizite
Reflexion und Integration. Sie ist aber so prägnant, konsistent und
anschaulich, dass sie dem westlichen, also dem kulturwissenschaftlichen Blick
ohne weiteres bestimmbar und begreifbar erscheint. Damit macht dieses Denken
über die Nahrungssicherung und das Essen Einsichten bezüglich der
Hindu-Philosophie und der Hindu-Ordnung möglich, die einer ausschließlich
religiösen, philosophischen, sozialen oder ökonomischen Einschätzung des
Hinduismus verstellt bleiben. (J.
Fuller: S. 3-28)
Ich will im folgenden versuchen, dieses theoretische Erfassen, ethische Bewerten und praktische Ordnen der Nahrungsgewinnung und des Essens im Hinduismus zu rekonstruieren. ...weiter bei SÜDASIEN.info - Zum Teil II
Im Mittelalter blühten die arabischen Wissenschaften, und sie brachten die intellektuelle Entwicklung voran
Heute sind etwa 20 Prozent der Weltbevölkerung islamischen Glaubens. Aus diesem Pool stammen nur 9 Nobelpreisträger. Zum Vergleich: Die Juden machen etwa 2 Promille der Weltbevölkerung aus und bringen es auf volle 172 Nobelpreisträger. Es ist offensichtlich, dass die islamischen Länder in Sachen Forschung nahezu bedeutungslos sind.
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Das war nicht immer so. In der Blütezeit des Islam (750–1250) waren die arabischen Wissenschafter Weltspitze und beeinflussten massgeblich und nachhaltig die westliche Zivilisation, die sich damals in einer Art Dämmerschlaf befand. In Europa ist das aber heute wenig bekannt, und verschiedene Institutionen versuchen, diesen Missstand zu beheben. So ist beispielsweise in Nürnberg ein Arabisches Museum geplant (Eröffnung 2012/2013), das gezielt der Vermittlung dieses Wissens dienen soll.
Das Projekt «1001 Inventions – Muslim Heritage in our
World» hat ebenfalls zum Ziel, das islamische Erbe in Wissenschaft und
Technik einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. In London wollten
400 000 Besucher die Ausstellung im ersten Halbjahr 2010 sehen. Ab August ist
die Schau in Istanbul zu Gast, anschließend in New York und Los Angeles. ...weiter bei NZZ.ch
HYDERABAD, IND - (HealthTech Wire / Perspektive - von Armin Scheuer) - Der Flughafen Hyderabad ist ein Symbol für Indiens wirtschaftlichen Erfolg: gut organisiert, modern, effizient. Hyderabad richtet die diesjährige Konferenz eIndia, das größte ICT Event Indiens, aus; eHealth ist ein Schwerpunktthema. Ich möchte herausfinden, welche Möglichkeiten sich hier für eHealth bieten.
Die ersten Vorträge irritieren mich. Sangita Reddy, Leiterin der Apollo Hospital Group, berichtet über die Entwicklung und Einführung eines Krankenhausinformationssystems als Cloud Computing. Dieses verbindet das Krankenhaus, Patienten, Lieferanten, Ärzte, Apotheken und Hausärzte. Sogar eine Niederlassung auf Mauritius ist angeschlossen. Oder Dr. Karanvir Singh, CIO des Sir-Ganga-Ram-Krankenhauses in Delhi; er sagt, dass seine Ärzte bereits 50% aller Krankenakten vollständig digital erstellen - automatisierte Entlassungsberichte und ein Dashboard für die Datenanalyse motivieren sie dazu.
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„Ist das Indien?“, frage ich mich. Das Land, das sich auf Platz 134 von 158 im Global Human Development Index befindet?
Ja, das ist Indien.
Im Gesundheitswesen wie in allen anderen Bereichen der Gesellschaft ist Indien gespalten. Fünfhundert Millionen Menschen, das sind 42% der Gesamtbevölkerung, leben laut Weltbank unter der Armutsgrenze von weniger als 1,25 USD pro Tag. Die Tatsache, dass 80% des indischen Gesundheitssektors privatisiert sind, bedeutet für sie: „Kein Zugang“.
Für die indische Ober- und Mittelschicht hingegen, deren Größe der Einwohnerzahl der Europäischen Union entspricht, bedeutet das private Gesundheitswesen eine erstklassige medizinische Versorgung. Sie sind es, die SIEMENS mit einer ganzseitigen Werbung für medizinische Bildgebung im Bordmagazin einer Fluggesellschaft anspricht. Und sie sind es auch, für die eHealth gemacht wird. Das ist eine Tatsache, die ich akzeptieren muss, um Indiens digitale Revolution im Gesundheitswesen annehmen zu können.
Denn, eine Revolution soll es sein. Zumindest in den Augen von J. Satyanarayana, Chefsekretär des Gesundheits- und Familienministeriums vom Bundesstaat Andra Pradesh. Im Bezug auf eHealth sagt er: „Es bedeutet Wandel, einschneidende und tief greifende Veränderung – revolutionär könnte man sagen.“
Indiens privater Gesundheitssektor vermarktet sich international. Rund 450.000 Ausländer jährlich unterziehen sich hier einer medizinischen Behandlung. Schwerpunkte sind kardiovaskuläre Eingriffe und Gelenkoperationen. Die Krankenhäuser lassen von Akkreditierungsagenturen ihre Protokolle standardisieren, um die erforderlichen Genehmigungen in Bezug auf Sicherheit und Qualität der medizinischen Versorgung zu erlangen.
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Jene, wie das Apollo Hospital verwenden eHealth, um
Abläufe effizienter zu gestalten, medizinische Fehler zu verringern, die
Compliance zu verbessern und das Krankheitsmanagement zu optimieren. Sie
machen das, was auch Krankenhäuser in anderen Ländern machen. Doch ihre
Lösungen dafür sind andere. Apollo hat kein fertiges System von einem
internationalen Händler erworben, sondern stattdessen eng mit einem zusammen
gearbeitet, um ein eigenes zu entwickeln - inklusive elektronischer
Patientenakten (EPA), die das gesamte Spektrum der medizinischen Versorgung
abdecken. ...weiter bei WCR-NEWS.com
Mutter Teresa wurde vor 100 Jahren geboren / Als Lehrerin in Kalkutta angefangen
Mutter Teresa ließ nie einen Zweifel daran, dass die Liebe ein hartes Geschäft ist. "Wir müssen geben, bis es wehtut", pflegte sie zu sagen. Geschäftsleuten, die bei einem Bankett für sie gesammelt hatten, gab sie den skeptischen Rat: "Ich hoffe, Sie geben nicht nur aus dem Überfluss heraus. Sie müssen etwas geben, das Sie etwas kostet."
Vor 100 Jahren, am 26. August 1910, kam sie als Agnes Gonxha Bojaxhiu zur Welt. Bereits 2003, sechs Jahre nach ihrem Tod, wurde sie im kürzesten Verfahren der Neuzeit vom Papst selig gesprochen.
Geboren wurde Agnes in einem gutbürgerlichen Elternhaus im heute mazedonischen Skopje, das damals zum Osmanischen Reich gehörte. Der Vater führte ein Architekturbüro. Agnes besuchte die Höhere Schule – damals für Mädchen ungewöhnlich – und zeigte Begabung für Musik.
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Doch mit 18 Jahren entschließt sie sich zu einem Leben in der Bengalenmission. In der St. Mary’s High School im indischen Kalkutta unterrichtet Schwester Teresa, wie man sie nun nennt, jahrelang Erdkunde. Sie steigt bis zur Direktorin auf. Die 500 Schülerinnen kommen aus der schmalen bürgerlichen Oberschicht Kalkuttas. Aber gleich hinter den Mauern der High School erstreckt sich ein riesiger Slum, der Geruch des Elends dringt in den Collegebezirk.
Schwester Teresa nimmt ein paar Schülerinnen mit, packt
Jod und Verbandszeug ein, durchstreift den Slum, sieht die Armut, hilft, wo
sie nur kann – und hat ein schlechtes Gewissen, wenn sie in ihr schönes
Kloster zurückkehrt. ...weiter bei MT-online.de
Ganz Indien und zahllose Christen weltweit feierten gestern den 100. Geburtstag von Mutter Teresa (1910-1997). In Kolkata, der wichtigsten Wirkungsstätte der Ordensgründerin und Friedensnobelpreisträgerin, fand ein Gebet zum Gedenken an die „Mutter der Armen“ statt. Zudem startet ein internationales Filmfestival mit Werken über das Leben der charismatischen Ordensfrau. Die indische Bahn setzt einen Gedenkzug auf die Gleise, der fortan in den blauweißen Farben ihres Ordens unter dem Namen „Mutter Teresa“ durchs Land fahren soll. Die Deutsche Post gab zu dem Anlass eine Sondermarke heraus.
Indien ist für die Menschen des Westens unbeschreiblich. Vielleicht wird deswegen so viel darüber geschrieben. Besonders der Versuch, Indien als ganzes zu beschreiben, sei von vornherein zum Scheitern verurteilt. Der Subkontinent hat 1.000 Gesichter und ebenso viele Erwartungshaltungen haben seine Besucher. Welche Vorurteile sich auf so einer Reise bestätigen oder auflösen, liegt ganz an dem Indienbild, das sich der Reisende angelesen hat. Deshalb hier mein 1001. Versuch einer Beschreibung des Unbeschreiblichen
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Indien gehört nicht ohne Grund
in die Reihe der BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und die VR China).
Der Staat wächst kontinuierlich und hat die Wirtschaftskrise gut überwunden –
bei weitem besser als viele westliche Länder. Das bedeutet aber auch rasante
Veränderungen, die wir vornehmlich in den Megacities bemerken - auf der Suche
nach dem alten Indien aber auch auf allen Straßen: Die Vielfalt moderner
Fahrzeuge ist in den letzten 10 Jahren sprunghaft gestiegen.
Mit ca. 1,2 Milliarden
Menschen ist Indien eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Doch
sollte man nicht vergessen, dass hier nach wie vor eine große Armut herrscht:
Nach Angaben der Weltbank lebt knapp die Hälfte der Inder von weniger als
einem Dollar Einkommen pro Tag. Mich hat diese 1-Dollar-Armutsgrenze immer
gestört, denn in den ländlichen Bereichen, wo diese "Armen" leben,
ist ein Dollar eine Menge Geld.
Denn in diesen Regionen ist es
für viele Menschen durchaus noch nicht normal, überhaupt Geld zu besitzen.
Wenn man gewohnt ist, vom Tauschhandel, gegenseitiger Hilfe und selbst
gepflanztem Gemüse zu leben, ist schon der Besitz einer einzigen Rupie etwas
besonderes.
So ist noch vor einigen
Jahrzehnten Rajus Vater ganz selbstverständlich auf den Tagesmarsch zur
Distriktshauptstadt gegangen, weil ihm die umgerechnet 1,5 Cent für den Bus
zu viel erschienen. Ein gutes Beispiel sind auch die Adivasi aus den
Regenwäldern. Diese Stämme hatten bis vor kurzem kein Geld - sie lebten recht
gut im Stadium der Jäger & Sammler und stellten die benötigten Werkzeuge
und Waffen selbst her. Die Adivasi hatte so über Jahrhunderte ihr Auskommen,
bevor die alten Phönizier das Geld erfunden haben. (Dass sie das Geld
erfanden, ist wissenschaftlich belegt - warum so wenig, weiß keiner...)
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In Not und Armut gerieten die
Adivasi erst durch die Einrichtung der Naturschutzgebiete und vor allem durch
den Wildlife Protection Act von 1972. Danach war den Adivasi (Ureinwohnern)
ihre gewohnte Lebensweise plötzlich verboten. Schon das Sammeln von Feuerholz
war ihnen nun untersagt - vom Fischen und Jagen ganz zu schweigen.
In den vielen Stammesdörfern
stellt trotzdem dieser eine Dollar auch heute noch einen ungewohnten Reichtum
dar.
Auf der anderen Seite gibt es
in Indien über 200 Millionen Menschen, die einer recht wohlhabenden
Mittelklasseschicht angehören und ein entsprechendes Konsumverhalten zeigen.
Aus diesem Mittelstand stammen unsere Gastgeberfamilien. Darüber hinaus gibt
es ca. 30 Millionen Menschen, die überdurchschnittlich wohlhabend sind.
Doch nicht alles ist einfach
im Umgang mit den Gastgebern – Traditions- und Kommunikationsregeln sind mit
denen in Europa oder den USA nicht unbedingt vergleichbar. Auch wenn sie
vielfach den westlichen Lebensstil verehren, haben Inder andere
Vorstellungen, was das Leben und auch die gesellschaftlichen Beziehungen
angeht. Aber gerade diese Andersartigkeit stellt eines der wesentlichen
Motive der Indienreisenden dar.
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Indien als Subkontinent ist in
seiner Gegensätzlichkeit attraktiv und ganz anders als andere, gleichfalls
exotische Kulturen. Deshalb lässt sich mit Recht sagen, dass, wenn man
persönlich und auch professionell einer gänzlich anderen Kultur begegnen
möchte, Indien genau der richtige Platz ist.
Das Kastensystem ist auch
heute noch einer der stärksten Einflussfaktoren auf die indische Gesellschaft
und bestimmt– trotz theoretischer Gleichheit vor dem Gesetz – den
gesellschaftlichen Rang einer Person. Menschen einer Kaste haben eine
gemeinsame Lebensform, die sich von der anderer Kasten unterscheidet. Dies
ist Teil des gesellschaftlichen Verständnisses und wird von den meisten
Indern akzeptiert. Aufgrund der stark kohärenten sozialen Struktur gibt es in
Indien weniger Existenzprobleme und -ängste als in manch westlichem Staat.
Jeder Mensch kennt und akzeptiert seinen Platz in der Gesellschaft.
Dies zeigt sich auch im
familiären Umfeld, wo jedes Mitglied und jeder Knecht oder Diener eine
bestimmte Rolle spielt, die eine ebenso große Bedeutung wie die eigentliche
Tätigkeit hat. Dieses Rollenverständnis und die hierarchische Struktur der
indischen Gesellschaft verlangen, dass der Familienvorstand als
Autoritätsperson innerhalb der Familie wahrgenommen wird. Der Chef fällt die
Entscheidungen und übernimmt die volle Verantwortung. Aus diesem Grund
weigern sich die Jüngeren nebst Bediensteten hier oft, Verantwortung zu
übernehmen und führen nur das aus, was ihnen aufgetragen wird.
Wie in anderen asiatischen
Ländern auch, sind in Indien viele Unternehmen in Familienbesitz. So gibt es
hier riesige Konglomerate, die einzelnen Familien gehören. Es ist nicht
ungewöhnlich, im Rahmen eines Familienaufenthalts auf immer neue Angehörige
des Clans und nicht auf Angestellte eines zu treffen. Dabei kann es
vorkommen, dass Du während Deines Besuchs zunächst mit den Geschwistern zu
tun hast, später dann jedoch an das Familienoberhaupt verwiesen wirst, das
alle wichtigen Entscheidungen trifft.
Wer glaubt, sachorientiert und
nüchtern den Kontakt zu ihm unbekannten indischen Familienverbünden aufbauen
zu können, wird häufig scheitern. Eine KD-Reise ist niemals konfektionierter
Tourismus, bei dem man für einen vorab vereinbarten Preis eine ganz explizite
Leistung erwartet. Die Mehrheit indischer Familien ist stark
beziehungsorientiert. Daher anbietet es sich immer an, genügend Zeit in den
Beziehungsaufbau zu investieren.
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Auch beim ersten tatsächlichen
Treffen ist eine langfristige Beziehung angesagt: Hier bedeutet Kontaktaufbau
nicht nur, sich bei seinem indischen Gastgeber per Telefon oder Email bekannt
zu machen, sondern v.a. auch, die persönlichen Beziehungen vor Ort
zeitintensiv zu gestalten. Erst, wenn Vertrauen aufgebaut ist (und dieses
Vertrauen bezieht sich auf langfristige gesellschaftliche Beziehungen), kann
man mit dem eigentlichen Vorhaben beginnen: Indien mithilfe der neuen Freunde
kennen lernen.
Allerdings solltest Du immer
auf Termin- oder Planänderungen sowie Verspätungen gefasst sein. Es kommt
immer wieder vor, dass die Familien privaten Verpflichtungen wie Hochzeiten
oder Geburts- und Beerdigungszeremonien nachkommen müssen oder sich um ihre
pflegebedürftigen Eltern oder andere Verwandte kümmern müssen. Du wirst meist
dabei sein können und so immer wieder unerwartete Traditionen sozusagen von
innen heraus kennen zu lernen.
Um in Indien erfolgreich
reisen und verhandeln zu können, ist ein „guter Draht“ zu den richtigen
Leuten unabdingbar. "Connections" sind im indischen Alltag das
A&O. das Beziehungsnetz ist so gut ausgebaut, dass jeder jemanden kennt,
der weiß, wer wo etwas für ihn tun kann. Während solche Connection-Ketten bei
uns schon in der zweiten Generation reißen, ist es in Indien
selbstverständlich, dass Du über 4 oder 5 Weiterleitungen Leute kennen
lernst, die Dich wie einen alten Freund begrüßen und Dir weiterhelfen. Bei
uns sagt schon der Freund eines Freundes: Den kenne ich doch gar nicht. Wieso
soll ich was für ihn tun?
In den ersten Jahren habe ich
mich oft gewundert, dass die Jungs der Familie überall Leute kannten, die uns
weitergeholfen haben - sogar in Städten, in denen die Jungs noch nie gewesen
waren. Ich habe dann gefragt, und Jaison sagte: Das ist ein Freund eines
Nachbarn aus dem Dorf. Der hat ihn angerufen, damit er uns weiterhilft. Und
das tut der. Gratis sogar.
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So ist da immer wieder ein
externer Dritter, der extra für diesen Anlass als Local Agent beauftragt wurde.
Dieser wird Dir helfen, Dich zurecht zu finden, das Hotel zu buchen und Dich
sogar durch die komplexe und langatmige indische Bürokratie zu manövrieren.
Und der lädt Dich dann auch zum Essen ein - eine Ehre, die Du ihm gewährst.
Denn die Bewirtung ist seine Belohnung. Indien ist schon komisch, nicht?
Aber es gibt auch genügend
Gelegenheiten, bei denen der Helfer etwas kassiert.
Schon für Verhandlungen mit
indischen Basarhändlern empfiehlt es sich immer, einen indischen Zwischenmann
zu haben, der sich mit den kulturellen, politischen und sozialen
Gepflogenheiten auskennt und bei den Verhandlungen hilft. Dies ist eine der
wichtigen Aufgaben unserer Familien-Escorts, die Dich überall hin begleiten.
Sie sprechen die Sprache, wissen, wo es was gibt und wer für dies oder jenes
zuständig ist. Lässt man zum Beispiel beim Shopping den Escort vor und hält
sich zunächst im Hintergrund, lässt sich in vielen Fällen der obligatorische
"Weiße-Haut-Zuschlag" vermeiden. Vielleicht bekommt Dein Escort
hinterher sogar eine Provision (Commission).
Diese Commission ist auch ein
wichtiges Element in der indischen Beziehungskette, zumindest überall dort,
wo Geld fließt. Viele von uns habe ihre Schwierigkeiten damit. Es riecht oft nach
Korruption und Bestechung - ist aber in Indien ganz normal. Gehst Du in
Mysuru mit Raju in einen Laden, steht ihm nach einem Einkauf eine Commission
zu - unterm Strich hast Du trotzdem günstiger gekauft. Denn wenn Du allein in
die Basarläden gehst, zahlst Du trotz Feilschen mehr - und möglicherweise
geht anschließend ein wildfremder Rikschafahrer in den Laden, behauptet, er
hätte Dich hergebracht und kassiert Commission. Irgendeiner kassiert immer.
Also dann doch lieber der Guide unserer Gastfamilie, oder?
Ausländische Reisende, die
eine starre Philosophie vertreten und sich nur wenig auf die landestypischen
Gepflogenheiten einlassen, werden über kurz oder lang an ihrer fehlenden
Flexibilität scheitern. Deshalb solltest Du Deine Beziehungspolitik – egal in
welchem Land – den kulturellen Denkweisen vor Ort anpassen. Man muss sich
also im Vorfeld damit vertraut machen.
Das ist im Falle Indien nicht
mit diesem Artikel oder einem einzigen Reisebuch getan. Alle, die Dir
erzählen, so sei Indien, haben Recht und Unrecht gleichermaßen. Also
schmökert man so viel wie möglich, und die vielen gegensätzlichen Meinungen
formen irgendwie ein diffuses Indienbild in Dir. Du erkennst bei all den
Widersprüchen, dass Du eigentlich nichts gelernt hast - und damit bist Du
schon recht gut vorbereitet. Du lernst dabei die nötige Flexibilität.
Wie in den meisten anderen
asiatischen Ländern, ist auch in Indien die persönliche Beziehung von sehr
großer Bedeutung und Gastfreundschaft ein wesentlicher Bestandteil der
indischen Kultur. Selbst Verkaufsgespräche im Textilladen beginnen oft erst,
nachdem Tee serviert wurde und ein einleitender „Small Talk“ stattgefunden
hat.
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Konversation zu betreiben,
wird in Indien als eine Art „Kunstform“ betrachtet. Die Menschen investieren
sehr viel Zeit und Enthusiasmus in Diskussionen, wobei Familie, Freunde und
andere Menschen willkommene Gesprächsthemen sind, aber auch über indische
Traditionen oder Sport (insbesondere Cricket) wird gern gesprochen. Unserer
Reisephilosophie kommt dies sehr entgegen. Wir lernen beim Nachmittagstee
oder beim Aperitif zur Blauen Stunde sehr viel über Indien. Und das aus
berufenem Munde.
Doch wir dürfen nie vergessen,
dass dies ein Austausch ist. Die indischen Gesprächspartner interessieren
sich sehr für Dich, Deine Familie und Deine Arbeit.
Gemeinsames Essen ist wichtiger
Brauch und gemäß indischer Tradition wird der Gast dabei als eine Art „Gott“
betrachtet und auch so behandelt. Sollte Dir also einmal ein Faux Pas
unterlaufen, wird man Dir dies nicht nachtragen und es auch nicht zur Sprache
bringen. Allerdings gibt es auch hier einige wichtige Regeln, die man
befolgen sollte. Dass man hier ausschließlich mit der rechten Hand isst, da
die linke als unrein gilt, das haben wir schon gelernt. Dass das Essen jedoch
erst beginnen kann, wenn sich der älteste männliche Gast an den Tisch gesetzt
hat, kann schon mal zu Verzögerungen führen. Nämlich dann, wenn wir darauf
warten, dass der - möglicherweise ältere und höher gestellte - Gastgeber den
Anfang macht. Diese Tischtraditionen werden um so strenger gepflegt, je höher
der gesellschaftliche Status des Hauses ist. So geht es bei der Farmerfamilie
im Süden zwangloser zu als bei den Fürsten im Norden.
Biete auch nie einer anderen
Person am Tisch etwas von Deinem Teller an, auch nicht Deinen Lebensgefährten
oder Reisepartnern. Allzu leicht verführt die exotische Vielfalt an einer
indischen Tafel zu einem begeisterten "Hier, probiere das mal!".
Und vermeide es, Deinem Gastgeber am Ende des Essens zu danken. Dies kann als
Beleidigung aufgefasst werden, da es als eine Art Bezahlung verstanden wird,
die Dein Gegenüber nicht annehmen würde. Lade ihn als Gegenleistung lieber
selbst in ein Restaurant ein.
Obwohl der Islam den Konsum
von Alkohol verbietet und Sikhs weder Alkohol trinken noch rauchen dürfen,
hält sich nicht jeder in Indien an diese strengen Vorgaben. Dies gilt auch
für Frauen: Traditionsbewusste indische Frauen, egal welcher Religion sie
angehören, trinken und rauchen nicht. Inderinnen, die sich in einer höheren
gesellschaftlichen Position befinden, werden jedoch genauso frei rauchen und
trinken wie ihre männlichen Kollegen.
Wenn wir in Indien zu Besuch
sind, erhalten wir oftmals eine Unmenge an Einladungen, sogar von flüchtigen
Bekanntschaften oder Fremden. Du solltest auf solche Einladungen immer
höflich antworten. Ein nettes „I’ll see“ oder „I’ll try“ ist hier die bessere
Alternative zu „No, I can’t“. Es kann auch passieren, dass Du von jemandem,
den Du gerade erst kennen gelernt hast, dazu aufgefordert wirst, einfach mal
zu Hause vorbeizuschauen („Drop in anytime“). Dies solltest Du als ernst
gemeinte Einladung betrachten.
Wenn Du zu einem privaten
Abendessen eingeladen wurdest, kannst Du ohne Bedenken 15 bis 30 Minuten
später erscheinen, es sei denn, es ist ein offizieller Anlass. Es ist immer
eine gute Idee, ein kleines Geschenk für den Gastgeber mitzubringen. Dies
können beispielsweise typische Dinge aus Deiner Heimat, aber auch Pralinen
oder Blumen sein, wobei Du bei letzterem keine Wachsblumen (Frangipanis)
schenken solltest, da diese mit Beerdigungen assoziiert werden. Falls Ihr
Gastgeber ausnahmsweise Alkohol trinkt, ist importierter Whiskey (kein
einheimischer!) ein willkommenes Geschenk.
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Dass es angebracht ist, vor
den Privatwohnungen die Schuhe auszuziehen, versteht sich von selbst. Ich tue
es auch dann, wenn der Gastgeber aus Höflichkeit darauf verzichten will.
Was die Reisekleidung angeht,
sollten wir uns auch in Indien an westlichen Gepflogenheiten orientieren. Das
würde heißen, dass Männer Anzug und Krawatte tragen sollten.. Den Damen ist
es geraten, Kleider, lange Röcke oder Anzüge zu tragen, und dabei sollten
auch sie auf einen eher konservativen Stil achten.
Ich weiß, dass dies im
ungewohnte indischen Klima aber nicht machbar ist. Deshalb hat Prinzessin
Divya aus Jaisalmer auch mal verwundert gesagt: "Wenn ich Freunde
besuche, ziehe ich das Beste an, was ich habe - die Europäer scheinen da eher
ihre abgetragenen Lumpen vorzuziehen."
Wenn man aber weiß, welche
Erwartungen die Inder an uns stellen, wird man wenigstens auf verwegene
Travellerkleidung und verwaschene Jeans verzichten. Das ist hier
Hippiekleidung, und Hippie ist in Indien eher ein Schimpfwort.
Indische Frauen tragen zu
besonderen Anlässen gerne einen Sari und auch westlichen Frauen ist es
freigestellt, einen zu tragen. Allerdings bedarf es etwas an Übung, sich
selbstbewusst und natürlich in einem Sari zu bewegen. Zudem solltest Du
darauf achten, dass es zum Anlass passt. Falls Du zu einer Hochzeit, einem
Namensfest oder einem ähnlichen Anlass eingeladen wirst, ist dies sicher eine
gute Gelegenheit, einen Sari zu tragen. Falls Du Dich gern ein wenig der
indischen Kultur anpassen möchtest, ist auch der sogenannte „Punjabi suit“
(Kurta) eine gute Alternative. Er besteht aus einer weiten Hose und einer
langen Bluse, die mit landestypischen Mustern bedruckt sind.
Zumindest ist Dir bei
landestypischer Tracht die Anerkennung der Gastgeber sicher. Sie rechnen Dir
solche Integrationsbemühungen hoch an.
Noch eine Anmerkung zu den
Accessoires: Es kann in Indien negativ aufgefasst werden, Kleidungsstücke und
Accessoires aus Leder zu tragen, insbesondere in Tempeln. Hindus verehren
Kühe und tragen aus diesem Grund nur in den seltensten Fällen Lederprodukte.
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Auch wenn Indien in vielerlei Hinsicht
westlicher als andere Länder Asiens erscheint, haben sogar in der Großstadt
religiöse, gesellschaftliche und historische Aspekte immer noch einen starken
Einfluss auf das tägliche Miteinander. Demnach solltest Du bei Deinem Besuch
in Indien einiges beachten, zum Beispiel im Hinblick auf den Umgang zwischen
Mann und Frau. Die Mehrheit der Inder sind Hindus und Muslime, die in den
meisten Fällen öffentlichen Kontakt zwischen Männern und Frauen vermeiden.
Nur westlich orientierte Hindus geben einer Frau die Hand. Aus religiösen
Gründen sollten es Frauen auch vermeiden, muslimischen Indern die Hand zu
geben, es sei denn, sie bieten es Ihnen an.
Prinzipiell wird mit der Frage
des gegenseitigen Kontaktes in den größeren Städten liberaler umgegangen. Bei
unseren Gastgebern auf dem Lande ebenfalls, denn sie sind Begegnungen mit dem
Westen gewohnt. Dort ist es Usus, dass Männer und westlich orientierte Frauen
ausländischen Männern und manchmal auch Frauen die Hand geben. Da das
öffentliche Zeigen von Zuneigung zum anderen Geschlecht generell wenig
akzeptiert wird, solltest Du auch darauf verzichten, Dein Gegenüber zu
umarmen oder zu küssen, selbst wenn es nur der Begrüßung dient. Auch
Zärtlichkeiten zwischen Dir und der/dem Lebenspartner(in) sollten nicht unter
den Augen der Inder ausgetauscht werden. Hier ist bereits das Gehen Hand in
Hand tabu.
Mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, wird in weiten Teilen Indiens als unhöflich betrachtet. Inder zeigen eher mit dem Kinn. Ebenso gilt das Pfeifen in jeglicher Situation als unangemessen.
Dafür freuen sich die
Fotografen unter uns über den Umstand, dass das Anstarren fremder Leute
überhaupt nicht unanständig ist. Daher dürfen wir das umgekehrt auch. Vor
einem Foto aber immer die Erlaubnis einholen. Das geht auch ohne
Sprachkenntnisse ganz einfach: Die Menschen fragend anlächeln und die Kamera
in Brusthöhe auf sie richten.
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(lifepr) Leipzig, 26.08.2010, Endloses Warten am Flughafenschalter verdirbt vielen Reisenden den Beginn des wohlverdienten Urlaubs. Dank neuer Check-in-Methoden können Urlauber lange Schlangen inzwischen häufig umgehen. Das Flugportal www.fluege.de präsentiert die neuen Möglichkeiten und ihre Vorteile.
Viele Fluggesellschaften
ermöglichen es ihren Kunden seit einiger Zeit, per Online-Check-In oder am Automaten einzuchecken. Auf
diese Weise werden lange Wartezeiten am Flughafen vermieden und die Nerven
der Passagiere geschont. Reisende sollten sich im Voraus darüber informieren,
ob diese Möglichkeiten bei ihrer jeweiligen Airline zur Verfügung stehen. Bei
Fluggesellschaften wie Lufthansa, United Airlines, Air Berlin und sogar
Germanwings gehört dieser Service mittlerweile praktisch zum Standard.
Beim Online-Check-in müssen
die Nutzer in der Regel lediglich den Flug auswählen, ihren Buchungscode und
ihren Namen angeben – und schon kann das Ticket ausgedruckt werden. Selbst
das Gepäck können Reisende mitunter im Internet anmelden und am Flughafen
selbstständig aufgeben. Hierfür stehen an vielen Airports sogenannte
Baggage-Drop-off-Schalter bereit. Noch futuristischer erscheint das
Einchecken mit dem eigenen Handy. Wer ein entsprechendes Mobiltelefon
besitzt, kann sich einen Barcode für seinen Flug per MMS zusenden lassen und
muss diesen dann nur am Schalter, bei der Sicherheitskontrolle und am Gate
vorzeigen.
Ganz ähnlich funktioniert der Check-in an Automaten. Sie
sollen in Zukunft zunehmend die Schalter und das zuständige Personal ablösen.
So müssen sich Fluggäste dann selbst über Touchscreen einchecken und zum
Beispiel per Buchungsnummer oder Personalausweis identifizieren. Vorteile des
Eincheckens im Web oder am Automaten sind neben der Zeitersparnis manchmal
auch Preisreduzierungen sowie bei einigen Airlines Platzwahl ohne Aufpreis.
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Natürlich beantworte ich
alle Zuschriften persönlich. Nur wenn es von allgemeinem Interesse ist oder
ich es aus irgendeinem schrägen Grunde mit Euch teilen will, wird Rede und
Antwort hier öffentlich.
INN 570: Zu meinem Buchtipp "Tiere essen" von Jonathan Safran Foer schreibt KD-Gast Rebecca aus der Schweiz ins Forum
Hallo Bernd! Das Buch scheint momentan in aller Munde zu sein, was ich natürlich sehr gut finde. Ich selber werde es nicht lesen (ich weiß bereits seit Langem sehr gut Bescheid) sonst kann ich nicht mehr schlafen. Es fällt auf, dass das Thema "weniger oder optimal gar kein Fleisch zu essen" häufiger in den Medien erscheint. Danke dass du hin und wieder dieses Thema aufgreifst. Liebe Grüße aus der Schweiz, Rebecca
Danke für diesen Beitrag, liebe Rebecca"! Dass Du ihn ins Forum schreibst, finde ich besonders nett. Bei täglich über 1.500 Besuchern des KD-Onlinemagazins und über 4.000 Lesern der wöchentlichen INN muss man unser Forum immer noch als Stiefkind betrachten. Warum das so ist, kann ich nur raten.
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Einige glauben tatsächlich, dass man sich für einen Kommentar für das Forum erst registrieren muss (Achtung, Datensammler!) Das ist aber nicht nötig. Jeder kann anonym als Gast schreiben. Eine Registrierung empfiehlt sich nur für Stammgäste des Forums. Man hat dann einige Bequemlichkeiten und die eMailadresse wird trotzdem nicht weiterverkauft.
Auch die Werbung, die auf der Forumseite angezeigt wird, ist doch vergleichsweise dezent.
Das Thema Vegetarismus ist in Indien von hoher Relevanz. Deshalb sollte es auch in den InderNettNews nicht ignoriert werden. Ich lege jedoch Wert darauf, dass es liberal und tolerant angefasst wird. So tun es auch unsere Gastgeberfamilien in Indien - egal ob sie Christen, Muslime oder Hindus sind. Allerdings ist es hilfreich, vor Reisebeginn mitzuteilen, dass man Vegetarier ist. Die Inder wissen, dass die in Europa in der Minderheit sind und stellen sich sonst auf "Non-Veg" ein.
Auch Silvia aus Freiburg hat sich über diesen Beitrag gefreut:
Dein Artikel über Vegetarier!!!! Klasse! Mit "Spiegel-Hintergrund"! Mal nebenbei bemerkt: Ich esse seit 5 Jahren kein Fleisch, Fisch eigentl. auch nicht (mit Ausnahme der "Prawns" dieses Jahr in Kerala). Achte auch darauf, das kein tierisches Lab im Käse (da ja auch dies ein Abfallprodukt der Massentierhaltung ist) u. auch Gelatine wird nach Möglichkeit vermieden - Ok, mal ne fliege im Toddy, aber die wurde ja nicht reingeworfen, damit das Getränk zu diesem Getränk wird, die ist halt nun mal selbst - Schicksal - da reingeflogen ;).
Nach 4 Jahren regelmäßigem Yoga - auch mit spiritueller Führung, kam ich einfach zu dem Entschluss: Stoppe diese maßlose Industrie! Wo anfangen? Natürlich nur bei dir selbst, denn da fängt alles an! Es ging mir dabei weniger um Gesundheit, sondern um das Prinzip! und ja, ich esse Kartoffeln, sämtliche Knollenfrüchte, etc. pp. auch wenn das "Massenproduktion" ist. Aber ich achte halt auf das "Bio-Zeichen" soweit mir das möglich ist.
Denn es fängt, wie du richtig schreibst, schon beim Wasser an - Vergleich Weizen/Korn u. Tierhaltung. Ich habe prinzipiell nichts gegen "Fleischfresser", fände es nur einfach wünschenswert, wenn diese "bewusst" Fleisch essen. Woher kommt mein Schnitzel? Durfte es wenigstens artgerecht leben, bevor es auf meinem Teller landet?
Aber viele Menschen machen sich ja darüber gar keine Gedanken.... Man sagt mir auch: aber ich esse gar nicht viel Fleisch, höchstens 1-2 mal die Woche. Aber jeden morgen die Lyoner oder Salami auf dem Brot - das meine ich mit "bewusst". der Mensch heutzutage weiß gar nicht mehr wirklich, was er da so in sich hineinstopft! Und nur darum geht es mir - was aber auch viele nicht verstehen - da es ja viel einfacher ist, sich treiben zu lassen mit der masse... es ist ein nicht endendes Thema u. ich habe es aufgegeben, lang u. breit zu diskutieren, weil ich eben sehe, dass die antworten einfach nur dumm sind: Ich esse fast kein Fleisch - aber Fleischkäse auf dem "Weckle" - soll jeder machen was er will, aber auch solche Sachen gehören zum bewussten Leben u. auch solche Sachen gehören zu einem "bewussten Tourismus" - so, das war mein "Statement" zu den INN. liebe Grüße Silvia
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Erst diese Woche berichteten die Medien von einer neuen Untersuchung. Dabei ist herausgekommen, dass Nicht-Vegetarier den Tieren weniger menschliche Gefühle zubilligen als Vegetarier. Das dürfte eigentlich keiner teuren Untersuchung der Uni Bonn bedurft haben. Denn nur so scheint die Entwicklung der Fleisch-Massenproduktion erst möglich geworden zu sein.
Du sagst es originell: "Durfte mein Schnitzel artgerecht leben?" - der Bezug zum Lebewesen ist beim hungrigen Blick in die Fleischtheke längst verloren gegangen. Stadtkindern vergeht bei Ferien auf dem Bauernhof regelmäßig der Appetit, wenn sie erkennen, dass sie mit dem Braten von heute gestern noch gespielt haben.
Wir teilen die gesamte Natur nach unseren Interessen auf. Dabei bleiben die Interessen der Natur regelmäßig auf der Strecke. Wir teilen ein in Kraut und Unkraut, Nützlinge und Schädlinge. Im Grunde ist eine solche Einteilung nur möglich, wenn man die gesamte Natur als seelenloses System profitträchtiger Rohstoffe betrachtet.
Ich bin durchaus kein Vegetarier - aber dagegen wehre ich mich vehement. Der Mensch ist als Allesfresser konzipiert - es ist für mich also eher ein ethisches Problem.
Ich könnte mich durchaus denen anschließen, die einen großen Schritt zurück machen. In eine Zeit, in der Fleisch noch teuer und nur sonntags auf den Tisch kam. Das würde gleichzeitig auch ein Weg zu humanerem Miteinander zwischen Mensch und Tier führen.
Doch genau dort liegt der Hase im Pfeffer und die Ratte nicht.
In unserem System würden ganze Wirtschaftszweige zusammenbrechen, wollte man diesen Trend mit Nachdruck forcieren. Insofern ist es wohl ein langwieriger Prozess der Meinungsbildung. Und so ist es auch wirklich nötig, dass alle Medien regelmäßig möglichst aggressive Berichte liefern.
Zuerst werden die Billigschnitzelfresser es so machen wie Rebecca: Sie werden diese Berichte ignorieren und wegsehen, damit sie ihnen nicht den Schlaf rauben. Denn das ist beileibe kein Vorrecht von Menschen wie Rebecca, die sich vom Fleisch bereits abgewandt haben.
Foers Buch des Monats hat zum Glück einen wahren Hype ausgelöst. Unter dem Motto "Tiere sind auch Menschen" fanden sich über 125 Artikel in der News-Suche! Schaut mal rein!
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Die DigiCams, die ich hier bisher vorgestellt habe, sollten möglichst klein, aber leistungsstark sein. Weil die Zeiten vorbei sind, wo man für leidliche Fotos einen dicken Extrakoffer brauchte. Beim Kriterium "Leistung" scheiden sich aber die Geister. Es gibt noch genügend Fotofreunde, die trotz ihres Volumens die Spiegelreflex immer vorziehen würden. Du auch? Dann habe ich heute eine Neuheit, für die man nicht gleich 1000 Euronen hinlegen muss.
"Da kann ich ja auch gleich mit dem Handy fotografieren! Das kann fast das gleiche wie die kleinen DigiCams", meinte Klaus. Na, das ist wohl übertrieben und kann nur von einem überzeugten SR-Fan kommen. Aber da habe ich was für ihn, damit er seine Kleinbildfilme endlich einmotten kann:
Mit dieser Neuheit wartet Nikon nicht bis zur Photokina: Die D3100 ersetzt die bisherige Einsteiger-DSLR* D3000. Die Neue nutzt einen CMOS-Chip mit 14,2 Megapixel– so viele Bildpunkte bietet keine andere Consumer-DSLR von Nikon.
Dem Sensor steht der neue Bildprozessor Expeed-2 zur Seite. Der bringt zum ersten Mal Full-HD-Video (1.920 x 1.080) in eine Nikon-DSLR. Ein separater Video-Auslöser an der Rückseite unterstreicht die Bedeutung der Video-Sektion. Sogar eine einfache Schnitt-Funktion und einen HDMI-Out hat Nikon in die Kamera integriert.
Die Fotosektion bleibt aber weiterhin im Mittelpunkt. Die Lichtempfindlichkeit erhöht Nikon auf ISO 3.200, in einem erweiterten Modus sind sogar ISO 12.800 möglich. Neu hinzugekommen ist der Live-View-Modus, in dem die Kamera sogar das passende Aufnahmeprogramm automatisch wählen kann.
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Geblieben sind dagegen bewährte Funktionen: die Serienbild-Geschwindigkeit von 3 Fotos pro Sekunde, der Autofokus mit elf Messfeldern und das 3-Zoll-Display mit Standard-Auflösung (230.000 Sub-Pixel). Die wichtigsten Unterschiede zwischen der neuen D3100 und der D3000 haben wir in der Tabelle zusammengefasst. Weiter Informationen liefert außerdem die Fotostrecke. Die Nikon D3100 soll ab September erhältlich sein. ...weiter bei CHIP.de
Mehr Info in der CHIP-Fotostrecke
*Spiegelreflexkameras mit digitalem Sensor werden meist kurz als DSLR (engl. für Digital Single-lens Reflex) oder DSR (Digitale Spiegelreflex) bezeichnet.
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Die Stammesgruppe der Dongria Kondh (INN berichteten mehrfach) hat einen wichtigen Erfolg errungen bei ihrem Kampf um ihren heiligen Berg: Die Bergbaufirma Vedanta darf dort kein Bauxit abbauen. Ein Erfolg, der durchaus auch auf den Druck durch internationale Organisationen wie Survival International zurückzuführen ist. Ein Bericht von EntwicklungspolitikOnline
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Berlin (epo.de). - Indiens Umweltminister Jairam Ramesh hat die kontroversen Pläne des Unternehmens Vedanta Resources gestoppt, auf dem heiligen Berg des Volkes der Dongria Kondh Aluminiumerz abzubauen. Der Minister habe auch die Rechtmäßigkeit der Raffinerie in Frage gestellt, die Vedanta am Fuße des Berges Niyamgiri errichtete, berichtete Survival International am Dienstag in Berlin. Damit habe "ein indigenes Volk in Indien einen überwältigenden Sieg über einen der größten Rohstoffkonzerne der Welt errungen".
Vedanta habe eine "schockierende" und "eklatante Verachtung für die Rechte indigener Gruppen" gezeigt, sagte Umweltminister Ramesh laut dem Bericht von Survival International.
Während der letzten Jahre war das Vorhaben des Unternehmens stark in die Kritik geraten. Die Regierungen Norwegens und Großbritanniens, Organisationen wie Survival International, aber auch Anteilseigner hatten Vedanta und seine Unternehmensethik kritisiert.
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Die 8.000 Mitglieder der Dongria Kondh mussten sich in dem Streit um die Mine gegen den Einfluss des acht Milliarden US-Dollar schweren Unternehmens Vedanta und seines Gründers, des Milliardärs Anil Agarwal, behaupten.
Die Dongria Kondh hatten mehrfach friedlich gegen das Vorhaben protestiert. In einer Atmosphäre zunehmender Gewalt wurden jedoch zuletzt zwei ihrer Anführer entführt und misshandelt.
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Erst vor einigen Tagen hatte eine Regierungskommission die Empfehlung ausgesprochen, den Bau der Mine zu blockieren. Die Kommission war zu dem Schluss gekommen, dass Vedanta illegal und "in absoluter Verachtung des Rechts" gehandelt habe. Das Umweltministerium folgte nun einer Empfehlung der indischen Waldkommission, wonach der Bauxit-Abbau Ökosystem und Wasserversorgung der Region "drastisch verändern" würde. Auch der Oberste Gerichtshof Indiens untersagte bereits 2007 den Abbau des Erzes, da die "nachhaltige Entwicklung" der Region in Gefahr sei.
Zudem betrachten die Mitglieder der Dongria Kondh den Berg als Sitz ihres Erntegottes Niyam Raja. Die Organisation Survival International hatte sie mit dem Volk der Na'vi im Film Avatar von James Cameron verglichen, die der Ausbeutung eines für die Menschheit wertvollen Metalls im Wege stehen. Die Organisation hatte zusammen mit Umweltschützern gegen den geplanten Tagebau mobil gemacht.
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"Das ist ein Sieg, den keiner für möglich gehalten hätte", sagte Survival Internationals Aktivistin Jo Woodmann, die selbst die Stimmung der Einschüchterung in den Bergen der Dongria erlebte. "Die Kampagne wurde zum Test dafür, ob ein kleines, ausgegrenztes Volk sich trotz Vedantas Armee von Lobbyisten und PR Firmen bei der Regierung Gehör verschaffen kann. Es ist unglaublich, aber der Mut und die Hartnäckigkeit der Dongria, gemeinsam mit der Unterstützung vieler Menschen in Indien und Anhängern von Survival in der ganzen Welt, hat gesiegt."
Survivals Direktor Stephen Corry erklärte: "Die Ära in der Bergbaukonzerne alles und jeden aus dem Weg räumen konnten, ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden, geht glücklicherweise zu Ende. Es ist dennoch bezeichnend, dass Vedanta bis zum Schluss für seine Pläne gekämpft hat und immer wieder die Aussagen der Dongria geleugnet hat. Die Öffentlichkeit muss gegenüber solchen sogenannten Entwicklungsprojekten weiterhin wachsam sein. Man kann sich nicht darauf verlassen, dass sich Unternehmen an unverbindliche Menschenrechtsstandards halten, insbesondere wenn indigene Völker betroffen sind, die selten wissen, womit sie es zu tun bekommen."
Die Dongria Kondh gehören zu den
Stammesgemeinschaften aus Orissa, die wir auf der Kalinga-Discovery
besuchen
Zweimal besuchte Bollywood-Star Shah Rukh Khan die Berlinale, jetzt dreht er hier sogar einen Film: Die Fortsetzung des Thrillers „Don“ - und sucht noch Komparsen.
Der Starrummel gebiert schon
recht seltsame Blüten. Es ist ja seit jeher nicht ungewöhnlich, dass ein Fan
es nach einem neuen Film seines Idols kaum mehr erwarten kann, bis der
nächste ins Kino kommt. Früher spielten Jungen dann das ersehnte
Winnetou-Abenteuer anhand der Buchvorlage nach, heute reicht das nicht mehr
aus. Der nächste Shah Rukh Khan lässt auf sich warten? Nun, dann basteln wir
uns eben selber einen aus den Versatzstücken früherer Filme des
Bollywood-Mimen, mit viel Action und noch mehr schönen glutäugigen Frauen.
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Doch, man findet dergleichen im Internet, einige Klicks genügen: „Berlin goes Bollywood“, eine zusammengestoppelte Privat-Vorab-Version von „Don 2“, der von der Khan-Gemeinde sehnsüchtig erwarteten Fortsetzung des Indo-Mafiathrillers „Don – Das Spiel beginnt“ mit dem schönen Shah Rukh Khan in der Titelrolle.
Das knapp neunminütige
Filmchen, das schon einige Zeit im Netz steht, dürfte bald überholt sein: Im
Oktober beginnen in Berlin die Dreharbeiten zu dem realen und gewiss wieder
farbenfrohen Spektakel um den Mafiaboss Don.
Derlei große Ereignisse kommen nicht aus heiterem Himmel, es gibt Vorbereitungen, Überlegungen, Planungen und Umplanungen – alles Indizien für das Heranreifen des erlösenden ersten Ausrufs: „Und Action!“
So hatte Khan selbst Berlin ins Gespräch gebracht, als er hier im Februar bei den Internationalen Filmfestspielen „My Name is Khan“ präsentierte.
Man wolle im Herbst etwas „in
der Art von James Bond“ drehen, sagte der 44-Jährige, nannte neben Berlin
auch Frankfurt als potenziellen Drehort – eine Planung, die offenbar vom
Tisch ist, denn die Komparsen für den zwar ungenannten, aber leicht zu
identifizierenden Bollywood-Film, die in dieser und der kommenden Woche von
der Berliner Agentur Filmgesichter gecastet werden sollen, werden eben an der
Spree gesucht, nicht am Main. ...weiter bei TAGESSPIEGEL.de
Der indische Superstar Shah
Rukh Khan dreht die Fortsetzung seines Actionknallers "Don" - und
zwar in Berlin. Dafür werden in der Hauptstadt noch Komparsen gesucht. Beim
ersten Casting gab es lange Schlangen. 500 Leute wollten mitmachen.
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Shah
Rukh Khan & Kajol |
Paul Ögütcü hat sich schick gemacht.
Im Nadelstreifenanzug und mit Krawatte steht er vor der Casting-Agentur
„Filmgesichter“ in Tiergarten. Eigentlich ist Paul Rezeptionist, arbeitete
die letzten Jahre in Spanien und Südamerika. Er hat viel von der Welt
gesehen. „Jetzt will ich was ganz Neues ausprobieren“, erzählt der 32-Jährige
aus Charlottenburg. „Den Horizont erweitern“, nennt er das. Im Internet hat
er den Casting-Aufruf entdeckt: „Komparsen für Bollywoodproduktion gesucht.“
Gelesen, getan. Mit Bollywood habe er ja eigentlich nichts am Hut, gesteht
Paul. Aber er sei eben offen – für alles.
„Filmgesichter“ sucht
insgesamt rund 3000 Komparsen für den zweiten Teil des Bollywoodthrillers
„Don“ mit dem indischen Superstar Shah Rukh Khan. Vorgestern ist das erste
Schaulaufen gewesen. ...weiter bei MORGENPOST.de
TV-Tipp: "Don - Der Skrupellose" mit Shah Rukh Khan in der Doppelrolle wird am Do, 09.09. 20:15-23:10 bei ARTE wiederholt. - mehr TV-Tipps hier bei KD-online
Aus dem Osten kommt das Licht (ex oriente lux) und für manche
auch die Erleuchtung. Beides ist bei der Verballhornung des alten
lateinischen Spruchs in dieser Rubrik nicht gemeint. Hier üben wir ein wenig
Umgangsenglisch mit den humorigen Beiträgen aus indischen Foren, Zeitungen
und eMails. Hierbei verhindert allerdings die Globalisierung manchmal
Rückschlüsse auf die indische Kultur, denn etliche Anekdoten stammen offenbar
von Auslandsindern (NRI) aus Amerika und England
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A man
dies and goes to hell. There he finds that there is a different hell for each
country.
He goes
to the German hell and asks, "What do they do here?"
He was
told, "First they put you in an electric chair for an hour. Then they
lay you on a bed of nails for another hour. Then the German devil comes in
and beats you for the rest of the day."
The man
does not like the sound of that at all, so he moves on and checks out the USA
hell as well as the Russian hell and many more countries... He discovers that
they are all more or less the same as the German
Then he
comes to the Indian hell and finds that there is a long line of people waiting
to get in. Amazed, he asks, What do they do here?"
He was
told, "First they put you in an electric chair for an hour-Then they lay
you on a bed of nails for another hour. Then the Indian devil comes and beats
you for the rest of the day."
"But
that is exactly the same as all the other hells---so why are so many people
waiting to get in here?" asked the man.
Because
maintenance is so bad that the electric chair does not work, someone has
stolen all the nails from the bed and the Indian devil is a former Govt.
servant, so he comes in and signs the register and then goes to the canteen!
A store
that sells new husbands has opened in New York City, where a woman may go to
choose a husband. Among the instructions at the entrance is a description of
how the store operates.
You may
visit this store ONLY ONCE! There are six floors and the value of the
products increase as the shopper ascends the flights. The hopper may choose
any item from a particular floor, or may choose to go up to the next floor,
but you cannot go back down except to exit the building! So, a woman goes to
the Husband Store to find a husband. On the first floor the sign on the door
reads:
|
|
Floor
1 - These men
Have Jobs.
She is
intrigued, but continues to the second floor, where the sign reads:
Floor
2 - These men
Have Jobs and Love Kids.
'That's
nice,' she thinks, 'but I want more.'
So she
continues upward. The third floor sign reads:
Floor
3 - These men
Have Jobs, Love Kids, and are Extremely Good Looking..
'Wow,'
she thinks, but feels compelled to keep going.
She goes
to the fourth floor and the sign reads:
Floor
4 - These men
Have Jobs, Love Kids, are Drop-dead Good Looking and Help With Housework.
'Oh,
mercy me!' she exclaims, 'I can hardly stand it!'
Still,
she goes to the fifth floor and the sign reads:
Floor 5 - These men Have Jobs, Love Kids,
are Drop-dead Gorgeous, Help with Housework, and Have a Strong Romantic
Streak.
She is so
tempted to stay, but she goes to the sixth floor, where the sign reads:
Floor
6 - You are
visitor 31,456,012 to this floor. There are no men on this floor. This floor
exists solely as proof that women are impossible to please. Thank you for
shopping at the Husband Store.
PLEASE
NOTE:
To avoid
gender bias charges, the store's owner opened a New Wives store just across
the street.
The first
floor has wives that love sex.
The
second floor has wives that love sex, have money and like beer.
The
third, fourth, fifth and sixth floors have never been visited.
Every
Saturday morning Grandpa Walt found himself babysitting his three
grandchildren...all boys. The kids always wanted to play ''war,'' and Grandpa
somehow always got coaxed into the game. His daughter came to pick up the
kids early one Saturday and witnessed Grandpa take a fake shot as Jason
pointed a toy gun and yelled, Bang!'' Grandpa slumped to the floor and stayed
there motionless.
|
|
The
daughter rushed over to see if he was all right.
Grandpa
opened one eye and whispered, ''Sh-h-h, I always do this. It's the only
chance I get to rest.''
Our cat,
Figaro, comes home between 10 or 11 at night to eat. If he's late, I turn on
the carport light and call him until he appears.
One day
my daughter was explaining to a friend where we live, and her friend said,
"Is that anywhere near the house where the woman stands on her steps
late at night and sings opera?"
A woman
walks into the butcher shop just before closing. She says, "Thank Heavens I've made it in time! Have you any chicken?"
The
butcher opens his fridge and takes out his only chicken, and plops it onto
the scale.
It weighs
4 1/2 pounds.
"Ah,
haven't you anything bigger?" the woman inquires.
The
butcher returns the turkey to the fridge, takes it out again, and plops it
onto the scale, only this time, he keeps his thumb on the chicken. The scale shows 7 1/4 pounds.
"Marvellous!"
says the woman. "I'll have both
of them please."
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TV-Tipps - Sehenswertes im deutschen Fernsehen, 14täglich sonntags aktualisiert (siehe NewsTicker) und in einer übersichtlichen Tabelle. Alles, was Indienfreunde interessieren könnte aus den TV-Programmen der kommenden 6-8 Wochen! Mit Links zu detaillierten Beschreibungen.
Neue Leserinnen und Leser mögen mir verzeihen, dass ich die immer wiederkehrenden Namen unserer Freunde in Indien nicht jedes Mal erkläre. Ich setze hier voraus, dass INN-Leser ihre "Schularbeiten" bereits gemacht haben.
Bei KD-online findet sich in den Kapiteln unserer Reiseregionen auch die Rubrik "Places & People" - dort werden unsere Gastgeber vorgestellt. Hier nur kurz die häufigsten Namen:
Raju Vettikavumgal Sebastian ist der Kochattan, Familienvorstand und
Gastgeber der 2. Generation für unsere Südindiengäste der Kerala
Discovery auf der Dschungelfarm Vettikavumgal im Calicut-Distrikt,
Nord-Kerala. Lovely Sebastian ist Rajus Frau und Mutter seiner 4 Kinder Martin, Paul,
Jaimon & Diana. In der Nachbarschaft lebt Rajus Bruder Gilson
mit seiner FrauAnci und 4 Kindern. Auch Rajus jüngste Schwester Jessy,
die mit ihrem Mann Charly und 3 Kindern im Nachbardistrikt lebt,
treffen wir gern. (Dazu gelegentlich Rajus älteste Schwester Mercy und
sein jüngster Bruder Johnson, die in Deutschland leben) Für eine
entspannte Verlängerung am Kerala-Strand sorgt Dr. Lalitha Babu mit ihrem ruhig
gelegenen Strandresort südlich vom Kovalam Beach.
Maharaj
Chandrashekhar Singh
of Raoti und seine Frau Rani Bhavna residieren mit dem Sohn Prinz Yashvardan
(Yashu) im Indrashan, Jodhpur (Rajasthan). Als seine Freunde und Gäste dürfen
wir den Fürsten Chandra nennen. Er öffnet uns die Tore zu allen
anderen Royal Hosts der Rajputana Discovery, Gujarat
Discovery und Hills Discovery
Manchmal ist da auch Erwin, Kunstfigur und Pseudonym immer dann, wenn es um Leute geht, die mit ihrem Halbwissen über die Dinge des Lebens ablästern. Die heißen bei mir alle Erwin...
Artikel
und Bildmaterial mit "KD" oder ohne Quellennachweis sind © Bernd
Symons - der Nachdruck meiner Texte ist erlaubt mit Quellennachweis und Link
zu Kerala-Discovery.de. Die wöchentliche Indien-Zeitung per Email erscheint
pünktlich zum Wochenende donnerstags/freitags. Ein Gratisservice - damit www.Kerala-Discovery.de
im Gespräch bleibt! Zur Anmeldung oder Abmeldung die entsprechende
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Soweit
es nicht Fotos und Berichte von
und seinen Gästen sind, bitte ich zu
beachten: Sämtliche Bilder und Berichte haben wir auf anderen Seiten gefunden
oder sie wurden uns zugeschickt. Sie sind nach unserem Wissen frei von
Rechten Dritter. Zitate wurden mit Quellennachweisen versehen. Für zugesandte
Bilder/Berichte übernehmen wir keine Haftung bei evtl. geltenden
Urheberrechten. Sollten Bilder/Reports dennoch gegen Rechte verstoßen, werden
wir diese natürlich sofort entfernen: Email - Im Falle von Datenstreitigkeiten oder
wettbewerbsrechtlichen oder ähnlichen Problemen bitte
ich zur Vermeidung unnötiger Rechtsstreite und Kosten, mich bereits im
Vorfeld zu kontaktieren. Die Kostennote einer anwaltlichen Abmahnung ohne
vorhergehende Kontaktaufnahme mit dem Betreiber wird im Sinne der
Schadensminderungspflicht als unbegründet zurückgewiesen.
Mit
Urteil vom
Verantwortlich für den
Inhalt dieser Ausgabe ist:
K E R A L A D I S C O V E R Y
Bernd Symons
Import&Travels
- Asiatika-Groß- und Einzelhandel - Sanfter NaTourismus in
Indien
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Krefeld (Germany)
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Online: www.kerala-discovery.de/
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